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	<title>Africa by Bike &#187; Sudan</title>
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	<description>Sieben Monate mit dem Fahrrad durch Afrika</description>
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		<title>Abu Hamad &#8211; Aswan</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 22:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>

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		<description><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5481-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5481" title="IMG_5481" />Wie bereits angekündigt haben wir unsere Wüstenexpedition überlebt. Allerdings hatten wir als wir die Sache angegangen sind nicht damit gerechnet, dass es ein Fehlschlag auf so ganzer Linie sein würde. Die Straße von Abu Hamad nach Wadi Halfa hat sich &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1433">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5481-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5481" title="IMG_5481" /><p></p><br /><p>Wie bereits angekündigt haben wir unsere Wüstenexpedition überlebt. Allerdings hatten wir als wir die Sache angegangen sind nicht damit gerechnet, dass es ein Fehlschlag auf so ganzer Linie sein würde. Die Straße von Abu Hamad nach Wadi Halfa hat sich als die erste Grenze in Afrika rausgestellt, die wir nicht ohne zu hohes Risiko überqueren konnten. Die erste Grenze, an der wir kapituliert haben und es war eine natürliche Grenze, keine Menschen – höchstens Psychologie.</p>
<p>Wir haben da eine unglaublich wertvolle, irgendwo gespenstische, Erfahrung gemacht: Die Erfahrung dass man sich weiter und weiter auf den Point of no Return zubewegt, zu wissen dass man sich (so pathetisch das jetzt auch klingen mag) „mit jedem Meter seinem Verderben nähert“, dass man jeder Zeit umkehren könnte, aber irgendwas treibt einen weiter, alles in einem schreit danach zurück zu fahren, der gemeine Menschenverstand hämmert mit einem Vorschlaghammer auf das ZNS um die Beine zum stoppen zu bringen, aber man fährt einfach weiter.</p>
<p>Wir haben unseren Gold schürfenden Freund um zwölf in der Nacht verlassen um die erträglichen Nachtstunden zu nutzen um etwas Strecke zu machen, bevor die (Mit)Tageshitze uns komplett lahm legt. Die Etappe ging gut los, er hat uns eine Abkürzung zu einer Asphaltstraße gezeigt, die die ersten 35km in die Wüste geführt hat. Bis Station 10. Danach ging die Asphaltstraße irgendwo hin und wir weiter an der Bahnlinie auf der Piste entlang Richtung Station 6, der nächsten Wasser Tankstelle.</p>
<p>Die Sicht war dank Vollmond sehr gut, in der Ferne konnte man Berge sehen, nach vorne sicher zwei Kilometer Sicht, selbst die Piste im Wüstensand zu verfolgen war kein Problem. Wir haben an Station 10 noch einmal Wasser aufgetankt, auf etwa 11l pro Person und sind dann naja&#8230; in die Wüste. Bis Station 6 sind es von Station 10 140km, das geht mit 11l knapp zu überbrücken, aber da die Straße ja die Hauptverkehrsstraße von Abu Hamad nach Halfa ist, sollte es kein Problem sein Trucks für Wasser zu stoppen. Dachten wir.</p>
<p>Das erste Problem war, dass die „Piste“ sich über eine Breite von 5km in die Wüste erstreckte und einfach eine Ansammlung verschiedener Fahrspuren in diesem Gebiet war die alle mehr oder weniger in die gleiche Richtung führten. Obwohl das ein Vorteil sein mag, wenn man Sandverwehungen ausweichen will, ist es ein ganz entscheidender Nachteil wenn über sechs Stunden Fahrzeit zwei Autos vorbei fahren und beide in etwa zwei Kilometer Abstand.</p>
<p>Wir sind bis kurz vor Morgengrauen gefahren, die halbe Stunde in der der Mond untergegangen ist und die Sonne noch nicht aufgeht sind zu finster um sinnvoll zu fahren und perfekt für einen dreißig-Minuten Powernap. Mit der Sonne ist uns auch aufgegangen, wie beschissen (sorry) wir gerade dastanden. Es gab einiges, was uns in der Nacht nicht ganz klar war – von der Dunkelheit versteckt. Erstens: Wir waren wesentlich langsamer als erwartet. Sand und Gegenwind hatten uns auf Fünf Kilometer pro Stunde runtergebremst, bei den verbleibenden 120km wären das 24 Stunden Fahrzeit(!) gewesen und DAFÜR hätte unser Wasser niemals gereicht.</p>
<figure id="attachment_1394" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1394" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1394" title="IMG_5353" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5353.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1394">Die zweite Erkenntnis war, dass man Tags über noch schlechter gesehen wird als Nachts und die Chancen bei dem so gut wie nicht vorhandenen Verkehr jemanden anzuhalten nahezu verschwindend gering sind.Die dritte Erkenntnis erscheint zuerst banal, ist aber die entscheidende gewesen. Es gibt in diesem Abschnitt der Wüste nichts. Nichts, nichts, absolut nichts. Ich habe oft von „Nichts“ geschrieben, aber damit meinte ich i.d.R. Abwesenheit von Leben, meistens gab es Hügel, Struktur, Steine.Da in der Wüste gab es nur groben Sand, absolut flach soweit das Auge reicht. Linker Hand waren die Gleise mit zerborstenen Telegraphenmasten die sich in beide Richtungen in die Unendlichkeit erstrecken und auf den Masten saßen unsere zwei ständigen Begleiter, ein Geierpärchen. Der Anblick ist gelinde gesagt zermürbend, aber selbstverständlich sind wir weitergefahren. Der Tag war ja noch jung und jetzt bei Tageslicht kommt man auch schneller vorwärts.Fünf Kilometer später sind die Geier umgedreht und zurück geflogen und mit jeder Minute die verstrichen ist, wurde das Gefühl stärker dass wir gerade einen ganz ganz großen Fehler machen. Wir haben uns vorgestellt, wie wir uns mit letzter Kraft und komplett abgepacktem Rad zu Station 6 schleppen (interessanter Effekt übrigens: Wenn man sich Survivalsituationen ausmalt, in denen jemand stirbt bzw. sterben kann, ist man im Zweifelsfall immer selbst der Überlebende. Man stellt sich nicht seinen eigenen Tod vor sondern seinen eigenen Nahtod.). Ganz so schlimm ist es für uns nicht gekommen, aber unsere Fantasien haben die ganze Situation nicht besser gemacht.Nochmal fünf Kilometer später sind wir dann stehen geblieben, ohne ein Wort wussten wir beide warum und wie diese Pause enden würde. Wir haben unseren letzten Kuchen aufgegessen und Liter drei angebrochen, kurz die Situation erörtert und ohne Überraschung festgestellt, dass wir über die letzten zwei Stunden beide exakt das gleiche (mit Ausnahme dessen, wer stirbt <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) gedacht haben und im Grunde nur einige vernünftige Option besteht: Umdrehen, solange wir noch können.Wir saßen trotzdem im Sand und haben diskutiert und waren frustriert, unser Ehrgeiz diese Strecke zu überbrücken war immernoch da und hat uns nicht losgelassen. Entscheidend war dann das erste Auto seit Sonnenaufgang – das in drei Kilometer Entfernung vorbeigedüst ist ohne uns zu sehen. Damit war uns dann klar, dass nicht genug Verlass auf den Verkehr ist um die Weiterfahrt zu riskieren, dass wir so oder so nicht genug Zeit haben um mit fünf Stundenkilometern durch die Wüste zu kriechen und dass die ganze Aktion Selbstmord ist.ich muss an Christopher McCandless aka Alexander Supertramp denken</figcaption></figure>
<p>Als ob sie unsere Entscheidung (hat ihr auch ordentlich die Arbeit erleichtert) begrüßen würde, hat Radler Fortuna uns einen Truck mit Goldgräbern aus Richtung Halfa geschickt, der uns gesehen hat und zu uns gekommen ist. Nach kurzem gestilkulieren konnten wir ihnen klar machen, dass wir einen Lift nach Abu Hamad brauchten und die Leute waren sofort bereit uns aus der Wüste raus zu bringen. Oben auf dem Truck gab es dann auch einen Goldgräber der etwas Englisch sprach und uns eröffnet hat, dass es a) an Station 6 zur Zeit kein Wasser gibt und b) auf dieser Strecke überhaupt kein Durchgangsverkehr nach Wadi Halfa mehr fährt – alle nehmen die neue Straße von Atbara nach Dongola und auf der alten Piste sind nur noch Goldgräber unterwegs.</p>
<p>Seems as if we made the right decision.</p>
<figure id="attachment_1398" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1398" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1398" title="IMG_5394" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5394.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1398">unsere Rettung: bis an die Zaehne bewaffnete Goldgraeber ... mit wertvoller Fracht</figcaption></figure>
<p>Elf Stunden nachdem wir unseren Freund in Abu Hamad verlassen haben sind wir wieder in seinem Laden aufgetaucht. Er war&#8230; mittelmäßig erstaunt, aber hat sofort eingesehen dass wir die Strecke als „It is impossible with bicycle!“ deklariert haben. Wir haben ihm erzählt, dass wir dank unserem Scheitern jetzt nach Atbara und dann nach Wadi Halfa trampen müssen und noch während wir im zweiten Erklärvorgang waren (wir dachten er hätte es nicht verstanden) hat er telefoniert und uns einen Bus am Busbahnhof anhalten lassen zu dem wir dann sprinten mussten.</p>
<p>Unser zweiter Besuch in Abu Hamad hat etwa dreißig Minuten gedauert.</p>
<p>Die folgenden Tage waren dann vergleichsweise ereignislos. Wir haben mit einem face-palm Gefühl die neue Straße von Atbara nach Dongola gefunden, die erst 2010 gebaut (und fertiggestellt) wurde und deswegen auf unserer Karte nicht eingezeichnet war.</p>
<p>Wir sind weiter nach Norden getrampt und haben dann in Dongola drei andere Reisende (Kim, Tom und Daoud (was sicher nicht richtig geschrieben ist aber zumindest so gesprochen wird) getroffen. Außerdem haben wir in Dongola wieder einen dieser wunderbaren Mikrokosmen entdeckt wie das letzte Mal in diesem Extrem in Lusaka bei Mr. Faddah.</p>
<p>In Dongola gibt es ein Koreanisches Guesthouse, gebaut von einem Koreanischen Studenten und großem Bewunderer der nubischen Kultur. Er hat nubische Geschichte in Korea studiert, will jetzt seine Doktorarbeit über die Lebensweise auf Nilinselns schreiben und weil er Sudan liebt und dort lebt hat er sich als Lebensunterhalt dieses Guesthouse aufgebaut. Der Herr (ich habe leider seinen Namen vergessen. Wenn ich mit den afrikanischen manchmal noch halbwegs zu recht komme, hört es bei mir mit asiatischen und arabischen Namen dann völlig auf) lebt mit seiner Frau und seinen drei trilingualen Kindern (fließend Englisch, Koreanisch und Arabisch) im hinteren Teil des Guesthouses und stellt der berühmten nubischen Gastfreundschaft ernsthafte Konkurrenz dar.</p>
<p>Zumal das Guesthouse itself ein wunderbarer Ort ist, wahrscheinlich der schönste den wir im Sudan gesehen haben. Perfekt saubere Räume mit neuem Anstrich, Französische Toiletten (oder Arabische, für die die bevorzugen), ein Rooftop Garden, Kletterwand und Fußmassageparcour. Was Massagen angeht bekommt man die bei Bedarf auch vom Hausherren oder seiner Frau persönlich und nach allen Regeln der Kunst. Langer Rede kurzer Sinn: Falls irgendjemand mal in den Nordsudan kommt (was ich sehr empfehlen würde) und dann zwangsläufig nach Dongola, sollte er auf jeden Fall in diesem Guesthouse ein paar Tage bleiben und sich jede Frage über nubische Kultur beantworten lassen oder zur Abwechslung mal koreanische Küche essen.</p>
<p>Ein weiterer Sympathiebonus übrigens:  Der Koreaner (ich wünschte ich wüsste seinen Namen noch, ich glaube etwas wie Ila) fährt regelmäßig nach Khartoum um beim Äthiopier Injera zu essen!</p>
<p>Am Folgetag sind wir dann auf einem Zementlaster nach Wadi Halfa gefahren. Als kleine Anmerkung: Ich werde das fahren auf den Ladeflächen von Pickups und Trucks in Deutschland so unendlich vermissen&#8230; Aber zurück zu Halfa und dem Weg da hin. Die Straße hat wieder durch bilderbuchartige Wüste geführt, zumindest der Teil vom Bilderbuch der beeindruckende Berge und Felsformationen abbildet. So langsam drängt sich mir der Verdacht auf, dass sich Wüste im Zeitraffer einfach besser erlebt, als mit dem Rad. Wadi Halfa hat dann wirklich nichts mehr zu bieten. Wenn ein Tag da zu warten schon schlimm ist, ist eine Woche sicher fatal. Für uns ist es bei einem Tag geblieben.</p>
<figure id="attachment_1438" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1438" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1438" title="IMG_5427" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5427.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1438">auf einem Zementlaster durch die Wueste heizen</figcaption></figure>
<p>Einen entscheidenden Vorteil hat der Ort allerdings doch. Es spricht fast jeder fließend Englisch, was so ziemlich das erste Mal im ganzen Sudan war. Wir hatten da dann endlich die Zeit, Muße und Gelegenheit einige interessante Gespräche mit den Leuten zu führen. Darunter sogar eine Frau!<br />
Die Meisten waren sich einig, dass Sudan ein gutes Land ist, obwohl sich die Meinungen über Bashir durchaus unterscheiden. Ägypten oder Südafrika sind aber trotzdem besser, da die wesentlich weiter entwickelt sind. Das mag zwar wahr sein, die Tatsache dass Sudan mit Ausnahme von Rwanda aber das weitest entwickelte Land seit vier Monaten ist konnten sie dann aber fast nicht glauben. Die Trennung vom Südsudan haben die meisten als gut empfunden und einer hat sogar prophezeit, dass sich der Trend mit Darfur und allen anderen Regionen fortsetzen wird und dass man am Ende ganz viele kleine unabhängige Splitterstaaten haben wird.</p>
<figure id="attachment_1439" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1439" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1439" title="IMG_5472" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5472.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1439">unser Hotel/Guesthouse/Herberge/Absteige/Lager/Schlafplatz in Halfa</figcaption></figure>
<p>Am Mittwoch sind wir dann auf die Fähre, haben da wieder Kim, Tom, Daoud und 22 andere Faranjis getroffen und mit den ersten dreien die meiste Zeit verbracht. Schachturnier, Karten, Quatschen und der hilflose Versuch die sechzehnstündige Bootsfahrt totzuschlagen. Am eindruckvollsten war wieder die Nacht. Im Grunde war die zwar wie die bereits beschriebenen Wüstennächte auch, aber diesmal hatte sie noch einen Zusatz: Während sich über uns wieder der endlose Wüstenhimmel erstreckt, Scharen von Sternschnuppen vorbeiziehen und eine leichte warme Brise über Deck fegt liegt man nicht im Sand sondern über einem See! Auf einem See in einer Wüste eine Nacht zu verbringen hat eine ganz eigene Klasse. Wenn dann am anderen Ufer noch die beleuchteten, kolossalen Statuen von Ramses II vor Abu Simbel vorbeiziehen setzt das dem nur die verdiente Krone auf.</p>
<figure id="attachment_1440" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1440" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1440" title="IMG_5485" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5485.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1440">Am Morgen sind wir dann in Aswan Harbor angekommen. Unsere Pässe wurden uns abgegeben, wieder zurückgegeben, abgenommen, zurückgegeben und währenddessen haben wir uns langsam in einer endlosen Schlange vorwärts bewegt. Irgendwann waren wir am Ende der Schlange, hatten unsere Pässe und standen im freien – ohne irgendwas getan zu haben. Ägypten hatte zwar ein langsames System, aber im System selbst vielleicht das am wenigsten chaotische. Diejenigen, die ständig mit unseren Pässen weggerannt sind wussten wenigstens was sie tun.alles was man als Grenzer so braucht: dicker Formularblock mit mindestens vier verschiedenfarbigen Durschlagspapieren und eine Sonnenbrille gegen die Neonroehren. Das Geld wandert gleich in die Hosentasche. UND noch Stempel. Viele Stempel!</figcaption></figure>
<p>Und ja dann.. Ägypten. Das letzte Land dieser Tour. Auf nach Cairo!</p>
<p>Anmerkung: Jetzt wo ich das schreibe, schon hinter Luxor, quietschen gerade Wüstenfüchse zwei Meter von uns entfernt. Wenn wir den Blick mit den Stirnlampen heben sehen wir sie einfach so vor uns stehen, uns anstarren mit ihren riesigen Ohren und Augen. Die Wüste lebt.</p>
<figure id="attachment_1442" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1442" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1442" title="IMG_5474" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5474.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1442">stolzer Besitzer eines vormals hanseatischem Benz ...</figcaption></figure>
<p>Naturally we survived our desert expedition. But it was a scary experience of the type when you see yourself doing an awful mistake and your common sense tells you to turn back before it’s too late – and something else drives you to go on.</p>
<p>We got up and left our kind gold searching host at twelve in the night to start our way into the nothingness. He showed us a short cut out of town and once again we were on tarmac though only for some thirty kilometers. It was night but the full moon still gave us a good view at our surroundings and we could see the outlines of mountains on the night sky horizon. Everything again appeared in gray scales. The road ran next to the railway and the railway again would be our main source of orientation on the sand roads through the desert ahead.</p>
<p>Although we started very early, we didn’t make much progress. The bikes were loaded with ten liters each, we were supposed to pick up water at Station 10, some 30 kilometers after Abu Hamad and then there would be nothing for an additional 140km to Station 6 during which we would have to rely on passing traffic or arrive there dehydrated. During the night we encountered two vehicles driving through the desert at different speeds and distances. We quickly discovered that the track we ought to follow spread  over a width of five kilometers.</p>
<p>We cycled until the early morning hours, took a short nap in the time between the moon setting and the sun rising and then got on the bicycles and that was when the things started to get rough. The night hat concealed much more than we had expected and now with increasing sunrise we first realized how vast that area was. It literally looked the same in every single direction with the exception of the railway running parallel to us. The land was flat, dusty, hazy, nothing to focus your eyes on. Before the desert had had elevation, altitude, dunes perhaps, not so here it was just flat in every direction.</p>
<p>After another five kilometers the two vultures who had been flying ahead of us on the poles and then sitting and waiting for us to catch up turned around and flew back.</p>
<figure id="attachment_1395" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1395" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1395" title="IMG_5356" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5356.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1395">Another five kilometers the feeling of riding into our certain doom got too strong and we stopped. We still had about seven liters of water each, but we had realized something else the night had kept us from seeing. We were too slow. The desert sand, frequent pushing of the bikes and bad grip in general had brought us down to an average speed of five kilometers per hour. By then we were hundred kilometers from Station 6, a twenty hour bike ride with that speed and impossible with only seven liters.sieben Liter Nilwasser ... tropfen im heissen Sand!</figcaption></figure>
<p>Even more worryingly we hadn’t seen a single truck or car pass by in two hours, not even in the distance. Every meter we rode we felt increasingly uneasy, as if we were getting too close to the point of no return without a real chance of surviving beyond that point. While we were sitting in the sand, worriedly chewing on our last two cakes, a car passed some two kilometers east without noticing us. That did it and we decided to turn around. We didn’t stand any chance to reach Station 6 without getting water from cars and if one car comes by in two hours and that car is too likely not to notice us it’s a bad idea to run into the desert up to that point where you cannot return.</p>
<p>We decided to return and that later proved as a very wise decision. Then we had another small streak of luck with a gold miner truck coming from ahead and noticing us. We hitched a ride with them to leave that deadly place and were told by the miners that Station 6 had run out of water. Also there is no regular traffic on that road anymore, only gold miners.</p>
<figure id="attachment_1397" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1397" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1397" title="IMG_5391" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5391.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1397">Fahrstunden in der Wueste</figcaption></figure>
<p>Eleven hours after we had left him we showed up again at our friends’ shop in Abu Hamad but before we reached him a random man on the road who asked where we came from and whom we told we came from the desert said: “It is impossible! Even with car. Impossible!” – true… We also told our friend it was impossible and that we now had to pick up a ride to Atbara and then up the new road to Wadi Halfa. While we were still talking he got on the phone and before we realized what was happening he had already organized us a bus ride to Atbara that left in ten minutes.</p>
<p>We were then of course in a great hurry to get to the bus station and the already stressful and annoying matter of boarding a bus with bicycles became even worse but then once you’re on the bus it’s alright.</p>
<p>The following days nothing much happened. We discovered frustrated that there was a perfect new road from Atbara through the desert to Dongola and then down the Nile to Wadi Halfa which wasn’t marked on our map because the road was two years old, our map three.</p>
<figure id="attachment_1443" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1443" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1443" title="IMG_5434" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5434.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1443">We kept hitching northwards with the next stop in Dongola where we met three other travelers who were also on their way to the ferry: Tom, a motor cyclist from England, Daoud (although definetly spelled wrong) an Arabic student from Paris and Kim a Korean whom we had met in the Ethiopian Airways office in Nairobi before and who had traveled on a bicycle from Alaska to Patagonia.That evening we then set off to a “Korean-Nubian guesthouse” for tea and a chat. Kim had found it somehow and it was once again one of those amazing little micro cosmoses which you would never expect. Amidst the Sudanese desert, surrounded by palm trees was a traditional (or at least what occurred to me to be traditional) Nubian compound. And in that compound lived a Korean family, complete with three trilingual children (Arabic, English and Korean fluently).The owner of that place is a Korean PhD-student who wants to work on Nubian culture and obviously loves that culture. It seems he has adopted it more to be his own, than the Korean one although that might be a dangerous misconception. Anyway that man (unfortunately I forgot his name) is building or by now running a guesthouse/hostel. It’s a beautiful place, clean with big high rooms, rooftop terrace and Sensei garden, a climbing wall to a small terrace and self catering kitchen. If anybody ever happens to pass through Dongola: This is the place where you want to be.Also because of his excitement for the Nubian culture the owner is happy to provide you with any information you could possibly want. His wife is very friendly too, she speaks fluent English and cooks gorgeous Korean meals.  Ask for the Chinese or Korean house.</figcaption></figure>
<p>The next day we hitched a ride on a cement truck to Wadi Halfa and that’s pretty much the end of the story. The road wound more or less parallel to the Nile through stunning rock formations and boulder agglomerations and eventually ended in a faceless flat place which seemed to be in the middle of the desert too: Wadi Halfa.</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5471.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1445" title="IMG_5471" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5471-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a>It’s not the place where you would like to spend a week waiting for a ferry, in fact it was even boring spending one day there waiting for the ferry. The most interesting in Wadi Halfa is perhaps the people because Halfa is the first place in Sudan where people speak fluent English. That made some deeper communication and conversations possible and we had some great talks with different people. Including women! The consent was that Sudan itself is a good place and Al Bashir somewhere between a monster and a good president. Most people said though they prefer Egypt or South Africa to Sudan because they are more developed. While that might be true, Sudan was then still the most developed country we had seen in four months (excluding perhaps Rwanda). Most people agreed that the separation of South Sudan is a good thing and one person expected the trend to be followed by Darfur and the other regions of Sudan with it ending common to Jugoslavia. With dozens of small Sudan versions.</p>
<p>Another day later the ferry arrived and we boarded it with some twenty-five other Faranji, amongst them also Tom, Kim and Daoud. We spent most of the time with the three of them, playing chess, chatting, playing cards, trying to watch movies and make the time pass. The most remarkable thing again was the night. It was like the previously described desert nights: indescribably beautiful. But this time adding to the experience was being under a desert sky on a lake! Shooting stars crossed the sky in small groups and in the distance we passed the illuminated huge Ramses II figures of Abu Simbel.</p>
<p>The next day we arrived at Aswan harbor, our passports were taken from us, returned to us, taken and returned again and then without doing anything but queuing we magically streamed out of the harbor and had officially reached Egypt. The last country of this tour.</p>
<figure id="attachment_1446" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1446" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1446" title="IMG_5495" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5495.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1446">ueberladene Barkassen mit Waren aus Aegypten. In die andere Richtung wird kaum was transportiert</figcaption></figure>
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		<title>Khartoum &#8211; Abu Hamad</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 15:34:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>

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		<description><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5256-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5256" title="IMG_5256" />Die meisten Radler haben irgendeine epische Geschichte, die hinter ihrer längsten Etappe steht. Meistens sind das auslaufende Visa, Fähren die erreicht werden müssen, Flüge oder Flucht vor den Behörden. In unserem Fall gestaltet sich das wesentlich banaler. An dem Tag, &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1381">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5256-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5256" title="IMG_5256" /><p></p><br /><p>Die meisten Radler haben irgendeine epische Geschichte, die hinter ihrer längsten Etappe steht. Meistens sind das auslaufende Visa, Fähren die erreicht werden müssen, Flüge oder Flucht vor den Behörden. In unserem Fall gestaltet sich das wesentlich banaler.</p>
<p>An dem Tag, an dem wir Khartoum verlassen haben, hatten wir zum ersten Mal seit Kapstadt wieder „echten“ Rückenwind. Endlich waren mal diese optimalen Vorraussetzungen gegeben, von denen wir die ganze Zeit geträumt haben. Straße flach, Wind stark, Temperaturen erträglich.</p>
<p>Die Vorraussetzungen waren so optimal, dass wir bis zur Mittagspause schon 140km gefahren waren und dann entschieden haben einfach nochmal 90 zu fahren um am Fuße des Pyramidenfelds von Meroe übernachten zu können.</p>
<p>Genau das haben wir dann auch getan, der einzige Grund für die Riesenetappe: Weil wir’s können. Und weil wir bei diesen Pyramiden schlafen wollten.</p>
<figure id="attachment_1384" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1384" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1384" title="IMG_5223" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5223.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1384">Am Ende als wir endlich die Silhouetten der Monumente im letzten Licht der untergehenden Sonne vor uns hatten standen 231,67km auf dem Tacho und wir waren dann doch zugegebener Maßen ordentlich zerschlagen, vor allem aber verdammt stolz. Die Pyramiden dann waren die Belohnung, der perfekte Abschluß, für einen durchweg erfolgreichen Tag.Wir sind Abends angekommen und das Ticketbüro hatte schon lange geschlossen, also haben wir kurzer Hand die Räder durch den tiefen Sand und die Dünen rauf geschoben. Es ist schnell dunkel geworden, der Sand hat unter den Füßen geraschelt und der Wind durch die Steine gefegt. Die ganze Situation war traumhaft, surreal. Und dann schlendert man in der Resthitze des Tages durch ein Pyramidenfeld, mutterseelenallein mit zwanzig Pyramiden, sich selbst, dem Sand und dem Wind. Über einem ist der Himmel gefüllt mit hunderten Sternen, aus dem Licht der Taschenlampe schälen sich uralte Hieroglyphen während man mit den Fingern die Linien nachzieht.Es ist ein gigantisches Privileg, das wir da hatten diese Pyramiden so für uns alleine erkunden zu können. Der Ort hatte etwas absolut magisches, mehr als nur alte Steine. Man hatte das Gefühl die Bedeutung der bauten in der Luft zu spüren, eine Atmosphäre von Unendlichkeit und gewisser Maßen auch Unfassbarkeit. Jedenfalls sehr sehr sehr beeindruckend und verdammt cool einsam in der Nacht durch diese uralten Monumente zu wandern.Eigentlich wollten wir auch da schlafen, aber dann hat das Licht wohl doch jemand angelockt. Gerade als ich meine Isomatte ausgepackt hatte ist ein Mann mit dem obligatorischen Gewehr angekommen und hat uns mit den Worten „Sit down!“ zu verstehen gegeben, dass wir das Feld verlassen und unten am Hügel schlafen sollen. Mit etwas gutem Willen Verhaftung die Dritte, ansonsten stelle ich mir aber nur die Frage, was es eigentlich für die Pyramiden und diesen Mann für einen Unterschied macht, ob wir am Fuße der Pyramiden oder der Düne schlafen, auf der sie stehen. Andererseits macht es für uns auch keinen Unterschied, wenn wir mal schlafen...</figcaption></figure>
<p>Ich will ehrlich sein: Am zweiten Tag haben wir schon ordentlich unter den Nachwirkungen des Ersten gelitten. Wir hatten auch keinen Rückenwind mehr, zumindest für die erste Hälfte des Tages wurde es zum Rückensturm – und für die zweite zum Gegenwind. Die Straße ging weiter in die Wüste, die Hitze grenzte ans Unerträgliche, aber wenigstens gab es überall Wasser.</p>
<p>Fabian und ich hatten einen kleinen Streit, als ein Polizist uns anhalten wollte um „die Pässe zu kontrollieren“. Ich hasse nämlich kleine, popelige Wichtigtuer und mehr als ich die hasse, hasse ich kleine popelige Wichtigtuer, die mich bei 45°C in der Wüste anhalten um mich zu Fragen ob ich mit dem Fahrrad nach Wadi Halfa fahre und dann den Pass kontrollieren um die ganze Aktion zu rechtfertigen. Tendenziell will  ich bei jeder Polizeisperre einfach durbrechen und meistens rausche ich auch einfach auf der schnellstmöglichen Geschwindigkeit an den Polizisten vorbei. Wenn sie pfeifen oder rufen bleibe ich dann stehen und lasse alles über mich ergehen, aber in den meisten Fällen reagieren sie nicht schnell genug und ich kann einfach weiterfahren.</p>
<p>Fabians Attitude ist da etwas anders: Er hat wesentlich mehr Respekt vor Offiziellen und Gesetzen der jeweiligen Länder und rollt langsamer durch die Sperren (wodurch er auch häufiger kontrolliert wird). Aber Fabian ist ja auch geduldiger als ich und kann das alles viel besser über sich ergehen lassen <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>An diesem zweiten Tag jedenfalls hat uns, als wir nach Atbara reingefahren sind, ein Polizist rausgepfiffen. Wir sind dann zwanzig Meter weiter stehen geblieben, halb außer Sicht hinter einem Bus. Da haben wir gewartet, bis der Polizist (der eigentlich gerade den Bus kontrollierte) fertig war und zu uns kommt. Der Bus ist weggefahren, der Polizist hat uns gesehen, ist umgedreht und zurück zum Zelt gegangen. Für mich war das ein eindeutiges Zeichen, dass wir weiter fahren dürfen – für Fabian ihm zu folgen. Letztlich sind wir ihm dann zum Zelt gefolgt, ich grummelnd und die Bürokraten verfluchend hinterher.</p>
<p>Und dann: „How are you? Where are you go? To Wadi Halfa!?! With the BICYCLE?! Where from?” Jede Antwort zwei Mal wiederholen, “Ja. Die Straße führt nur nach Khartoum. Selbstverständlich mit den Fahrrädern, fliegen kann ich leider nicht.“ Danach folgte die Einladung in das Polizeizelt, aber wir wollten da nicht rein. Es war übertrieben heiß und wir nur noch zweihundert Meter vorm Ortseingang mit kühler Cola und Schatten entfernt. Als wir dann die Einladung zum dritten Mal ausgeschlagen haben ist ihm eingefallen, dass er ja einfach Pässe kontrollieren könnte. Gesagt getan und dann mussten wir doch ins Zelt, weil die Polizisten unfähig waren überhaupt irgendeinen Sinn aus unseren Pässen zu sehen (die dt. Pässe sind zwar in zehntausendmillionen Sprachen und Schriften übersetzt, nicht jedoch ins Arabische). Wir mussten also ins Zelt, das arabische Formular selbst ausfüllen, weil sie auch unsere Zeichenbn nicht nur nicht zuordnen konnten, sondern vor allem auch nicht nachmalen und dann durften wir endlich gehen. Und DESWEGEN kann ich diese Leute nicht ausstehen. An allen anderen, die einen stoppen wollen kann man einfach vorbei fahren. An Polizisten leider nicht.</p>
<p>Am Abend dieses Tages waren wir irgendwo fünfzehn Kilometer nördlich von Berber gestrandet, es wurde dunkel und der Asphalt hatte schon in Berber aufgehört. Außerdem war die Besiedelung dank Nil-Nähe so dicht, dass weit und breit kein freier Raum zum schlafen zu finden war. Eventually we ended up mit einer Gruppe Moslems beim Ramadan-Fastenbruch und diesmal waren sogar zwei Männer mit gutem Englisch dabei. Endlich konnten wir das Rätsel mit dem wenig-essen lösen: Anscheinend gibt es drei Mahlzeiten in der Nacht. Die Erste nach Sonnenuntergang ist mittelgroß (für unsere Verhältnisse klein) und stillt den größten Hunger. Nach dem Late-Night Prayer gibt es dann noch ein richtiges Festmahl, wie wir es uns immer vorgestellt hatten und dann gibt es noch das leichte Frühstück um vier Uhr morgens.</p>
<p>Außerdem hat sich die Frage gelöst wo eigentlich die Frauen sind: Während es für die Männer auf dem Land eine Schande ist nicht in Gesellschaft ihrer Freunde und Nachbarn am Straßenrand zu essen und Fremde einzuladen, bleiben die Frauen und Töchter daheim und bereiten Tee, Kaffee und die zweite Mahlzeit vor.</p>
<p>Danach hatten wir immer noch keinen Schlafplatz und uns dann mehr oder weniger versehentlich bei irgendwelchen Leuten am Straßenrand eingeladen. Wir hatten drei Betten gesehen, die im Hof standen und dachten ganz kurz es sei eines dieser Hotel/Restaurante. Wir sind hingegangen, haben gefragt ob es möglich wäre  zu schlafen, festgestellt dass es die drei einzigen Betten sind, aber gehen durften wir dann auch nicht mehr. Wir haben dann die Matten im Schatten ausgerollt und da geschlafen, während um uns rum das Leben weiterging.</p>
<p>Irgendwann bin ich dann aufgewacht, meine kompletten Beine haben gejuckt wie die Hölle! Zuerst wusste ich nicht was passiert, dann dachte ich eine Floharmee sei über mich hergefallen und dann habe ich das Summen gehört. Es hat nochmal ein paar Minuten gedauert, bis ich realisiert habe was war, aber gut: Moskitos. In der Wüste. Das war so ziemlich das Letzte, womit ich gerechnet hatte.</p>
<p>Fünf Sekunden nachdem ich mich aufgesetzt hatte um das Moskiotrepellent zu holen, noch nicht ganz orientiert, stand einer unserer Gastgeber vor uns und hat mir Essen angeboten. Die Sudanesen können echt rührend sein.</p>
<p>Der dritte Tag hatte dann eine echte Überraschung, ein Geschenk schon fast, für uns: Nochmal fünfzehn Kilometer weiter sind wir auf eine Asphaltstraße gestoßen, einfach so. Auf keiner Karte und keinem GPS als Asphalt markiert, aber wunderbar neu geteert. Leider hatten wir dafür aber den Rückenwind endgültig eingetauscht (Aus Khartoum raus ging die Straße nach Ost/Nord-Ost, hinter Atbara nach Nord/West/Nord-West, wobei der Wind konstant aus West kommt). Außerdem ging es jetzt endgültig in die Nubische Wüste.</p>
<figure id="attachment_1392" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1392" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1392" title="IMG_5343" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5343.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1392">Lesens durch die Nubische Wueste</figcaption></figure>
<p>Die Landschaft ist traumhaft, alles was man sich immer unter Wüste vorstellt. Feiner Sand, Dünen, vereinzelte dünne Sträuchlein, Verwehungen und skurile Steinformationen. Die Sonne ist in einem beeindruckendem Sonnenaufgang aufgestiegen und hat uns dann um elf Uhr in den Schatten einer Bushaltestelle gezwungen. Die Hitze wurde dann wirklich unerträglich.</p>
<p>Wir lagen sechs Stunden im Schatten der Haltestelle, japsend und möglichst wenig bewegend. Fabian hat die Sonnentemperatur auf gut 80° geschätzt, wer weiß wie weit das an der Realität lag, aber im Schatten war es sicher gut um die 50°C. Die Wüstenbewohner haben die prima Angewohnheit an öffentlichen Plätzen Tonkrüge mit Wasser aufzustellen und so hat man eine mehr oder weniger sicher gestellte Wasserversorgung. Das Wasser kommt direkt aus dem Nil in den Tonkrug und direkt vom Tonkrug in uns. Wir haben es schnell aufgegeben zu versuchen das Wasser zu reinigen, bei den Mengen ist Chlorreinigung wegen mangelnder Vorräte (Tabletten für 180l ~ 7 Tage sauberes Wasser) nicht umsetzbar. Der Wasserfilter der uns zugeschickt wurde ist leider Gottes, so wie alles was wir von MSR dabei haben, hochtechnologischer Schrott. Die Keramikkartusche hat genau 750ml dreckiges Wasser gefiltert, bevor sie gereinigt werden müsste – das Wasser ist gut dreckig gewesen, aber wozu ist ein Wasserfilter denn bitte da? Ich reinige mein Wasser doch nicht wenn es sauber und klar ist, sondern wenn es dreckig ist.</p>
<p>Eigentlich könnte man die Kartusche leicht reinigen, aber dafür muss man den ganzen Filter auseinander nehmen (was wegen dem Unterdruck der beim Pumpen entsteht unmittelbar nach dem Pumpen nicht so einfach ist) und dann ist es auch zu Zeitaufwendig wenn der Wasserumsatz in Zehn-Liter Einheiten rechnet.</p>
<figure id="attachment_1389" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1389" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1389" title="IMG_5310" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5310.jpg" alt="" width="800" height="921" /><figcaption id="figcaption_attachment_1389">Mittagspause</figcaption></figure>
<p>Wir sind dann Abends noch etwas weitergefahren, aber die Erschöpfung von erst 230km und dann 170km steckte noch in uns und so haben wir an dem ersten „richtigen“ Tag Wüste schlappe 80km gemacht. Hat gereicht um uns zu eine Cafeteria in der Mitte von nirgendwo zu bringen, wo es das Abendessen dank Ramadan kostenlos gab! Wir sind dann auch zu der Entscheidung gekommen unseren Biorythmus wegen der Hitze auf semi-nachtaktiv zu verschieben.</p>
<p>Sechs Stunden später sind wir wieder aufgestanden, ein Uhr Nachts, auf die Räder gestiegen und haben die Etappe nach Abu Huab angegriffen. Wir sind bis vier Uhr dreißig durchgefahren, bis uns die Müdigkeit dann endgültig zerlegt hat. Eine halbe Stunde Powernap und Frühstück und weiter gings.</p>
<p>Die Idee hat insgesamt sehr gut geklappt, wir waren dann um zehn, noch vor der schlimmsten Hitze, in Abu Hamad und auf der Suche nach einem Platz um den Tag und die Hitze zu verbringen.</p>
<p>Allerdings hatte es auch einen entscheidenden Nachteil: Nachdem Wüsten als solche eh schon ö.de sind ist das Nachts noch mal verstärkt. Der Sternenhimmel ist unbezahlbar, tausende und abertausende Sterne und im Vollmond kann man wie im Tageslicht fahren, aber das bisschen was hier an Farbvarietät herrscht geht in der Nacht verloren und die Wüste ist nur noch flach, sandig in grau Tönen, nichtmal mehr farbig. Wie gesagt: Ö.de.</p>
<p>Wir sind wieder in diesen kontemplativ-meditativen Fahrradrythmus gefallen. Man fährt und fährt einfach, immer ein Fuß vor den Andern, man denkt und denkt und vergisst in der gleichen Minute, worüber man eigentlich gedacht hat. In meinem Fall ist das – wenn ich mich dran erinnere – wie angenehm jetzt eigentlich eine kühle Bananenmilch wäre <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Ich habe mich an dem Tag auch endlich durchgerungen beim Radfahren zu lesen. Ich habe die Idee zugegebener Maßen von anderen Radlern geklaut, die bei der Durchradelung der Steppen von Turkmenistan und Co. Wohl ein Buch nach dem Anderen umgesetzt haben, aber es ist Klasse. Vorne irgendwie an den Lenker klemmen und schon sind die ganzen wüsten, ewig gleichen, nicht vergehenden Kilometer ausgeblendet und man versinkt in meinem Fall in das düstere Leben als Jugendlicher in den schottischen Highlands.</p>
<p>Mit der Ankunft in Abu Hamad haben wir gleich zu Beginn einen unglaublich freundlichen Ladenbesitzer getroffen, Familie in Deutschland und gute Englischkenntnisse, der uns auch Internet über seinen UMTS Stick angeboten hat und einen Rabatt von drei Pfund (immerhin einer von insgesamt fünf Dollar) auf den Einkauf gegeben hat. Später würde er noch unsere Rettung sein.</p>
<p>Wir sind dann zwei Mal rauf und runter durch den Ort gefahren, erst auf der Suche nach Marmelade in Plastikgläsern, dann nach einem Platz zu schlafen – in beiden Fällen erfolglos.</p>
<p>Am Ende waren wir so „verzweifelt“, dass wir wieder zu unserem ersten und einzigen Freund in der Stadt zurückgefahren sind und ihn gefragt haben, ob wir nicht unsere Matten in seinem Lagerraum ausrollen könnten? Selbstverständlich ging das nicht.</p>
<figure id="attachment_1393" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1393" style="width: 329px"><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5348.jpg"><img class="size-large wp-image-1393" title="IMG_5348" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5348-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a><figcaption id="figcaption_attachment_1393">Hobbygoldsucher und findet auch mal 3 Kilogramm schwere Klumpen</figcaption></figure>
<p>Wir mussten zu ihm nach Hause, haben ein Bett und Wasser und Datteln und Feigen bekommen und durften erst mal schlafen. Und da sitze ich jetzt gerade, schreibe diesen Text und gegenüber sitzt Fabian mit einem seiner Brüder auf dem anderen Bett und schaut sich Fotos vom Sudan an. Die Gastfreundschaft kann hier echt überwältigend sein – wir hatten damit gerechnet einen Platz für die Matten zu kriegen. Wir hatten nicht damit gerechnet ein Bett in seinem Haus und all das drum rum zu bekommen. Wahnsinn.</p>
<p>Gerade sind wir auch von der Gesamtsituation ziemlich überwältigt: Die Hitze ist schier mörderisch, vor uns liegt eine 370km Wüsten-Pisten Etappe auf der kein Mensch lebt und wir keine Ahnung haben, wie wir uns mit Wasser versorgen sollen und irgendwie zieht es uns in dieses große ungewisse Abenteuer und irgendwie will man auch einfach nur kalt Duschen und dass diese Hitze endlich weggeht. Es sind jetzt noch hmm&#8230; Sieben Stunden, bevor wir offiziell weiter fahren. Wieder mitten in der Nacht.</p>
<p>Irgendwie kann das alles nicht mehr gesund sein, was wir hier machen. Den Schlafrythmus so zwanghaft verschrieben, diese abartige Hitze und dann zwischen dem allen Fahrrad fahren ohne zu wissen ob, oder woher man Wasser kriegt.</p>
<p>Najo&#8230; wenn ihr diesen Artikel lest sind wir lebend durchgekommen <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Cheers,</p>
<p>T</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/100_1036.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1383" title="100_1036" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/100_1036-494x370.jpg" alt="" width="494" height="370" /></a></p>
<p>Most Cyclists have epic stories on their longest legs. We don’t. While most will have had some visa expiring, fleeing from persecution or needed to catch a ferry, our reason was comparatively petty: We did it because we could.</p>
<p>When we left Khartoum we had close-perfect conditions. Straight back wind from west, the road was flat, the temperatures alright at the high-end. By lunch break time we had already cycled some 140km and decided to go on for another 90 afterwards so we could sleep at the feet of the pyramid field of Meroe. That’s exactly what we did and so, 231,67km later, we pushed our bicycles fairly exhausted up the dunes to the pyramids in the remaining sunlight.</p>
<p>The ticket office had of course been closed and even if it had been open there would have probably not have been everybody else around. We were absolutely alone on a field of two dozen pyramids in the setting sun. We wondered around those old monuments, listened to the howling wind, watched the curling soft sand and ran our fingers down thousands of years old hieroglyphs. It’s a magical place, more than just “old stones”, you can literally feel an air of ancientness, perhaps infinity. It’s impressing, striking, stunning. And most of all it’s a great privilege to explore those old ruins all alone with nobody else around in the dark. They are grey silhouettes against a starlit sky and still the sand whirls over the soft dunes and everything is just as you would imagine it. Mystic at a least.</p>
<figure id="attachment_1387" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1387" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1387" title="IMG_5256" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5256.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1387">We wanted to sleep up there at the feet of the pyramids, amongst those hieroglyphs and their dung beetle and gecko inhabitants but somebody must have spotted our lights in the dark and when I was digging for my mat a man with the obligatory gun came up to us and told us to “sit down!” – meaning come down from that dune. It took us some time to figure out why he wanted us to sit down but eventually we obeyed to his will and weapon and slightly frustrated but still in high moods about that early-evening experience left the dune on which the pyramids stood. We slept at the bottom of that hill instead.</figcaption></figure>
<p>The next day we had to pay the price for our new record. It was exhausting from the beginning even though the back wind had changed from wind to storm in the morning. It was grey, dusty drizzly and hot and in the afternoon the road changed direction and our tail wind turned to be side wind, then head wind. We still cycled a 170km but it was tough. Also we were stopped several times by police officers and always had to answer the same annoyingly same questions you will have to answer to anybody you meet. “Where are you go? Where from? Where are you go? (again)”. What makes the police men worse is that they have the power to stop you and use this power without any restraints. Then in the end they will pro forma check your passport without actually knowing what to do with it. In one instance they just wrote our numbers and names on the back of a torn piece of paper, in the other instance we had to fill out the forms ourselves because they didn’t know how to handle our passports. The forms were in Arabic.</p>
<p>Fabian and I had a small fight because of our different attitudes and approaches to this “problem”. I just try to rush through road blocks as fast as possible and hope the police men don’t react fast enough to stop me in time, works quite fine most of the time. Fabian has more respect for the country’s laws and mechanics and usually just rolls through, thus basically inviting them to stop him (also the cause of our argument).</p>
<p>We reached Atbara after an infuriatingly long and senseless stop at a police post and left Atbara soon after again. We cycled some further forty kilometers and ended up somewhere north of Berber when it started to grow dark. The road had changed from tarmac to sand in Berber just as expected and because of the proximity to the Nile the area was so densely settled there was no free space to unroll our mats in sight. We were invited for fast breaking again and this time even had two English speaking men within the group which helped us with two major insights: For one we solved the riddle of how people eat so little after sunset. There are three meals in the night, the first middle sized one after sunset to attack the main hunger. Then there is a second one after the late night prayer which assumedly is the feat we had been expecting all the time. The third one is a light breakfast.</p>
<p>The second mystery we solved, or rather had our assumption confirmed, is about where the women are when the men sit and break fast. While it is a shame for men to not sit outside, eat with friends and neighbors and invite strangers for fast break, the women and girls stay at home and prepare the second meal. Of course they will also eat but apparently they’re not allowed to be so social.</p>
<p>Then, still lacking a place to spend the night, we invited ourselves half accidentially to some people’s house along the road. We had seen three beds standing in the courtyard and for a minute assumed it was a hotel. When we realized it wasn’t it was already too late: We were invited inside, showed a place to unroll our mats and were allowed to sleep in there.</p>
<p>A short time later I awoke to heavily itching feet and legs. It took me quite some time to realize that I wasn’t attacked by an army of savage fleas, also I wasn’t imagining the itching either. It was mosquitoes! But who would expect mosquitoes in the middle of the desert?! Okay, it was only five hundred meters from the Nile but then it felt like it was the middle of the desert. When I sat up to get the mosquito repellent, still not quite perceiving my surroundings, it took five seconds for one of our hosts to come up to me and offer me food. Sudanese people are just too friendly. It took another few minutes before I could appreciate the gesture though, before I just couldn’t process it.</p>
<p>The next day brought us then finally into the “real” desert. With “real” desert I mean the place where nobody lives for miles and miles, where water is scarce and the only thing you’ll see in all that time is sand and a blazing sun.</p>
<p>The Nubian Desert is beautiful! It’s the picture book type of desert, just what you would imagine if you were told to think of a desert. Endless amounts of yellow sand, arrayed in some dunes arrayed in stunning wind patterns. You will have strange rock formations, and endless sky, burning heat and above all: the sun. It’s as beautiful as it is deadly, especially to cyclists.</p>
<p>In a mixture of exhaustion of the two previous days and heat we started our “lunch” break at 11 a.m. already and extended it for six hours, only continuing for another twenty kilometers up to a cafeteria afterwards and thus finishing our glorious streak of too long legs with an epic 70 kilometers.</p>
<figure id="attachment_1390" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1390" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1390" title="IMG_5312" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5312.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1390">Busshaltestellengrafitti scheint es ueberall zu geben!</figcaption></figure>
<p>During our break we were just lying flat in the shade, trying to move as little as possible and gasping for every cool breeze (which was a rare gift in itself). Fabian estimated the outside-of-the-shade temperature at 80°C – whether or not that’s correct: In the shade we had at least 50°C. A.W.F.U.L.ly hot!</p>
<p>The first day in the desert and we decided that getting up at five in the morning simply wasn’t enough. We would change our bio-rhythm to a semi night active mode, starting cycling at midnight and ending in the late morning. Sleeping from lunch to midnight or so the plan.</p>
<p>We got our free dinner at that cafeteria (Ramadan – Hell Yeah!) and went straight to bed afterwards. We got up again at one and set off cycling. Our plan worked well and we reached Abu Hamad at eleven that day.</p>
<p>It had a downside though: Cycling in the desert is least said contemplative. You could also call it boring as hell if you want. The stretches are endless, nothing changes, the only thing you can and will focus on is the mile stones at the road side and that makes everything worse. Now while cycling deserts at day time might be beautiful but in the long term boring at least you’ve got a certain extent of color. If you cycle at night everything comes down to grayscales. You will have an amazing star filled sky if the moon goes down but you will see even less and that will go on for hours and hours. Nothing changing, time crawling, seemingly not getting nowhere. It’s the first time I got bored while cycling.</p>
<p>Actually I got so bored I finally got around to trying that reading-while-cycling thing. It works perfect. You adjust your book somehow to your handlebar and then you’ll just read page after page while you roll through the desert. That’s double the pleasure because for one it takes your mind off the heat and monotony and for the other it takes me in that specific case to the Scottish Highlands. Cool Scottish Highlands!</p>
<p>So we reached Abu Hamad, it took us some time to find a place to stay but eventually we invited ourselves again. On reaching the town we had met a shop owner who spoke decent English and had family in Germany and made good pals with him. We went back to his shop when we didn’t find a comfortable place to pick up some sleep and asked him whether we could unroll our mats in his dispensary. Of course we couldn’t but he dragged us straight to his house where we got beds, drink, food and a ventilator on the ceiling. More we had ever asked for and hoped. Once again: The Sudanese hospitality and friendliness is plain amazing.</p>
<p>We had a really bad conscience of coming here, eating his food, using his power and so on and so on. But right now while I am writing this the shop owner (he closed the shop for the afternoon) is showing Fabian pictures of his favorite hobby. Searching for gold in the desert.</p>
<p>And this hobby works perfectly well! Apparently he found 3kg of gold recently, owns two Mitsubishis and three Toyotas and so on and so on. Well: Goodbye bad conscience. But we’re having a great time here and tonight we’ll give our second nocturnal cycling session a try.</p>
<p>This time it’s into the real real desert. That part of the desert where there’s no settlement on maps or GPS for 370km, where the next water source is 170km, where there is no road – only several dusty tracks in the ground. We’re looking forward to this with a mixture of expectation, fear, excitement and well… that “*sigh* here we go again”-feeling. It’s perhaps stupid to try it but others have managed before and so will we.</p>
<p>We will most likely will have to hitch a ride for the last kilometers because otherwise we’re not going to make it in time for Wadi Halfa but we’ll see how far we’ll get up till then. If you read this report we did make it <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So long,</p>
<p>Tim</p>
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		<title>Gonder &#8211; Khartoum</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 18:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5095-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5095" title="IMG_5095" />Die letzten Tage Äthiopien Gonder haben wir – man glaube es oder nicht – früh verlassen! So früh, dass wir auf die Öffnung des Restaurants für unser Henkersinjera warten mussten. Dann noch einen Stapel Fladenbrote gekauft und auf die Piste. &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1343">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5095-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5095" title="IMG_5095" /><p></p><br /><p style="text-align: center;"><strong>Die letzten Tage Äthiopien</strong></p>
<p>Gonder haben wir – man glaube es oder nicht – früh verlassen! So früh, dass wir auf die Öffnung des Restaurants für unser Henkersinjera warten mussten. Dann noch einen Stapel Fladenbrote gekauft und auf die Piste.</p>
<p>Als wir losgefahren sind, habe ich zu Fabian gesagt, dass es doch sein Gutes hat, dass uns Äthiopien mit einem Arschtritt verabschiedet. So fällt uns der Abschied aus dem vermeindlichen Paradies nicht so schwer. Weit gefehlt.</p>
<figure id="attachment_1350" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1350" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1350" title="IMG_4818" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4818.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1350">in den Sudan</figcaption></figure>
<p>Die Kinder am Weg waren so ziemlich die süßtesten und nettesten Kreaturen, die uns auf den Fahrrädern begegnet sind! Es wurde immer noch „YouYou!“ geschriehen, aber auf eine ganz andere Weise. Da war keine Aggression mehr in den Stimmen, sondern nur noch schiere Begeisterung und Freude. Überall standen die Kinder am Straßenrand, haben gewinkt und gejubelt und sind mitgerannt aber ohne die bedrohliche Art, ohne „Money“ Rufe, ohne Steine.</p>
<p>Also, doch kein Arschtritt von Äthiopien. Und es kam noch besser: Nach etwa hundert Kilometern sind wir dann am Rand des äthiopischen Hochlands angekommen. So wie ich es von den Gebirgen kenne, wo ich war (wieviele sind das eigentlich&#8230;? Zwei? Drei? Gut, mit denen hier in Afrika einige mehr) hören die Berge zwar mehr oder weniger abrupt auf, die Ausblicke sind fantastisch aber nichts von alledem hat mich im entferntesten auf die Abfahrt von Äthiopien runter vorbereitet.</p>
<figure id="attachment_1351" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1351" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1351" title="IMG_4830" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4830.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1351"> </figcaption></figure>
<p>Hier hören die Berge nicht einfach nur auf, sondern es gibt quasi eine Klippe die mehr oder weniger senkrecht tausend Meter runter führt. Felssäulen und -Türme stehen aus den Klippen, unter einem sammeln sich Wolken in einem Tal, irgendwo stürzt ein Wasserfall hunderte Meter in die Tiefe und während man die ersten Meter Abfahrt in Angriff nimmt fährt man durch einen Schwarm dutzender kreischender Krähen. Da geht die Welt wirklich runter.</p>
<p>Wieder mal hat es uns schlichtweg die Sprache verschlagen. Ich bin erst langsam, genüßlich die Serpentinen runter gerollt und habe die ganze Zeit nur zu mir selbst, laut „Alter. Alter. Solche Landschaften gibt es nicht“ gesagt. Immer und immer wieder.</p>
<p>Irgendwann habe ich die Bremsen dann losgelassen und die Abfahrt als solche genossen. Fabian habe ich zwar keine Selbstgespräche führen gehört, aber die Tatsache, dass ich unten eine Stunde auf ihn gewartet habe, die er wohl mit fotografieren verbracht hat spricht Bände.</p>
<p>Ich schätze die Fotos müssen auch für sich sprechen. Man rechne den Effekt wieder mit dem Faktor unendlich hoch und bekommt dann ein „unendliches“ Maß an Ehrfurcht vor der Natur und diesem Gebirge.</p>
<figure id="attachment_1352" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1352" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1352" title="IMG_4857" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4857.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1352"> </figcaption></figure>
<p>Eine der Vorstellungen, die im Zusammenhang mit der Abfahrt nicht erfüllt wurden ist, dass es runter geht und dann flach und Wüste ist. Es war grün, wir sind in das stärkste Gewitter der Tour gekommen und es ging nochmal 50km auf und ab. Nach 169,7km hatten wir dann nicht nur einen Ort erreicht, der tatsächlich ein Hotel hatte, sondern auch einen neuen Etappenrekord hingelegt (gegenüber den 160km aus Burundi).Fabian hält jetzt außerdem den neuen Geschwindigkeitsrekord von 72,98km/h und hat meine 70,3km/h aus Südafrika endlich abgelöst. Allerdings ist das ohne hin unfair, weil ich garkeinen Tacho mehr habe um Konkurrenz zu bieten :O.</p>
<p>Der Ort an dem wir die Nacht verbracht haben war nicht Metema, die Grenzstadt, und wir sind nur nicht durchgefahren, weil das Hotel so schön und günstig wäre *hust*.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Und dann in den Sudan</strong></p>
<p>Am nächsten Tag: Metema und dann Sudan. Metema ist der Inbegriff einer afrikanischen Grenzstadt. Noch dreckiger, noch chaotischer, noch zwielichtiger, vor allem aber matschiger. Irgendwie haben wir es aber durch alle Büros (v.a. drei sudanesische an denen wir ohne unseren selbsternannten Führer vorbeigerannt wären) durch geschafft und rausgefunden, dass man die sudanesische Registrierung nur in Khartoum machen kann.</p>
<p>Im Sudan muss sich jeder Ausländer, der das Land betritt, in einem Security Registry Office registrieren. Man rennt durch vier verschiedene Büros, besucht jedes im Schnitt zwei Mal, kriegt überall Stempel und Unterschriften, produziert einen vierfachen Satz Akten, einen digital, dann wird alles abgeheftet man kriegt einen Stempel in den Pass und das war’s. Diese Prozedur muss man innerhalb von drei Tagen durchziehen und niemand weiß, wo man diese Security Registry Offices eigentlich findet. Auf jeden Fall nicht in Geddarif.</p>
<p>Wir haben dann einen Bus von Gallabat (Sudanesische Seite von Metema) nach Geddarif genommen um dort am nächsten Tag das Security Office zu suchen. Der Lonely Planet Guide (er nützt doch was!) behauptet nämlich es gibt in Geddarif doch eins. Wenn es dann in Geddarif doch keins gäbe könnten wir den Bus nach Khartoum nehmen und uns da registrieren lassen.</p>
<p>Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Es gibt ein Alien Office in Geddarif und die Prozedur ist relativ effizient und schmerzlos von statten gegangen. Hat nur zwei Stunden und drei Verhöre lang gedauert.</p>
<figure id="attachment_1366" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1366" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1366" title="IMG_5132" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5132.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1366">Nudeln kochen. Wenn die Sonne den Boden kuesst Aldente!</figcaption></figure>
<p style="text-align: center;"><strong>Ramadan</strong></p>
<p>Viel interessanter als das nervige rumgeärger mit der Bürokratie ist der Sudan selbst &#8230; und Ramadan, der zwei Tage vor unserer Ankunft begonnen hat. Für alle die im Religions Unterricht nicht aufgepasst haben: Ramadan ist der heilige muslimische Fastenmonat. Sudan ist alles was man erwarten würde und gleichzeitig völlig anders. Ein wahres Überraschungsland.</p>
<p>Mit der Ankunft in Geddarif war die erste Feststellung, dass alle Cafés geschlossen hatten. Halb so wild. Cola kriegt man in Läden und Essen hatten wir noch. Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang sind wir wieder raus gegangen, Abendessen suchen und haben festgestellt, dass die ganze Stadt verlassen ist. Das einzige Leben: Ein Busch der vom Wind getrieben über die Straße rollt. Wie in einem Western&#8230;</p>
<p>Wir sind dann weiter über den Markt gelaufen und haben irgendwann dann wieder Menschen gefunden. Überall wurden Garküchen aufgestellt, Matten ausgerollt und eine Erwartungsstimmung wie an Weihnachten lag in der Luft. Niemand hat sich bewegt, alle saßen nur da auf ihren Matten und haben auf den Sonnenuntergang gewartet. Eine halbe Stunde später war die Sonne dann untergegangen, ein in unserer Wahrnehmung guturaler Freudenschrei, wobei das mit ziemlicher Sicherheit eine Fehlinterpretation ist, tönte von den Minaretten und überall wurde angefangen zu Essen. Wieder haben wir uns an Weihnachten erinnert gefühlt, so eine Freude und Erwartung.</p>
<p>Außerdem stimmen die Gerüchte: Man wird überall eingeladen. Wir sind keine zehn Meter weit gekommen bevor wir mit einer kleinen Runde Sudanesen auf Matten saßen, Ful gegessen haben und Orangen Limonade/Milch getrunken haben. Das die kein Wort Englisch sprachen und wir sowieso kein Arabisch war da nicht weiter schlimm.</p>
<p>Die letzte Entdeckung des Tages: Die Sudanesen (ich weiß nicht wie es mit dem Rest der arabischen Welt ist, aber wahrscheinlich genauso) fasten den ganzen Tag und dann, wenn sie endlich essen dürfen wird ein Viertel Fladenbrot gegessen, drei Happen Ful und eine Orangenlimonade getrunken und danach gebetet und das Essen beendet.</p>
<p>Bis jetzt kann ich nicht verstehen, wie man den ganzen Tag fasten kann und dann so wenig isst. Wir sind dann nach der Einladung weitergezogen und haben an anderen Restaurants weitergegessen, bis wir endlich satt waren.</p>
<p>Zum Vergleich: Hier wird (Ful und Limo aufgerechnet) etwa ein Fladenbrot zu Abend gegessen. Wir haben während der folgenden Tage um die sechs Fladenbrote (Belag aufgerechnet) gegessen, an vier Mahlzeiten am Tag.</p>
<figure id="attachment_1358" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1358" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1358" title="IMG_5069" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5069.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1358">Wind von Schraeg-Seitlich-Vorne</figcaption></figure>
<p style="text-align: center;"><strong>In die Sahel</strong></p>
<p>Die Registrierung war also abgeschlossen, die ersten Essenseinladungen angenommen und genossen und am nächsten Tag sind wir dann voller Hoffnung auf Rückenwind wieder auf die Straße. Rückenwind war nicht so weit her. Die Route führte nach Nord-West-West und der Wind kam aus West. Das hatten wir befürchtet, aber die zwei Briten die wir in Azezo getroffen hatten, haben uns die Hoffnung auf Rückenwind gegeben.</p>
<p>An den folgenden Tagen hat sich der Sudan dann wirklich „entfaltet“. Man fährt durch die Sahelzone, weit und breit nur Staub, Dürre, verrotende Kühe, Schafe und Autoreifen und Hitze. Die Sonne brennt erbarmungslos, wenn man Glück hat zeigt sich mal ein Dornbusch als Abwechslung und damit sind wohl sämtliche Klischees bedient.</p>
<p>Das ganze funktioniert aber auch in die andere Richtung. Die Landschaft hatte noch ein anderes markantes Merkmal: Hochspannungsleitungen wie wir sie aus Deutschland kennen, industrielle Traktoren für Felder auf denen nichts wächst, gigantische Luxus Cruise Reise Busse die mit vielzuschnell die perfekt asphaltierte Straße entlang brettern. Alle paarzig Kilometer gibt es Rastplätze mit kühlem Wasser und gekühlten Softdrinks.</p>
<p>Dann fährt man an Dörfern vorbei, Lehm- oder Strohhütten gegen den permanenten Wind gedrückt in mitten eines kleinen Staubsturms. Das ganze Leben scheint sich vor der Hitze zu verstecken.</p>
<p>Auf der Karte sieht man dann die gelben Punkte, größere Dörfer und würde genau damit rechnen, aber wieder weit gefehlt: An den Ausläufern der Orte reihen sich Obststände mit Datteln, Mangos, Orangen, Äpfeln, Bananen usw., dann fährt man an einem Hochhaus mit Glasfassade vorbei, Nagelneu mit Polizeicheckpoint und es stellt sich raus, dass es sich um eine Fachklinik für Herzkrankheiten und Chirurgie handelt!</p>
<p>Und dann verlässt man den Ort wieder auf der gleichen Straße, fährt an einem Kuhkadaver vorbei und ist in der Sahel&#8230;</p>
<figure id="attachment_1361" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1361" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1361" title="IMG_5097" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5097.jpg" alt="" width="800" height="295" /><figcaption id="figcaption_attachment_1361"> </figcaption></figure>
<p style="text-align: center;"><strong>Und nach Khartoum&#8230;</strong></p>
<p>Man fährt nochmal 300 öde, Gegenwind und „windshock“ (der Effekt der Eintritt, wenn ein Truck an einem vorbeifährt und einem entweder mit seiner Luftverdrängung „ins Gesicht schlägt“ oder durch seinen Windschatten einen Sog entsteht durch den man gewisser Maßen in den Truck gerissen wird) geprägte Kilometer, vorbei an nochmehr toten Kühen. Man fragt sich wo all die Kanäle sind die auf der Karte eingezeichnet sind und kommt dann in ein Industriegebiet.</p>
<p>Das Industriegebiet hört nicht mehr auf, wird zu Luxus-Villen Vierteln die gerade aus dem Boden gestampft werden. Auf gigantischen Plakatwänden sieht man Yuppies Tennis spielen und neben dran der Slogan „It’s not how big you are. It’s how big you play!“, der dazu animieren soll sich so eine Villa zu kaufen.</p>
<p>Man fährt noch zehn Kilometer, kommt zu der Entscheidung, dass der Ort nicht mehr aufhört und wohl Khartoum sein muss. Ich hatte mir Khartoum ehrlich gesagt wie ein größeres Lehmhüttenagglomerat mit vielen Bürokratieinstanzen vorgestellt. Tatsächlich ist es eine lebendige, gigantische, florierende Großstadt mit Glasfassaden, teuer aussehenden Restaurants, Ampeln mit Fußgängeranimationen und Countdowns für die Grünphasen. Ich habe weit und breit nichts von Flüchtlingen gesehen, auch wenn sich 17000 ja kaum so gut verstecken können, oder?</p>
<p>Und jetzt gerade hängen wir am Nilufer, genießen das erste frei verfügbare Wlan seit Südafrika, kaufen in Supermärkten mit dem gleichen Warenangebot wie in Europa und entspannen einen, oder vielleicht zwei Tage. Hängt davon ab, ob wir uns hier bei 40°C aufraffen können heute noch zur Bank zu gehen und Geld zu miserablen Raten zu wechseln. Was die Supermärkte angeht: Ehrlich gesagt gehen wir nur rein um uns das Warenangebot anzuschauen. Wir sind ja auf „low budget“ und können uns leider keine Cornflakespackung für vier Euro leisten. Danach gehen wir raus, kaufen in einer Bäckerei zwanzig Fladenbrote für einen Dollar und essen die mit Aprikosenmarmelade (ein bisschen Luxus muss sein!) am Nil. Heimlich – es ist ja Ramadan.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Regenzeit</strong></p>
<p>Sudan hat noch eine ganz andere Überraschung bereit gehalten: Die Regenzeit. Auf der Strecke zwischen Geddarif und Khartoum mussten wir in zwei der übelsten Unwetter übernachten, die ich je gesehen habe. Leider kann ich da keine handfesten Daten abgeben, dafür fehlt uns die mobile Wetterstation. Aber ich finde dass die Tatsache allein, dass wir von allen Orten in der Sahelzone im Sudan dazu gezwungen wurden direkt neben der Straße, also zehn Zentimeter vom Ende des Asphalts und es gibt keinen Seitenstreifen, zu campen, weil um uns rum das Land im Wasser versinkt, bezeichnend ist.</p>
<figure id="attachment_1359" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1359" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1359" title="IMG_5089" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5089.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1359">Starkregen im Scheinwerferlich eines entgegenkommenden Trucks</figcaption></figure>
<p>Der schlimmste Sturm war in der dritten Nacht. Wir hatten uns in eine Bushaltestelle gelegt um ein bisschen Wind- und Sichtschutz zu haben (nach der ersten Nacht sind wir dazu übergegangen immer direkt an der Straße zu schlafen. Das hat den Vorteil, dass man die Räder nicht durch etwaige Dornenfelder schieben muss um dann sowieso nicht besser versteckt zu sein. Das Land bietet im zwanzig Kilometer Radius keinen Sichtschutz). Ich weiß nicht wie lange nachdem ich eingeschlafen bin, aber lange kann es nicht gewesen sein, hat mich Fabian geweckt. Das ist in sich erstaunlich, weil Fabian eigentlich der von uns beiden ist der den gesegneten Schlaf hat und von nichts und niemandem geweckt wird. Jedenfalls hat mich Fabian geweckt und festgestellt, dass „der Sturm gleich losgeht“. Das war so auch nicht ganz falsch, der Sturm war aber auch zu guten Teilen schon da. Der Wind war so heftig, dass das Zelt als wir es endlich im Nachbarverschlag aufgebaut hatten einfach flach gedrückt wurde. Wir haben die Stangen wieder gelöst und uns im Windschatten der Säulen verkrochen. Der Wind wurde noch heftiger, Sand kam dazu. Der Sand ist überall hingekrochen, in die Augen, Mund wenn man geredet hat, Kleidung, Räder, Ketten, am schlimmsten: in die Haare. Irgendwann hat der Sandsturm abgeebbt, es gab eine kurze Pause und dann ging das eigentliche Gewitter los.</p>
<figure id="attachment_1363" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1363" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1363" title="IMG_5123" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5123.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1363">unser Kneul Ausruestung. Zelt, Taschen, Raeder auf dem Grund des gefluteten Gebaeudes. Ob ich das Bild vor Kaelte so verwackelt habe oder ob ein naher Blitzeinschlag die Erde zum Beben gebracht hat weiss ich nicht mehr.</figcaption></figure>
<p>Witziger Weise ist in dieser kurzen Pause ein Sudanese zu uns gekommen und hat angefangen den üblichen Smalltalk zu reden. Die einzige Bemerkung über den Sturm, vor dem wir uns bibbernd an die Säulen gepresst haben war: „Sudanese like the rain“. Ohja, glaub ich.</p>
<p>Der Tag danach hatte noch eine andere kleine Anekdote: Bei der allabendlichen Ramadaneinladung gab es diesmal eine größere Bandbreite Speisen und wir haben versucht Namen zu lernen. Allerdings war die Kommunikation wieder nicht so einfach. Der Dialog sah dan ungefähr folgender Maßen aus:</p>
<p><em>„What is this?“</em></p>
<p><em>„It’s food for Sudanese!“</em></p>
<p><em>„And what’s its name? In Arabic?“</em></p>
<p><em>“Food for Sudanese!”</em></p>
<p><em>“… &#8211; Okay. What is this? – In A-R-A-B-I-C?”</em></p>
<p><em>“… uhmm… Food for Sudanese?!”</em></p>
<p><em>“…”</em></p>
<p><em>“You like food for Sudanese?” *broad smile*</em></p>
<p>Die Menschen hier sind die meiste Zeit echt super und wir genießen es insgesamt sehr. Hitze und Wind machen uns bisweilen etwas zu schaffen, aber damit kann man gut leben. Die Tage geht es dann weiter nach Wadi Halfa wo wir Mittwoch in einer Woche sein müssen um die Fähre nach Ägypten zu nehmen. Dann sind es nochmal 1600 staubige Kilometer durch die Wüste um das Niltal zu umgehen.</p>
<p>Eine kleine Anmerkung noch zu dem Verkehr hier im Sudan: Er ist so schlimm, wie wir uns immer das Niltal vorgestellt hatten. Also so ziemlich das schlimmste, was man sich vorstellen kann. Wenn das Niltal dann NOCH schlimmer ist&#8230; können wir wirklich nur durch die Wüste fahren.</p>
<p>Grüßle,</p>
<p>T. der immer noch Äthiopien liebt aber jetzt auch arabisches Gebäck.</p>
<figure id="attachment_1356" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1356" style="width: 494px"><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5042.jpg"><img class="size-large wp-image-1356" title="IMG_5042" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5042-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a><figcaption id="figcaption_attachment_1356">wie muessen wohl noch ueben?! (Siehe letztes Bild im Artikel!)</figcaption></figure>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5046.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1357" title="IMG_5046" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5046-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a>Last 200km of Paradise</strong></p>
<p>When we left Gonder I said to Fabian it’s a good thing we get kicked out by Ethiopia with stones thrown at us. That makes it much easier to depart from that wonderful country. That too turned, once again, out to be wrong. The last two hundred kilometers in Ethiopia proved to be the nicest, most beautiful with the most charming children in all of Ethiopia. Instead of a kick in the arse we got a pleasantly roaring crowd of children yelling “Faranji!” whooping and laughing after us. There are many different ways to say “you” or “faranji” and the way those children did was just great. They were full of innocence and joy about seeing two young crazy guys on bicycles rushing through their village. Nobody asked for money on those last two hundred kilometers ever, not a single stone thrown at us. Only a few nice encounters with low-land Ethiopians. Who would have expected that?</p>
<figure id="attachment_1354" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1354" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1354" title="IMG_4932" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4932.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1354"> </figcaption></figure>
<p>But it got worse – or better for that matter. The scenery was stunning, breathtaking, crushing you to the ground in awe and leaving you in prostration and lost in reverie. The Ethiopian Highland ends with a cliff. Or several cliffs, there are gigantic rock pillars standing out of the main Ethiopian Highland and you wind down the serpentines telling yourself “this can’t be possible. Such landscapes don’t really exist!” It is by far the most impressive scenery we have seen so far.</p>
<p>It made leaving Ethiopia a tough one after all and it gave us two new records: The new longest leg of the tour being 169.7km and the new highest speed of 72.98km/h by Fabian (although that’s quite unfair since lacking a speed meter I’m out of competition now :O)</p>
<p>We had a last mercy-Injera in a restaurant which didn’t seem used to Faranji wanting Injera. We decided that probably all the cyclists who come there and don’t know about gorgeous Injera (what a waste!) order pasta because it’s offered. The following conversation gave us the reasons to assume this:</p>
<p><em>“Hey. Do you have dinner?” &#8211; “Pasta or Injera? Pasta!”</em></p>
<p><em> “Uhm… or Injera. Pleeease?”  &#8211; “Pasta?!”</em></p>
<p><em> “Injera!” &#8211; “Oh uhm.. okay. Tibs?” – “Sounds good”</em></p>
<p>And the next morning:</p>
<p><em>“Hey. Possible to get breakfeast already?”</em></p>
<p><em>“Uhm.. *yawn* Yes. Pasta?”</em></p>
<figure id="attachment_1353" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1353" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1353" title="IMG_4881" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4881.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1353">Radfahrer (Alp)Traeume ... greift die Bremse?</figcaption></figure>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8230; and being kicked into Hell (temperature only)</strong></p>
<p>The next day then brought us to and through the border town of Metema. It’s pretty much exactly what you would imagine that border town like, muddy, dodgy, stinky, chaotic and not a place where anybody would like to spend his time. We had a self-declared guide once again who indeed proved to be quite useful. Without him we would never have found our way through all the Sudanese offices, all of them titled in Arabic and some of them hidden.</p>
<p>In Sudan you have to register at the “Alien Registration Office”, now called “Security Registration Office” within three days of entering the country. The problem was that most border officials don’t speak English and then those that did didn’t know anything about some sort of registration. Nobody could tell us where or how to do that but in case of doubt: Go to Khartoum.</p>
<p>Within three days, using bicycles that’s easier said than done. And anyway Lonely Planet Guide (it’s found its usefulness here again) stated that it was possible to register in Geddarif after all. We decided to take a bus to Geddarif, check if there is an office there and in case not we could head to Khartoum the next day. We really didn’t want to get in conflict with Sudanese authorities.</p>
<figure id="attachment_1367" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1367" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1367" title="IMG_5153" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5153.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1367">Abens treffen sich alle um die Steckdose. Als Handys (und Laptop) aufgeladen sind wird ein Fernsehr angeschlossen.</figcaption></figure>
<p style="text-align: center;"><strong>Ramadan</strong></p>
<p>Now Sudan proved to be one huge surprise in itself again. First: The authorities are neither better nor worse than the other ones we’ve encountered. There are not more police blocks, the bureaucracy is (except for the registration) the same as everywhere and the police aren’t as heavily armed as in East Africa. And to make another long story short: There is a Security Registration Office in Geddarif, it took us two hours in ten instances in three offices to get through but we made it. And it wasn’t all that bad.</p>
<p>The first real surprise in Sudan was experiencing Ramadan. We had eaten at the border where there doesn’t seem to be any law at all and didn’t think about cafés being closed in Geddarif at first at all. We started wondering when we left our hotel at around an hour before sunset and the whole town seemed deserted.</p>
<p>It remembered me a lot of those Christmas Evenings when I was walking with my mother and sisters through the empty, quiet village. Of course it wasn’t as cold and there was no snow lying in Geddarif but the vibe of festivity and expectation was the same. You could literally feel the expectation and hunger in the air while everybody was waiting for the sun to set and finally break fast.</p>
<p>At some point then there was a yell of from what we interpreted as joy but probably was a praise to Allah from the minarettes and everybody started digging into their foods. We didn’t get much further then before we were invited to join one group of people in their meal. It also didn’t matter that they spoke close to none English and we didn’t speak Arabic at all. We had a good time, good food and gorgeous orange lemonade/milk.</p>
<p>We also realized something that startled us. Ramadan is a “real” fasting month. People don’t eat all day long but even when they are allowed to, at least in Sudan, they don’t engulf in food orgies and eat till they explode but only eat very little instead. Namely a quarter of a small pita bread and a few dips of Ful. That wasn’t enough to satisfy us (being our forth meal that day) and we had to go to other restaurants and extend our dinner when our hosts went off for praying.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Into Sahel</strong></p>
<p>The next day we set off on the five hundred kilometers to Khartoum. We were hoping for steady back wind which would give us an easy ride and we were disappointed. The wind came straight from north west west and gave us a hard time since the majority of the route was to the west. Then Sudan was at a first glance exactly what you would expect: Dusty, dry, hot, dead cow cadavers everywhere drying in the sun, flat and nothing to focus your eye on. A shrub at the horizon if you are lucky. Everything seemed to be dying here, cows, sheep, car tires, everything.</p>
<p>And then at the same instance Sudan had some major surprises ready. For instance next to the dead cows there were high-tech electric power lines running through the desert, we were riding on perfect and new tarmac sealing and were constantly passed by those luxury long distance coaches with aircon and on board toilet. Actually more buses than there could ever have been demand of transportation between Khartoum and Geddarif. You would get up to five buses in ten minutes.</p>
<p>The houses and villages we passed were built of clay, dung or perhaps straw, tiny ducked into the wind and nobody moved in those villages, everybody keeping out of the heat. And then we would reach a town, thriving with life, passing fruit stalls with some of the greatest variety of fruit and vegetable we’ve seen just to set eyes on a huge building with glass facades. And no kidding: A clinic for heart diseases and surgery! That in one random Wad somewhere a hundred fifty kilometers from Khartoum.</p>
<p>Khartoum itself was perhaps the biggest surprise of all. I had imagined it from the last description I had heard (admittedly twenty years old) to be a larger scale agglomeration of clay huts with a few dens of bureaucracy in between. It’s far from that.</p>
<figure id="attachment_1371" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1371" style="width: 329px"><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_0497.jpg"><img class="size-large wp-image-1371" title="IMG_0497" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_0497-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a><figcaption id="figcaption_attachment_1371">We trust in Allah</figcaption></figure>
<figure id="attachment_1355" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1355" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1355" title="IMG_5024" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5024.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1355">BOOOOM!</figcaption></figure>
<p style="text-align: center;"><strong>And into Khartoum</strong></p>
<p>We approached an industrial area when we were some twenty five kilometers from Khartoum and it didn’t end. It was directly succeeded by new enclosed upper class villa quarters. A huge banner at the road with a picture of a yuppie playing tennis trying to lure people into buying those houses is quoted: “It’s not how big you are. It’s how big you play!”</p>
<p>Those high society areas were then followed by glass façade skyscrapers, ten lane highways with SUVs rushing past us, streetlights with pedestrian animations and countdown for the green light. There was no sign of poverty, no bullet riddled houses, no 17.000 refugees to be seen. Just posh restaurants and apparent wealth everywhere. Somebody must be investing a hell lot of money in this country.</p>
<p>But Sudan didn’t only surprise us in infrastructure and wealth. One of the other great surprises was weather. When thinking about Sudan I had always imagined absolute and constant drought, people and animals starving alike, no rain in ten years.</p>
<p>As this might be true to a certain extent in eleven months a year we are here now in rainy season and we got caught in the worst rainstorms of Africa. I keep wanting to add new “worst” and “best” of the tour and I think I’m loosing credibility here but things are just getting more and more intense. So back to the weather.</p>
<p>The first two evenings on the road there were thunderstorms at the horizon heading directly toward us. It got pitch dark, the remaining orange of the sunset marched with darkness in a furious battle of colors and every few seconds lightning lit the dark sky. Heavy rain pounded down, drowned the country around us and everything that might have still been alive there. Perhaps the cows don’t die from dehydration but they drown.</p>
<p>It’s a good thing the road is built on a small dam because it won’t get flooded in the rainy season and provides a reliably elevated space to spend the night. Still I think it’s quite ironic that Sudan is the first of all places where we camp right next to the road and then not because we want it but because we are forced to by rain storms!</p>
<p>One night it got so bad we moved from a bus station to a larger open building of which we thought it was a mosque (it proved to be a larger bus station). We tried to pitch up our tent as protection from wind and rain but the wind was so strong it just squashed the tent flat. We decided we didn’t want to risk destroying the tent, deconstructed it again and hid in the cover of the pillars from the wind.</p>
<figure id="attachment_1362" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1362" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1362" title="IMG_5122" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5122.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1362">zusammengekauerter Tim von blitzen Illuminiert</figcaption></figure>
<p>There was a short break and then a sand storm came up, all the while lighted by flashes of light. There was sand everywhere, we pressed the eyes shut and it worked. We covered mouth and nose and it worked to a certain extent but still it felt as if there was sand just everywhere.</p>
<p>And as abruptly as it had come up the sand storm went again – succeeded by heaviest rain. The bus station was running full of water, our gear was soaking wet, it was awfully cold and then…</p>
<p>… then a Sudanese trucker came up to us. He started the usual small talk, just standing there in the rain while we were shivering in the cover, and his only comment on the rain was: “We Sudanese like the rain. It brings us fertility.” Oh well…</p>
<figure id="attachment_1364" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1364" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1364" title="IMG_5127" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5127.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1364">Schadensbegutachtung im ersten Morgengrauen. Meine Matte finde ich im Wassertank wider.</figcaption></figure>
<p>The next day brought another small anecdote: We were riding in the evening, Fabian had lost the lighter and we didn’t have food, so we were quite glad to be invited for Ramadan food. Again we couldn’t communicate much but that was alright, hands, feet and single words of English were sufficient for a beginning.</p>
<p>We started asking for the names of the specific foods in Arabic and this is what resulted:</p>
<p><em>„What is this?“</em></p>
<p><em>„It’s food for Sudanese!“</em></p>
<p><em>„And what’s its name? In Arabic?“</em></p>
<p><em>“Food for Sudanese!”</em></p>
<p><em>“… &#8211; Okay. What is this? – In A-R-A-B-I-C?”</em></p>
<p><em>“… uhmm… Food for Sudanese?!”</em></p>
<p><em>“…”</em></p>
<p><em>“You like food for Sudanese?” *broad smile*</em></p>
<p>Tomorrow we’re off to Wadi Halfa where we hopefully get the ferry without further problems and can enter Egypt, the final stage and remaining 1600km of desert.</p>
<p>So long,</p>
<p>Tim</p>
<figure id="attachment_1368" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1368" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1368" title="IMG_5159" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5159.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1368">kommen in friedlicher Absicht!</figcaption></figure>
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