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	<title>Africa by Bike &#187; Reiseberichte</title>
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	<description>Sieben Monate mit dem Fahrrad durch Afrika</description>
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		<title>Cairo</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 15:34:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nach der Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Egypt]]></category>

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		<description><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6009-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_6009" title="IMG_6009" />Short Update 10/10/2011: I have just received an Email stating that we have raised 7192€ in donations. Thank You! Bevor ich darüber schreibe, wie ich die letzten 40km der Tour wahrgenommen habe möchte ich mich entschuldigen. Es ist sehr viel &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1491">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6009-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_6009" title="IMG_6009" /><p></p><br /><p><strong><em>Short Update 10/10/2011: I have just received an Email stating that we have raised 7192€ in donations. Thank You!</em></strong></p>
<p>Bevor ich darüber schreibe, wie ich die letzten 40km der Tour wahrgenommen habe möchte ich mich entschuldigen. Es ist sehr viel Zeit vergangen seit den letzten Berichten und wir sind beide schon lange wieder in Europa. Am 10.09. sind wir in Brüssel gelandet und seitdem voll und ganz damit beschäftigt gewesen uns im alten Leben wieder einzufinden. Reiseberichte schreiben ist da bei mir sehr weit auf der Prioritätenliste nach unten gerutscht, aber wie auch die Radtour abgeschlossen werden musste muss auch der Blog abgeschlossen werden und hier ist er jetzt also, der letzte offizielle Reisebericht.</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6015.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1564" title="IMG_6015" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6015-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a>Kairo. Abgesehen davon, dass es mir immernoch schwer fällt es mit „K“ zu schreiben ist erst mal ein sehr kurzes Wort. Dann bezeichnet es mit nur fünf Buchstaben eine Stadt mit dutzenden Millionen Einwohnern im nördlichen Ägypten – so viel ich weiß Afrikas größte Stadt. Wer weiß, was Kairo alles für Bedeutung hatte und hat, für uns war es zuerst nur eine: Das Ziel. Das große Ziel, Endziel. Später wurde dann das Ziel weggenommen und es blieb nur noch „End“ stehen.</p>
<p>Ich hatte während der ganzen Reise ein sehr gemischtes Verhältnis zu Kairo. Zuerst war es tatsächlich das ferne Ziel am Horizont, die „Perle des Nordens“. Zwischendurch war es dann „Moloch in dem wir leider Gottes ankommen müssen“. Zuletzt war es nur noch ein wertungsfreies, höchstens melancholiebehaftetes „Ende“. Es hat uns seit Kampala nicht mehr nach Kairo als solchem gezogen, der einzige Grund warum wir am Ende da angekommen sind war um die Tour „abzurunden“.</p>
<p>Das erste Zeichen, dass wir die Wüste verlassen und in Kairo ankommen war das Wohnegebiet „Green Valley“, wunderschöne früher mal moderne Villen in traumhafter Lage im grünen direkt neben der städtische Müllkippe. Der Grund warum Green Valley so runtergekommen wirkte könnte sein, dass der Duft der Blumen sicher vom abscheulichen Gestanke der Müllhaufen auf der gegenüberliegenden Straßenseite überdeckt wurde.</p>
<figure id="attachment_1573" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1573" style="width: 800px"><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6051.jpg"><img class="size-full wp-image-1573" title="IMG_6051" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6051.jpg" alt="" width="800" height="533" /></a><figcaption id="figcaption_attachment_1573">Der kleine Wüstenhighway wurde größer und größer, bis er irgendwann acht-spurig war und wir um unser Leben strampelnd mitten drin. Irgendwann kamen dann die Pyramiden in Sichtweite aber so wie alles in Kairo haben sie mich absolut kalt gelassen. Zwischen gigantischen Betonblöcken erheben die sich dann auf so einem Hügel und sind gerade durch fünf Strommasten hindurch zu erkennen, aber der magische Sog, der ihnen immer zugesprochen wird hat nicht die geringste Wirkung entfaltet. Es gab wenig, was mir auf der Reise so egal war wie die Pyramiden und wir sind kein einziges mal näher dran gekommen als die Abzweigung vom Main Highway.</figcaption></figure>
<p>Unser Ziel war im Stadtzentrum der Tahrir Square, ein Ort an dem gerade jetzt Geschichte geschrieben wird fern ab von den üblichen Radler-Triumphfotos am Fuße der Pyramiden. Allerdings stellte es sich als Problem heraus den Tahrir Square überhaupt zu finden, scheinbar war unsere Aussprache nämlich zu schlecht um zu erraten, wonach wir suchen. Wir haben dann das Nationalmuseum angepeilt weil ich gehört hatte es sei „in der Nähe“ des Tahrir Platzes. Irgendwann sind wir dann auch am Tahrir Platz angekommen, aber wären fast drüber gefahren, wenn da nicht ein gigantisches Polizeiaufgebot samt Panzern gestanden hätte.</p>
<p>Die wurden dann zu unserem Publikum als wir angefangen haben unsere Ehrenrunden um den Platz zu fahren. Zuerst haben uns die schwer gepanzerten Polizisten ignoriert, dann haben sie uns verärgert angeschaut und ab der dritten Runde haben uns einige zugelächelt, gegrinst und gewunken und ich bilde mir gerne ein es sei das ganze Polizeiaufgebot gewesen (obwohl es tatsächlich wohl etwa ein Drittel oder Hälfte war).</p>
<p>Ich hatte schon in Zambia angefangen mir vorzustellen wie dieser Moment sein würde. Auf dem Tahirplatz einzurollen, nach 12000km in Afrika auf einem verdammten Fahrrad. Der Gedanke hat mich jedes Mal zum Lächeln gebracht und mich motiviert. Ich habe mir vorgestellt wie ich strahle wie ein Goldfisch, wie ich lautes Jubelgebrüll ausbreche, wie uns Leute auf den Rücken klopfen und wie wir  uns fühlen wie die frisch gekrönten Könige der Welt.</p>
<p>Während ich mir das vorgestellt habe hat sich das vorstellen des Gefühls besser angefühlt als das, was ich dann tatsächlich am Tahrirplatz gefühlt habe. Nämlich garnichts.</p>
<p>Ich habe versucht mich zu zwingen glücklich zu sein und zu lächeln, aber es hat nicht wirklich funktioniert. Nicht so, dass ich auch davon überzeugt gewesen wäre.</p>
<p>Ich habe zwar gelächelt, aber innerlich war ich leer, ausgebrannt und vielleicht schon etwas traurig. Im letzten Berichte hab ich geschrieben, dass ich nicht wollte, dass die Tour endet und das hat am Tahrir Square immernoch gegolten. Später ist mir dann irgendwann klar geworden was „Der Weg ist das Ziel“ wirklich bedeutet. Letztendlich war es völlig egal, ob wir in Kairo ankommen oder nicht. Die Routendefinition den Kontinent zu überqueren dient lediglich als Assoziationspunkt, damit man sich unter dem ganzem etwas vorstellen kann und ist hervorragend geeignet um damit anzugeben, aber der Sache nach ist es völlig egal ob wir die sieben Monate nutzen um von A nach B zu fahren oder ziellos dahin fahren wo wir gerade lustig sind. Vielleicht wäre Letzteres sogar besser gewesen, aber alles in allem hatten wir vor allem eine verdammt geile Zeit in Afrika und Erfahrungen von unschätzbarem Wert gemacht.</p>
<p>Ich habe öfter darüber geschrieben dass es anstrengend war, vor allem mental. Aber kein einziges Mal wollte ich wirklich etwas anderes machen oder abbrechen und insbesondere jetzt rückblickend war die Tour einfach&#8230; genial. Ich habe genau das getan was ich schon immer tun wollte und es war das Beste, was ich je getan habe. Das die Zeit vorbei gegangen ist, ist unglaublich schade. Ich bin nicht (nur) pathetisch. Ich meine es so, wie ich es schreibe.</p>
<p>Als ich diese Gedanken später in meinem Notizbuch aufgeschrieben habe bin ich auf einmal so traurig geworden, dass ich hätte heulen können. Aber irgendwann müssen alle guten Dinge zu Ende gehen und wir hatten keine wirkliche andere Wahl weil es für die Weiterfahrt einfach an Zeit und Geld gemangelt hätte. Ich habe versucht mich damit zu trösten, dass man ja irgendwann wieder losfahren kann und dann auch wieder Geld hat – aber so richtig zufrieden gestellt hat mich die vage Hoffnung auch nicht.</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6057.jpg"><img class="size-large wp-image-1577 alignnone" title="IMG_6057" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6057-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a></p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6069.jpg"><img class="size-large wp-image-1578 alignnone" title="IMG_6069" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6069-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a></p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6072.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1579" title="IMG_6072" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6072-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a></p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6077.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1581" title="IMG_6077" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6077-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a></p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6080.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1582" title="IMG_6080" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6080-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a></p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6089.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1583" title="IMG_6089" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6089-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a></p>
<p>Eine der angenehmeren Seiten daran in Kairo anzukommen war unser Aufenthalt im Ramses Hilton Hotel Cairo. In Äthiopien hatten wir eine Zeit lang einen Running-Gag in dem wir gewitzelt haben, dass wir in Cairo dann zum Hilton gehen und eine kostenlose Übernachtung verlangen weil wir so cool sind. Aus einer Laune raus habe ich dann eine Email geschickt auf die zwar noch eine relativ positive Antwort kam aber danach haben wir nie wieder etwas gehört.</p>
<p>Wir sind in Kairo vom Tahrir Platz runter gefahren und wussten erstmal nicht wo hin, waren völlig orientierungslos. Dann haben wir über allen Häusern den Hilton Tower thronen sehen und dachten uns, wir könnten ja mal unsere Nächte eintreiben gehen. Ich bin völlig verschwitzt und verdreckt ins Foyer gegangen und habe verlangt den Manager zu sprechen, während Fabian die Räder bewacht hat. Dann musste ich drei Stunden mit der guten Dame verhandeln und diskutieren während Fabian in der brütenden Sonne die Räder bewacht hat, aber am Ende hatten wir sogar drei Nächte im Hilton! Undzwar im schönsten Zimmer des Hauses, 23. Stock mit Nil- und Pyramiden- und Tahrir Platz- und Autobahnkreuzblick. Wir konnten zwar die Panzer rollen sehen, Demonstrationen gab es allerdings keine die uns aufgefallen wären.</p>
<p>Am letzten Tag haben wir noch eine kleine Demo gesehen, aber abgesehen davon dass am Tahrir Platz jetzt überall Revolutions-Souvenirs verkauft werden und Militärs in Panzern und mit Maschinengewehren rumstehen ist von Revolution ehrlich gesagt nicht viel zu merken. Allerdings reicht das irgendwie auch schon.</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/DSC_56931.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1587" title="DSC_5693" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/DSC_56931-473x494.jpg" alt="" width="473" height="494" /></a>Ich will jetzt nicht Werbung fürs Hilton machen, aber zum einen waren sie sehr großzügig und zum anderen haben wir öfters über Betten und Frühstücke geschrieben und allein um den Kontrast zu würdigen muss ich das jetzt auch tun. Ich hab auf der ganzen Tour nicht so gut geschlafen wie in den drei Nächten, besonders der ersten. Das Bett war soo weich! Und keine Flöhe! Und die Matratze war auch nicht schimmlig! Einfach nur toll <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> . Und vom Frühstück sollte ich gar nicht erst anfangen zu schreiben. Am besten kann man es durch unser Essverhalten beschreiben: Unser Frühstück hat jeden Morgen drei Stunden gedauert und wir haben es in drei Frühstücken trotzdem nicht geschafft uns durch das gesamte Buffet zu mampfen! Nach dem Frühstück waren wir erstmal so überfressen, dass wir wieder schlafen mussten und danach noch so voll, dass wir bis acht Uhr abends nichts mehr essen konnten. Das ist einfach der Traum eines jeden Radfahrers.</p>
<p>Wir haben keinen Reverse Culture Shock im Hilton erlitten. Das tolle ist, dass Menschen außer in den Bottle Necks wie Sehenswürdigkeiten sich grundsätzlich aus dem Weg gehen und im Hilton sind die Leute Meister in der Disziplin. Man kommt eigentlich nur beim Frühstück näher als zwanzig Meter an einen anderen Touristen ran und da haben wir uns so oder so voll aufs Essen konzentriert.</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6130.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1590" title="IMG_6130" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6130-494x397.jpg" alt="" width="494" height="397" /></a></p>
<p>Die vorletzte Nacht in Kairo haben wir dann wieder in einem der schäbigen Hostels am Talab Harb Square verbracht und die Letzte im Taxi. Wir wollten uns das Geld für eine Nacht im Hostel sparen  und nicht um vier Uhr morgens aufstehen um typisch deutsch rechtzeitig am Flughafen zu sein und haben deswegen entschieden gleich am Flughafen zu schlafen. Wäre nicht unsere unanagenehmste Nacht geworden und als Profi hat man ja Oropax dabei.</p>
<p>Wir haben die Fahrräder in Kühlschrankkartons gepackt und dann ein Taxi für den korrekten Preis zum Flughafen gefunden und das hat uns einen letzten wunderbaren Abschiedsgruß von Afrika geschenkt: Der Taxi Fahrer hat uns gefragt, ob es in Ordnung wäre wenn er bevor wir fahren noch seine zwei Kinder abholt. Die hätte er eigentlich schon vor zwei Stunden abholen sollen, aber dann hatte er so viel Kundschaft. Wir hatten noch zehn Stunden Zeit um zum Flughafen zu kommen und haben natürlich gesagt, dass er sie sehr gerne abholen kann. Wenn wir eins in Afrika gelernt haben ist es, dass man sich zurücklehnen muss und den Dingen ihren Lauf lassen muss. Das macht zum einen alles entspannter und hat häufig auch ein wesentlich interessanteres Ergebnis. Und ganz abgesehen davon dass Eile haben ansich schon keinen Sinn macht, macht es noch weniger Sinn Eile zu haben wenn man keine Eile hat – so wie wir. Der Taxi Fahrer hat also seine Kinder in irgendeinem Teil von Kairo abgeholt, dann hat er sie in einem anderen Teil von Kairo wieder abgesetzt und dann sind wir zu einem Freund von ihm gefahren, den er gerne treffen wollte und der gleich „um die Ecke“ wohnt. Dem hat er dann einen Elektroschocker verkauft, wir haben eine Dose Cola mit ihm getrunken und nebenbei haben wir während der ganzen Fahrt ein interessantes Gespräch über die Auswirkungen der Revolution, Venezuela und Gott und die Welt geführt. Wir sind dann fünf Stunden später am Flughafen angekommen und hatten immer noch 3,5 Stunden Schlaf, bevor wir zum Check In mussten.</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6180.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1591" title="IMG_6180" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6180-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a></p>
<p>Wir haben verschlafen und dann war eh alles um sonst, aber die Fahrt war genial.<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_8652.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1560" title="IMG_8652" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_8652-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a></p>
<p>Um zehn Uhr morgens am 10.09. haben wir den afrikanischen Kontinent verlassen.</p>
<p>Fünf Stunden später sind wir am Brüssel International Airport in Belgien gelandet, wo wir von Fabians Familie erwartet wurden.</p>
<p>Eigentlich wollte ich den Bericht hier enden lassen, aber eine Geschichte liegt mir doch noch am<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_8506.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1559" title="IMG_8506" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_8506-125x188.jpg" alt="" width="125" height="188" /></a>Herzen. Ich bin dann von Brüssel/Aachen zurück nach Konstanz gefahren und obwohl ich die Fahrt im großen und ganzen doch sehr genossen habe, hatte ich doch sehr damit zu kämpfen dass ich nicht mehr in Afrika bin und bald auch nicht mehr Fahrrad fahren werden. Wenn man in Europa jemanden fremden nach dem Befinden fragt kriegt man besten Falls einen völlig verwirrten Blick, schlimmsten Falls wird die Frage übergangen und grüßen tun sich die Leute hier auf der Straße sowieso nicht. Wir könnten uns ruhig ein Stückchen afrikanische Mentalität abschneiden. Das würde uns glaube ich sehr sehr gut tun. Aber wie auch immer, ich bin abends in Freiburg angekommen und ärgerlicher Weise auch am Ende der Karten die ich von Fabians Vater geliehen hatte. Ich wusste zwar im großen und ganzen wie es weiter geht (Freiburg – Donau Eschingen – Konstanz, alles an der Bundesstraße) aber einen guten Weg durch den Schwarzwald hatte noch niemand gefunden.</p>
<p>Ich habe dann ein junges Paar nach dem Weg Richtung Donau Eschingen gefragt und long story<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_8330.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1558" title="IMG_8330" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_8330-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a> short: Die zwei haben mich eingeladen bei ihnen zu übernachten, haben mich gefüttert und mir dann nicht nur einen Weg völlig ohne Bundesstraße durch den Schwarzwald gezeigt der traumhaft schön war, sondern gleich die ganze Karte dazu geschenkt!</p>
<p>Das hat mir sehr viel bedeutet, zu sehen dass auch Deutschland nicht nur schlecht ist und daran erinnert zu werden, dass es auch hier viele tolle und nette Menschen gibt, die einem fremden aushelfen werden, wenn der Hilfe braucht. Danke <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Jetzt sind wir jedenfalls beide wieder daheim. Fabian hat letztens einen coolen Zusammenschnitt<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_7964.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1557" title="IMG_7964" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_7964-125x188.jpg" alt="" width="125" height="188" /></a> einiger der letzten Aufnahmen gepostet und jetzt sind auch die letzten Reiseberichte online. Es geht uns beiden trotz aller klimatischen und sonstigen Widrigkeiten gut und ich für meinen Teil war beim medizinischen post Afrika-Checkup von dem ich allerdings leider noch keine interessanten Daten über importierte Lebensformen habe, die ich euch mitteilen könnte. Ist vielleicht auch besser so – und nein. Es geht mir blendend, auch gesundheitlich. Wir arbeiten an verschiedenen Projekten um die Tour hier noch weiter zu präsentieren und den Traum nach Ablauf noch mit anderen Menschen zu teilen (und das übrigens nur dank eurem unglaublich guten und lieben Feedback). Darunter ist z.B. der Dokumentarfilm der hauptsächlich Fabians Kind ist und ein Buch an dem ich jetzt nach diesem Bericht die Arbeit aufnehmen werde. Es lohnt sich also hin und wieder mal auf dem Blog vorbeizuschauen um zu sehen wie es mit der Arbeit von statten geht und sich „Sneak Peaks“ zu holen. Und für alle die ihn über RSS abonniert haben: Ich verspreche auch nicht mit uninteressanten Details zu spammen <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bevor ich jetzt mit einer Liste von Leuten ende, denen ich danken will liegt mir aber noch eine<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_7719.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1556" title="IMG_7719" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_7719-188x148.jpg" alt="" width="188" height="148" /></a>andere Sache am Herzen. Bekannter Maßen ist ja nichts in der Welt um sonst und auch dieser Blog ist es nur so halb. Wie hoffentlich jeder Leser weiß arbeiten zu Gunsten von Ärzte Ohne Grenzen (Medecins Sans Frontieres) an einem Spendenprojekt um Gelder für Afrika zu gewinnen. Ich</p>
<p>würde also an dieser Stelle gerne nochmal JEDEN bitten demdieser Blog gefallen hat eine Summe<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_7399.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1555" title="IMG_7399" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_7399-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a> die er für angemessen hält in der Honesty-Box zu lassen. Es ist selbst mit kleinen Summen schon gewonnen und wenn einer die Hilfe verdient hat, dann sind es wohl die wunderbaren Menschen die uns geholfen haben diese Tour zu schaffen. Also nochmal: Wer meint die Tour war toll, wer die Blogs mit Begeisterung verfolgt hat oder wer einfach zu der Erkenntnis gekommen ist dass die Menschen nicht schlecht sind und vor allem nicht in Afrika – bitte spendet was ihr für angemessen haltet an Ärzte ohne Grenzen. Danke!</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-1553" style="float: right; border: 0px initial initial;" title="IMG_7332" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_7332-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></p>
<p>Zuerst möchte ich meinen/unseren Sponsoren danken: Schauff und dem Radl Rudi in Andechs für das wunderbare Tigerentenrad, dass mich auf dem Wegaushalten musste. Dem Studio 6 in Namibia für die Visitenkarte und Einblick in einen weiteren fantastischen Mikrokosmos und dem Ramses Hilton in Kairo für die drei Nächte. Merci <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dann geht ganz besonderer Dank an meine Mutter Barbara Helm, die hier in Deutschland saß und die gesamte Logistik hier übernommen hat und überhaupt sehr unterstützend war („Ach ich find die Idee gut. So ein bisserl Kongo kann doch nicht schaden“) – ohne ihre Hilfe wäre ich irgendwo in Kampala ohne Geld und Ersatzteile in einem Slum hängen geblieben, schätze ich. Dann möchte ich meinem Onkel Leonhard Helm für den Tough Book danken der uns in der letzten Hälfte der Tour die Arbeit am Blog massiv erleichtert hat und Dennis Otieno dafür, dass er den Transport des</p>
<p>übertrieben großen Care Pakets mit Ersatzteilen nach Nairobi organisiert hat.</p>
<p>Die meisten von ihnen werden natürlich nicht den Blog lesen und vor allem nicht auf Deutsch,aber</p>
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<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0042_1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1510" title="IMG_0042_1" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0042_1-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a> trotzdem möchte ich all den wunderbaren Menschen danken die uns auf dem Weg geholfen haben. Ohne diese Unterstützung wäredas nie so möglich gewesen. .</p>
<p>Wir danken vor allem den Lesern und Nicht-Lesern die die Leute unterstützen die uns unterstützt haben indem sie die Arbeit von Medecins Sans Frontieres unterstützen und ein letztes Mal würde ich gerne die jenigen die nicht gespendet haben daran erinnern das nachzuholen.<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0195.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1512" title="IMG_0195" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0195-125x188.jpg" alt="" width="125" height="188" /></a></p>
<p>Es gibt dann noch viele, die eigentlich Dank und Nennung hier verdient hätten. Allerdings sind es zu viele die uns in den verschiedensten Arten unterstützt und geholfen haben um sie alle hier zu nennen. Ich bitte diejenigen, die nicht erwähnt wurden aber ich bin schlichtweg nicht in der Lage jedem persönlich zu danken, dem ich Dank schulde. Bitte denkt einfach daran, dass die Tatsache dass ihr hier vielleicht nicht genannt seid nicht bedeutet, dass ich euch nicht dankbar bin <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zu guter letzt will ich dir dafür danken, dass du den Blog liest und weiter verbreitet hast.</p>
<p>Wir hatten eine geniale, unbeschreibliche</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-1513" title="IMG_0204" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0204-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" />und großartige Tour und Zeit in Afrika. Ich liebe den Kontinent und seine Bewohner und genauso wie ich weiß, dass ich sehr bald wieder in Afrika enden werde, weiß ich auch dass das nicht die letzte große Tour gewesen sein wird. Beides macht süchtig. Haltet ein halbes Auge auf dem Blog und dann verpasst ihr auch nicht, was sich so tut und wenn es wieder mit neuen Abenteuern los und weiter geht.</p>
<p>Danke,<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0313.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1514" title="IMG_0313" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0313-125x188.jpg" alt="" width="125" height="188" /></a></p>
<p>Tim</p>
<p>First of all I want to apologize for having you wait so long for the last two reports. We have by now returned home and have been in Europe for two weeks already. We are both well and reverse culture shock hasn’t kicked in entirely yet. I believe you can understand we had quite a lot to do with meeting friends and family and finishing the blog went to the bottom of the to-do list. I am very sorry for this but I will make up for it now. I hope you enjoy this last “official” traveling report.</p>
<p>Cairo. Five letters, a very short word and for</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-1515" title="IMG_0389" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0389-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" />the last seven months our goal and destination. We had mixed expectations and attitudes towards Cairo all along and we never quite knew what to expect from either the city or the end of the tour as such. The first sign of approaching Cairo was a rundown housing community to the left of the highway called “Green Valley”. The problem with Green Valley might have been that it was built directly next to the huge garbage dump and will never have enjoyed the scent of blossoming flowers since the stench of the dump was<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0507.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1525" title="IMG_0507" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0507-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a>too overwhelming.The small highway got increasingly big until it had some eight lanes with us cyclists trying to survive somewhere in midst of that heavy traffic. The traffic as such was probably the worst we had seen so far and was a worthy finale but at least there were no traffic jams. After twenty kilometers in the city we caught first glimpse of the city and whilst Fabian took a few pictures I ignored them pretty much entirely. We never got closer to them than the turn which leads to the ticket offices but that was enough. They never<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0912.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1527" title="IMG_0912" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_0912-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a>evolved that famous mythical energy which draws every visitor of Cairo towards them, whether they like them or not. By that time approaching the center of Cairo I was totally focused on reaching our “real” goal: The Tahrir Square – where history is made NOW! We had a few discussions at which point we should officially end our tour and we pretty quickly mutually agreed on said square.</p>
<p>Problem was we didn’t know exactly how to get there and apparently our pronunciation was not<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_1713.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1529" title="IMG_1713" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_1713-159x188.jpg" alt="" width="159" height="188" /></a>good enough for Egyptians to figure out where we wanted to go. We then decided to ask for the National Museum since I had heard it was “close” to Tahrir Sq. That did the job but still if it weren’t for the massive police force we would just have cycled past it. We were standing at the edge of the square and discussed whether it was it or not but then we decided it was the one – or why would you have the entire roundabout surrounded with riot police.</p>
<p>I tried forcing myself to be happy and then we began cycling Tahrir Square. At first the police men looked pretty bewildered, on the second round they looked rather irritated on the third round some started smiling and at some point some were smiling and others were waving. We celebrated our triumph,<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_1797.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1530" title="IMG_1797" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_1797-125x188.jpg" alt="" width="125" height="188" /></a> took a few photos (the officers were kind enough to not kill us for taking photos with them in the background) and then left Tahrir Square again without a real plan.</p>
<p>I want to be honest again: It did not feel good to have reached Cairo. During the tour I had imagined rolling in on the square, beaming like a sunflower, chanting and feeling as if I was crowned King Of The World. It did not feel like that at all and I felt way better five years ago after my first two day hiking trip to a festival than now that I had reached Cairo. I just felt very very empty and burned out.</p>
<p>As stated in the previous article I still didn’t want the whole tour to end. I was sad when I reached<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_1798.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1531" title="IMG_1798" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_1798-125x188.jpg" alt="" width="125" height="188" /></a> our destination and although trying to force myself to be happy it never really worked. Later it dawned to what it really means to say “Der Weg ist das Ziel” (“The way is the aim”? goal? Destination?). It never really mattered whether I cycled aimlessly through Africa for seven months or on the tour we did. It was always only about doing it, experiencing at and seeing it and Cairo as the finishing line was always just the point that marks “It’s all over”.</p>
<p>I know I wrote about tough situations, about mental stress and how I hated things but if I sum the whole tour up for myself now it was pretty much the best thing I ever did. Not for crossing a continent on a bicycle, that might be<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_1952.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1532" title="IMG_1952" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_1952-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a> an achievement to brag about but it doesn’t mean anything, it’s just an association, but for the whole experience, for meeting so many great people and having such amazing adventures. I loved it and although things sometimes got tough not only deep down in my heart but very actively that was what I had always wanted to do – and if one thing: I did not want it to end. At one point in the hotel, when I wrote all these thoughts down in my note book I could have cried, I was so sad. But as with all good things everything comes to an end – if only for<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_1956.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1534" title="IMG_1956" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_1956-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a> new and better things. There was no way out, time and money were running out and as said: Sometimes things have to give way for better things to come.</p>
<p>One of the brighter sides of reaching Cairo was our stay at Ramses Hilton Hotel. Back in Ethiopia when Fabian got an Email from a bicycle manufacturer offering us sponsoring for the next tour we had a running gag saying that we would approach Hilton in Cairo and demand free stay because we<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_2590.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1535" title="IMG_2590" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_2590-188x188.jpg" alt="" width="188" height="188" /></a> are awesome. I then wrote to Hilton central (not that we are awesome) and inquired whether that was possible – we got a positive response but then never heard from them again and forgot pretty much about the whole thing.</p>
<p>After leaving Tahrir Square we sat aimlessly in Cairo and saw the Hilton Tower a few blocks away. We decided to go there and just ask – and that’s what we did. I went inside, soaked in dirt and sweat from three days of desert and asked to speak with the manager. I then met the public relations manager Mrs. El Khady and a long story short she generously invited us for two free nights<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_2838.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1536" title="IMG_2838" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_2838-125x188.jpg" alt="" width="125" height="188" /></a> (including breakfast!) and gave us the nicest room in that price category – with view of the Nile and the Pyramids. I don’t want to be a free advertisement platform but we have written about breakfasts and beds before and for fairness sake I have to (and want to) here too. Both were plain amazing.</p>
<p>I haven’t slept so sound on the entire tour, I couldn’t remember when I had ever slept so deep at all and comfortable but I guess I must have at some point. And for the breakfast: I think it is best described with how we handled it. We spent three hours at the buffet each morning, we ate so much we had to go back to bed straight away and we didn’t manage to munch through the entire<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3433.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1538" title="IMG_3433" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3433-125x188.jpg" alt="" width="125" height="188" /></a> buffet in three days – oh and we were too full to eat dinner until 8 p.m.</p>
<p>Because I was asked often and it is in fact a good question: No we didn’t experience any kind of culture shock in the Hilton, even less than in Luxor because the good thing at such a place is that you can avoid the other people without any problem at all. You usually don’t even see them except at breakfast but we were way to focused on our own food the notice anything around us then anyway.</p>
<p>We spent a last night at a shady Hostel and then we left for the airport, bikes packed in two old fridge cartons from the bazaar at some place where tourists<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3712.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1539" title="IMG_3712" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3712-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a> don’t go. We still paid too much. Then before we finally reached the airport we got one last greeting from Africa. We had bargained the normal airport price with a taxi driver and when he asked us whether it was okay if he made a detour to pick up his kids we said it was no problem at all. We had (being German…) way more than enough time left and we really didn’t mind. If there’s one thing we’ve learned in Africa than it’s to lay back and<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3989.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1540" title="IMG_3989" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_3989-188x166.jpg" alt="" width="188" height="166" /></a> let things flow, just don’t hurry. There’s no use and point in hurrying, especially if you have no hurry . So anyway, our driver picked up his kids in one part of Cairo then he dropped them off in another part of Cairo then he went to meet a friend to sell him a taser and we drank a Coke with him and at two a.m. we arrived in the airport after a five hour drive through Cairo.</p>
<p>We liked it.</p>
<p>At ten a.m. the next morning (we spent the night at the airport<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4046.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1542" title="IMG_4046" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4046-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a>because we wanted to be at check in early because of the bikes and save the money for the hostel) we left the African continent.</p>
<p>Five hours later we landed at Brussels International Airport in Belgium and were already awaited by Fabians family.</p>
<p>Actually I wanted to end this article here because the following<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4336.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1543" title="IMG_4336" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4336-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a>doesn’t have much to do with Africa anymore but when I cycled home from Aachen I ended up one evening in Freiburg. It was getting dark already and my map ended in Freiburg. I knew how to get to Constance but that would include cycling a Bundesstraße which isn’t much fun at all. Eventually I asked a young couple for directions and they then invited me to their house, dinner and camping in the garden. They even gave me a<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4501.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1544" title="IMG_4501" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4501-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a>map of the Schwarzwald as a last support to the tour.</p>
<p>I write this because it was very important to me, seeing that Europe is not all that bad. That there are friendly strangers too and that you will be helped as well if you need help. You just don’t get greeted.</p>
<p>Although Europe (i.e. Germany) could learn and improve a lot with<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4540.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1545" title="IMG_4540" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_4540-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a> a little African mentality it’s still a good place to be and being invited there comforted me a lot about leaving Africa.</p>
<p>Now the last words. As said we are home, safe and well. I’ve been to the doctor for the post-Africa check and don’t have any results yet so I can’t provide you any details about the interesting fauna I have imported. We are planning several projects on this tour including a documentary movie, a dia show and a book with even more (or different) stories, so it<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5160.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1547" title="IMG_5160" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5160-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a> might be of some use to check the blog every once in a while to stay up to date. Also if anybody is interested in hosting a dia show feel free to contact us.</p>
<p>Before I thank everybody who was amazing I would like to use this last chance to point out our fund raiser. As you will (hopefully) know we are raising funds for Medecins Sans Frontieres which will be invested in projects in Africa. So many people have helped us with the little they had and if it<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5348.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1548" title="IMG_5348" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5348-125x188.jpg" alt="" width="125" height="188" /></a> was the last so the least we can do is tell you to help them in exchange. Nothing in the world is for free but this blog was! At least theoretically… Please leave an amount you think this trip, the help we got, the people themselves and the articles we wrote are worth in the honesty box. Donate it to your local MSF bank account if you are in a “foreign country” or if you are in Germany to the bank account mentioned in the menu at “Spendenprojekt”. Since banks charge a high commission for transfers into foreign countries MSF will profit more if you donate within you own country and in the end it doesn’t matter whether the money ends up with MSF-Germany or MSF-US. Thank you.</p>
<p>I want to thank my sponsors Radl Rudi in Andechs and Schauff for the bicycle which carried me<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5394.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1549" title="IMG_5394" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5394-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a>across the continent. Also the Studio 6 in Namibia who printed our business cards and of course Ramses Hilton for the amazing three nights.</p>
<p>Special thanks go above all to my mother Barbara Helm who was extremely supportive throughout the entire tour and saved me several times. She kept track of my finances and sent us spare parts to Nairobi. Then I of course want to thank my uncle Leonhard Helm for the Tough Book and my<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5776.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1550" title="IMG_5776" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5776-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a>friend Dennis Otieno for setting us up with his brother George in Nairobi and organizing the transport of said support package. Although most of them won’t follow the blog I am very grateful of all the amazing people we met during the tour and who helped us out when we needed help. It was the locals who made this tour possible in the end and there is no way how we can ever pay this debt back. I would also like to thank all the other who have supported us in various ways during our travels but there are just too many to mention. I want to<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5929.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1551" title="IMG_5929" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5929-188x125.jpg" alt="" width="188" height="125" /></a>thank all those who supported the people who supported us by donating to Medecins Sans Frontieres and a last time I would like to beg everybody to donate whatever you think this blog is worth and/or you can afford. Last I would like to thank you for reading and spreading this blog.</p>
<p>We would never have made this without constant support from all of the mentioned and even those going unmentioned. I am sorry but I am not capable of typing long<a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_7231.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1552" title="IMG_7231" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_7231-188x188.jpg" alt="" width="188" height="188" /></a> enough of mentioning everybody whom I should thank. Please just keep in your mind that although you might not be listed here I am still very grateful.</p>
<p>We had an amazing time and I love Africa. I know I will be back there very soon and I know that this will definitely not have been the last tour. Keep half an eye on the Blog and you won’t miss when we get going again. In case you subscribe: I promise not to spam <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Thank you,</p>
<p>Tim</p>
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		<title>Baghdad &#8211; &#8220;The Gates Of Cairo&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 21:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img width="188" height="86" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5881_1-188x86.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5881_1" title="IMG_5881_1" />Nachdem wir Baghdad wieder verlassen haben, lange hat es uns da doch nicht gehalten, sind wir weiter Richtung El Kharga City gefahren. Allerdings war der Gegenwind mittlerweile so stark, dass wir mit zehn Stundenkilometern dahin gekrochen sind und Spaß hat’s &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1493">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="86" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5881_1-188x86.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5881_1" title="IMG_5881_1" /><p></p><br /><p>Nachdem wir Baghdad wieder verlassen haben, lange hat es uns da doch nicht gehalten, sind wir weiter Richtung El Kharga City gefahren. Allerdings war der Gegenwind mittlerweile so stark, dass wir mit zehn Stundenkilometern dahin gekrochen sind und Spaß hat’s dann sowieso keinen gemacht.</p>
<p>Wir haben etwa 15km südlich von EKC in einer kleinen Düne am Straßenrand gecampt. Der Sand ist ohnehin gemütlicher, als die meisten Betten und in dem Fall hatte es noch den Vorteil, dass wir einen Schlafplatz mit „Tempelblick“ hatten.</p>
<p>Die Sonne ist untergegangen, wir saßen auf der Düne und haben beobachtet wie sich der Tempel rosa, orange, rot, blutrot und dann schwarz färbt und unter den Sternen versinkt. Es ist einer der weniger touristischen und wie in Sudan ist wieder diese &#8230; „ancient“ Stimmung aufgekommen. Es war, als könnte man um sich rum die alten Ägypter laufen und leben sehen, als säßen sie neben einem auf dem gleichen Sand unter der gleichen Sonne und hätten 3000 Jahre früher den gleichen Tempel angestarrt. Ich mag das.</p>
<p>Am nächsten Morgen sind wir dann nach EKC gefahren und sofort weiter mit einem Minibus nach Mut in der Dakhla Oase. Beide Städte sind nicht besonders schön, nicht besonders „unterhaltsam“ und bestehen hauptsächlich aus mehrstöckigen Beton-Wohngebäuden und einer Ansammlung geschlossener Läden. Gerade jetzt, wo ich diese ersten Zeilen des vorletzten Berichtes schreibe, sitzen wir schon vier Stunden in Mut am „Busbahnhof“ und warten vergeblich darauf, dass sich andere Passagiere nach Farafra einfinden und der Bus dann losfährt. Scheint kein besonders beliebter Ort zu sein, Farafra.</p>
<figure id="attachment_1504" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1504" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1504" title="IMG_5905" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5905.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1504">verzweifelt gesuchter Schatten</figcaption></figure>
<p>Der Grund warum wir gerade so viel Bus fahren ist, dass wir eine kleine Fehlkalkulation beim Flug hatten und vergessen haben Rasttage einzurechnen. Wir könnten jetzt zwar vierzehn Tage lang ohne Pause durch die Wüste heizen und dann gerade so für den Flug in Cairo ankommen, aber das ist uns ehrlich gesagt jetzt am Ende zu anstrengend. Ägypten ist mehr ein Warmdown als ein Endspurt <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Und außerdem sind wir ja schon nach El Kharga gefahren, was ursprünglich nicht geplant war. Das hat unseren Zeitplan nochmal durcheinander gebracht.</p>
<p>Von Farafra aus sind wir dann wieder in die Wüste gefahren, die berühmte weiße und schwarze Wüste. Das heißt erst die weiße, dann die schwarze. Fabian hat sich schon seit Beginn der Reise auf diese Etappe gefreut, die wohl zu Recht als eine der schönsten Stellen in der Sahara gilt. Das erste Anzeichen der weißen Wüste waren kleine Kalksteinformationen. Kopfgroße Steine, manchmal übereinander gestapelt, manchmal in Haufen, manchmal geformt wie Dünen und häufig als natürliche Säulen. Mit jedem Kilometer sind diese Formationen größer geworden, vor allem die Säulen. Wir sind am Nationalparkschild vorbeigekommen <em>„White Desert National Park“</em> und die Formationen wurden noch größer. Irgendwann sind wir dann durch einen Wald aus baumhohen blendendweißen Felsverrenkungen gefahren. Manchmal war der nur links der Straße, dann nur rechts und dann sind wir wieder mitten durchgefahren.</p>
<p>So plötzlich (gemessen an all den Wüstenkilometern) wie die weiße Wüste gekommen ist hat sie auch wieder aufgehört. Wir sind eine weiße Klippe rauf gefahren und dann waren wir wieder im Sandmeer – weit und breit keine Kalksteine mehr.</p>
<p>Wir mussten dann ungefähr 50km weiter durch das Sandmeer fahren, bis wir in die schwarze Wüste gekommen sind – mein persönlicher Favorit. Die schwarze Wüste ist nicht die weiße Wüste in schwarz. Es gibt keine oder kaum abgefahrene Lavasteinformationen, keine Säulen und keine „Dünen“. Es ist eher so als wären in der ganzen Wüste „Bichel“ verteilt.Das Tolle ist dann, dass über dem normalen goldbraunen Sand eine schwarze Schicht Lavastein liegt und die ganze Wüste völlig anders akzentuiert und „schattiert“. Auch die Berge sind mit dieser schwarzen Schicht überzogen und kriegen dadurch auf einmal viel mehr Textur. Wenn man von oben in die Wüste runter fährt sehen die Hügel mehr aus wie ein Meer verfaulter Zahnstümpfe als hmmm&#8230; Hügel in einer Wüste. Die Sonne ist dann über diesen Hügeln untergegangen, die Schatten wurden länger und da wo die Sonne die Hügel angeschienen hat haben sie fast golden gestrahlt. Gleichzeitig konnte man aber auch Schatten nicht mehr von Lavasteinfeldern auseinanderhalten, sie sind verschmolzen und haben regelrechte Illusionen von unmöglichen Formen gebildet. Wahnsinn!Die nächste Nacht? Eine der üblichen Wüstennächte und ich liebe sie immernoch. Die beste Zeit in der Wüste ist eigentlich der frühe Abend, Morgen und die Nacht. Es wäre also am besten, wenn in der Wüste konstant Dämmerung wäre. Es ist nicht möglich diesen Sternenhimmel in Worte zu fassen, die das Gefühl adäquat beschreiben, das einen dabei überkommt. Auch lyrisch nicht – zumindest ist mir bis jetzt kein Gedicht untergekommen, dass das geschafft hätte.  Wir machen immer lange Mittagspausen in denen es wenig zu tun gibt und dann ist man Abends nicht müde genug um sofort einzuschlafen. So kann man dann noch lange in die unendliche Anzahl von Sternen starren und jede Sekunde davon genießen.Anderthalb Tage später haben wir die Bahariya Oase erreicht. Darüber gibt es wenig zu sagen, außer dass sie durch ihre Nähe zu Kairo schon deutlich touristischer ist als die vorigen. Wir haben noch einen Tag Pause gemacht und dann endlich die letzten 400km nach Kairo in Angriff genommen. In Bahariya hat sich dann auch eine gewisse Melancholie breit gemacht. Etwas großes war dabei zu Ende zu gehen. Wir haben uns sehr darauf gefreut Heim zu kommen, Freunde und Familie wiederzusehen und etwas Alltag zu haben, aber dann bedeutet das nicht mehr Reisen zu können. Einen komplett anderen Lebensstil aufzunehmen, nicht mehr zu Reisen und dieser Tausch ist ein schlechter. Vor allem wenn man mehr Alltag hat als das man reist. Wir hätten kein Problem damit gehabt Afrika oder die Wüste zu verlassen (Anm. 23.09.: dachten wir), aber dann könnte man ja einfach in kühlerem Klima weiter Rad fahren!Aber wir sind am nächsten Tag dann natürlich trotzdem auf unsere Räder gestiegen und haben eine sehr unspektakuläre letzte Etappe angetreten. Kleiner Seitengedanke: Es war interessant zu sehen, wie wir die „letzte Etappe“ immer weiter runtergebrochen haben. Die Erste Letzte Etappe war nach Verlassen von Addis: Das letzte Drittel. Die zweite Letzte Etappe war mit Erreichen von Ägypten: das letzte Land. Dann mit erreichen der Wüste: Die letzte Straße. Dann kam noch die letzte Oase, die letzte Etappe ohne Pause, die letzte Tagesetappe, die letzte Halbtagesetappe und die letzte Etappe nach einer kleinen Pause.Abgesehen davon, dass wir sowieso nicht ankommen wollten kam dann noch sehr starker Gegenwind dazu. Radfahrer beschweren sich ja immer über Gegenwind, aber auf der Etappe war es besonders schlimm und er kamm tatsächlich von vorne. Wir sind extra stehengeblieben um zu überprüfen, dass es sich nicht um Fahrtwind handelt. Der Wind wurde so stark, dass das fahren keinen Spaß mehr gemacht hat. Die Wüste war völlig unspektakulär und je näher man nach Cairo kam desto stärker wurde der Verkehr. Insgesamt war es einfach ätzend.Aber dann gibt es immernoch diese kleinen Dinge, über die man sich dann freuen kann. Zum Beispiel hat uns ein Bahner irgendwo in der Mitte von Nirgendwo in seine Bahnhütte zum Tee eingeladen. Oder Soldaten eine Dose Pepsi gespendet und unser Wasser wieder aufgefüllt.Zwei Tage später am Nachmittag haben wir nach genau der Hälfte der Strecke die letzte Cafeteria der Tour (hmmm) und v.a. auf dem Weg nach Cairo erreicht. Wir haben eine sehr lange Mittagspause eingelegt während der es uns dann irgendwann doch gepackt hat: Wir haben entschieden die Nacht durch direkt nach Cairo zu fahren.Der Hauptgrund war allerdings zugegebener Maßen folgende Rechnung (wir hatten fest vor wieder Nachts zu fahren um dem Wind zu entgehen): Cairo bzw. der Tahrirsq. Ist 190km entfernt. Wenn wir in der ersten Etappe 130km fahren – durch die Nachtfahrt noch eine pessimistische Einschätzung – wären wir noch 60km von Cairo entfernt. D.h. wir wären irgendwo in einem Vorort von Cairo und da werden wir sicher keinen kompletten Tag in einer Bushaltestelle dösen, nur weil das so der Zeitplan war. Folglich hatten wir garkeine andere Wahl mehr als die 60km einfach am Ende noch durchzufahren.Und genau das haben wir dann auch getan. Wir haben bis ein Uhr Nachts am Fuße einer dieser komischen schwerstbewachten Rundfunkantennen mitten in der Wüste geschlafen und sind dann losgefahren. Vorbei an Ölbohrtürmen, Trucks mit Boden- aber ohne Frontbeleuchtung und der städtische Müllhalde (immerhin gut 5km Durchmesser) bis zu den ersten Häusern von Cairo&#8230;Tim</p>
<figure id="attachment_1501" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1501" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1501" title="IMG_5897" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5897.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1501">We spent the night after leaving Baghdad in a deserty patch of land between two sub-oasises of El Kharga Oasis. The head wind had been so strong we didn’t make it to El Kharga city that day but that was alright. It gave us another night in the sand which tends to be more comfortable than beds anyway and most of all we had direct line of sight to one of the less touristy temples in Egypt. It gleamed red in the setting sun as if it were on fire and once again, with nobody around, we could feel the echo of the past. You can just sit and watch the sun set and without any efforts all of a sudden you can imagine all those ancient people walking around you, sitting in the same place and watching the same sun setting over the same temple. Interesting feeling.The next day when we wanted to get a closer view of course at 6:30 it was still closed but then from a few meters distance it was more a pile of rubble than a majestic temple. We cycled the remaining few kilometers to El Kharga City and left it right away on a minibus to Dakhla Oasis. They didn’t differ much, both are not very beautiful places with concrete tenants and a few closed shops.And now as I’m writing this we’re waiting for a minibus to depart to Farafra Oasis from where we will take on our final leg to Cairo. We’re now running a bit short of time, or perhaps short of permanent cycling motivation. We simply don’t want to rush through fourteen days without rest anymore, not so close to the end, and thus decided to skip a few hundred kilometers to afford the time to chill out in the one or other oasis.We cycled again from Farfra Oasis into the white desert. It’s said to be one of the most impressive parts of the Sahara and that’s just too true. It began with small wind-shaped chalk stone formations. Round rocks, sometimes piled onto each other, dune shaped rocks and pillars, but all rather small. Then a few kilometers later they grew taller, especially the pillars. We passed a national park entry sign and then the warped shapes grew to the size of cliffs in the most bizarre formations. The desert was spotted with those pillars and weird shapes. One time on the right side, the next moment on the left and then on both sides again. It’s a stunning scenery and an amazing experience to cycle through that “forest of stone” – they are like trees, standing out of the desert in blinding white.The White Desert will end as abruptly as it had slowly begun. We cycled up one of the cliffs and were yet again in the sea of sand. This continued for some time until we reached the Black Desert, my personal favorite of the two.There weren’t as many strange formations and warped stones but the whole desert was covered in a thin layer of black sand and volcanic stones. It sets entirely new and much stronger accents to the elevation of the place and gives a sense of shading below the dunes. The whole desert seems to have much more structure.And then there are those hills, pillars, “Bichels”. Extremely steep hills, almost broad pillars, covered in this mixture of yellowishbeigegold and black. They look like rotting teeth spread amongst the desert and when the sun sets over those hills they shine slightly golden and they cast growing shadows onto each other and the real shadows seem to melt together with the fake shadows of the black sand but sometimes they will also contrast each other, forming illusions where you can’t tell which one is sand and which one is shadow. I loved it.Platt</figcaption></figure>
<p>And once again: I love the desert nights. That’s what, in the end, really makes cycling the desert worth it. That pitch black sky with the millions and billions of stars, the broad whitish band of the Milky Way and perhaps at some point during the night the moon. There’s not much to do in the desert while cycling and since we tend to take naps during lunch break I’m not tired when “going to bed” as soon as it’s getting dark. That leaves me staring at the sky for what feels like hours and I enjoy every second.</p>
<p>It only took us one and a half days to reach Bahariya, the last oasis, but we still decided to spend another day there resting before we took on the 400km to Cairo. At some point we discovered our attitude had once again changed. A sense of melancholy started to spread and we finally realized that something great is coming to an end. Yes, it will be great to see friends and family again and to have a bit of routine but then we won’t be traveling anymore. All together the trade will be a bad one. We wouldn’t mind leaving Africa (09/23: So we thought…), or the desert for that matter, but we both decided that we somehow would like to continue in cooler climates and with less head wind. It has been an epic journey and all together a great and valuable time and it’s sad that we’re closing in on Cairo and the end of it all now.</p>
<p>But of course we still got on our bikes the next day and started cycling to the north-east but Cairo just didn’t lure us anymore. Adding to our misery of not wanting to arrive at the next destination there was  a strong head wind evolving. Too strong. So strong that cycling was no fun anymore.</p>
<p>But then there are those nice little things that make the bad things better: For example at one point we were invited for tea in the middle of the desert where we hadn’t expected anybody by  a railroad worker who for which ever reason had to stay in one of those tiny huts next to the tracks.</p>
<p>Two days later after exactly half way we reached the first and last cafeteria on the way to Cairo. We had a long lunch break by the end of which we had decided we would cycle through the night to Cairo. There were some 190km remaining to Tahrir Square and we didn’t want to rest for the entire day only fourty kilometers or so from the final destination.</p>
<p>We slept until 1 a.m. once again got onto the bicycles and then we cycled through the rest of the night past desert foxes, past oil rigs, past heavy traffic and past the trash dump of Cairo (at least 5kms in diameter!) until we reached the outskirts of Cairo&#8230;.</p>
<p>Tim</p>
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		<title>Die letzten Meilen nach Kairo</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 13:08:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nach der Reise]]></category>
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		<description><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6047-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_6047" title="IMG_6047" />Wir sind in Kairo angekommen! Durch die kühle der Nach sind wir vorbei an Ölbohrstellen, die wie kleine Lichtinseln in der tiefschwarzen Sahara liegen, an den Rand der schier unermesslichen Ausläufern von Kairo angekommen. Und in all dem vergänglichen Chaos &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1477">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6047-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_6047" title="IMG_6047" /><p></p><br /><p>Wir sind in Kairo angekommen!</p>
<p>Durch die kühle der Nach sind wir vorbei an Ölbohrstellen, die wie kleine Lichtinseln in der tiefschwarzen Sahara liegen, an den Rand der schier unermesslichen Ausläufern von Kairo angekommen.</p>
<figure id="attachment_1479" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1479" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1479" title="IMG_6062" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6062.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1479">Durch einen dichterwerden Verkehr fahren wir in smogschwerer Luft durch Villengebieten, in denen keiner leben will und florierenden Industriegebieten, deren Arbeiter in Plattenbausiedlungen mit den Ausmaßen ganzer Städte, untergebracht sind.</figcaption></figure>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6053.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1480" title="IMG_6053" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6053-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a>Und in all dem vergänglichen Chaos tauchen plötzlich mit einer unvergleichlichen Ausstrahlung und Kraft die Pyramiden von Gize vor einem auf.</p>
<p>Ich denke, Tim hat (oder wird noch) die Erlebnisse in ausführlichere Worte fassen. Ich beschränke mich erst einmal auf Bilder und Video. Wovon ich vorhabe in den nächsten Wochen und Monaten noch mehr zu veröffentlichen.</p>
<figure id="attachment_1485" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1485" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1485" title="IMG_6111" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6111.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1485">Tahir Square</figcaption></figure>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6026.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1481" title="IMG_6026" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6026-492x494.jpg" alt="" width="492" height="494" /></a><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6095.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1483" title="IMG_6095" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6095-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6099.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1484" title="IMG_6099" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6099-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a></p>
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		<title>Aswan &#8211; Baghdad</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 14:22:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Aegypten]]></category>
		<category><![CDATA[Egypt]]></category>

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		<description><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5641-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5641" title="IMG_5641" />In Assuan anzukommen war mehr als nur ein Schock. Wir haben mit der Fähre auch Afrika verlassen und sind wieder in „unserer“ Zivilisation angekommen. Die ersten Meter im Ort sind wir an einem KFC vorbeigefahren, an Mc Donald’s Werbeplakaten. Wir &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1436">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5641-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5641" title="IMG_5641" /><p></p><br /><p>In Assuan anzukommen war mehr als nur ein Schock. Wir haben mit der Fähre auch Afrika verlassen und sind wieder in „unserer“ Zivilisation angekommen. Die ersten Meter im Ort sind wir an einem KFC vorbeigefahren, an Mc Donald’s Werbeplakaten. Wir sind versehentlich über den Touristen-Bazaar gefahren und vorbei an unzähligen Hotelburgen. Auf dem Nil lag der TUI-Nilcruiser und die Shops am Straßenrand werben mit „No hassle!“ und „True prices! Honest!“. Der erste Ladenbesitzer der uns angeboten hat und beim loswerden unserer Dollars zu helfen war lustig, der zweite zehn Meter weiter schon nicht mehr. Wenn man jemandem sagt man ist Deutsch kommen sofort aus allen Richtungen die passenden Begrüßungen aus der Pistole geschossen.</p>
<figure id="attachment_1454" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1454" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1454" title="IMG_5555" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5555.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1454">Sonnenuntergang hinter Tempel, Nil und McDonalds</figcaption></figure>
<p>Wenn man jemandem sagt man kommt aus Troja sind alle verwirrt und fragen „Troy?“ – „Yes. Troy.“ „Troy?“  *kollektives Kopfkratzen während dessen man sich davonstehlen kann*.</p>
<p>Wir hatten seit einer gefühlten Ewigkeit keine Touristen gesehen und in Assuan allein waren wahrscheinlich mehr als in ganz Afrika zuvor – und dabei sind diese Saison 70%-80% weniger Touristen in Ägypten. Die ganze Stadt fokussiert sich allein darauf das Geld aus den Weißen (oder in Ägypten meistens eher Pinken bis Krebsroten) zu melken und es scheint in Strömen zu fließen.</p>
<p>Es versteht sich von selbst, dass uns Assuan nicht gefallen hat und die Hochrechnung daraus auf ganz Ägypten hat düsteres ahnen lassen. Binnen eines Tages hatten wir absolut keine Lust mehr durch Ägypten zu fahren. Das Land war zu einem Transitland verkommen und wir hatten nur das Ziel so schnell wie möglich durch und wieder raus zu kommen.</p>
<p>Zugegebener Maßen allerdings haben wir auch einige dieser Touristenaktivitäten selber mitgemacht – allerdings hauptsächlich wegen Toms negativen Einfluss. Wir sind zwei hundert Meter mit einer Pferdekutsche gefahren und haben ein Fischerboot für zwei Stunden auf dem Nil gemietet. Und danach haben wir Assuan fluchtartig verlassen ohne ein einziges der Monumente anzusehen. Leider haben die uns zu dem Zeitpunkt beide mehr abgeschreckt als interessiert, die Touris auf den Straßen haben uns schon gereicht, da muss man nicht noch zum Hotspot gehen. Und für einen umgefallenen Obelisken schon lange nicht.</p>
<figure id="attachment_1455" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1455" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1455" title="IMG_5550" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5550.jpg" alt="" width="800" height="270" /><figcaption id="figcaption_attachment_1455">Skyline von Assuan: Hotelkomplexe und Kreuzfahrtschiffe</figcaption></figure>
<p>Bevor wir Assuan dann verlassen haben wollten wir noch unsere Rückflüge buchen, was nicht ganz so einfach war wie gedacht. Ich konnte zuerst überhaupt nicht zahlen weil ich seit Äthiopien wieder keine Kredit Karte hatte und Fabians wurde von der Website schlicht nicht akzeptiert. Wir waren dann kurz verzweifelt und hatten die Vision, wie wir bis ans Ende der Zeit in diesem schrecklichen Land gefangen wären, aber dann ist uns eingefallen, dass wir ja jetzt gewiefte Reiseradler sind und wir sind kurzerhand zum EgyptAir Office gegangen und haben unsere Flüge analog gebucht.</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5544.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1456" title="IMG_5544" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5544-239x494.jpg" alt="" width="239" height="494" /></a>Mit der Entscheidung wann wir welchen Flug nehmen haben wir auch die wiederkehrende Sinn- und Motivationskrise überwunden, die uns seit Wadi Halfa verfolgt hat. Wir waren die ganze Zeit hin- und hergerissen zwischen dem Willen  einfach schnell durch Ägypten zu fahren und Ende zu machen und die verbleibende Zeit noch zu nutzen und möglichst weit zu fahren. Vor allem war die Entscheidung aber zwischen: Ätzendes aber etwas kürzeres Niltal, oder schöne Wüste aber&#8230; Wüste eben.</p>
<p>Unsere Erfahrungen im Sudan hatten uns die Wüste als solche nicht als besonders angenehmen Ort in Erinnerung gelassen und wir hatten eigentlich kein besonders großes Bedürfnis uns wieder ewig lang die Nächte um die Ohren zu hauen. Mit entscheidend war dann die Tatsache, dass es in Assuan etwa 10° kälter war, als in Halfa und wir haben uns für die Wüste entschieden.</p>
<p>Zwei Tage später sind wir als kleinem Umweg in Luxor angekommen. Zu dem Zeitpunkt war wegen vieler guter Erfahrungen mit lokaler Bevölkerung Ägypten als Land schon teilweise wieder rehabilitiert aber zumindest weit davon entfernt die Hölle auf Erden zu sein.</p>
<p>Luxor war dann natürlich wie Assuan, nur schlimmer. Hotelburgen reihen sich an Hotelburgen und achja&#8230; Argh einfach! Das erste Hotel wo wir halbherzig gefragt haben wollte 30$ für das Doppelzimmer und ein Gast in der Lobby hat mir Stein und Bein geschworen wir werden in Luxor nichts günstigeres finden.</p>
<p>Das Zweite hat 25LE die Nacht gekostet, etwa 4$. Der Ort selbst war super, „Boomerang Hotel“ geleitet von einem Australisch-Ägyptischen Ehepaar unter der Devise einen Ort in Luxor haben zu wollen, der Touristen nicht abzockt. Beide waren super freundlich und extrem hilfsbereit. Für unseren zweiten Tag hat uns Muhamad z.B. ein günstiges Motorrad zum „mieten“ organisiert und Mia hat uns geholfen Origianl Internationale-Studienausweise zu bekommen – auf Basis gefälschter bzw. ausgelaufener Dokumente!</p>
<p>Das tolle an den Int. Studiausweisen ist, dass man damit bei jeder Sehenswürdigkeit 50% Rabatt kriegt und bei der schieren Anzahl an Sehenswürdigkeiten ist das Geld für die Ausstellung schnell wieder reingeholt. <a href="http://www.boomerangluxor.com/">www.boomerangluxor.com</a></p>
<p>Und ja: Wir haben uns in Luxor durchgerungen uns die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Es sind dieses Jahr 70%-80% weniger Touristen in Ägypten als sonst und wahrscheinlich sieht man sie nie wieder so „menschenleer“. Trotzdem waren sie noch für unsere Wahrnehmung zum Bersten gefüllt. Wir mussten zwar an Ticketoffices nie Schlange stehen, aber jeder Ort hatte dann so seine 300+ Touris die rumliefen und fotografiert haben und mit kleinen Minizügen die 150m zwischen Ticketoffice und Tempel überbrückt haben.</p>
<p>Interessanter Weise sahen die auch alle gleich aus, weiße Kleidung, Krebsrot, leicht adipös. Mir ging es an dem Tag wegen Kopfschmerzen nicht besonders gut und die Mischung daraus, aus Hitze und aus Touristen hat mir den Tempel von Hatchepsut und das Tal der Könige wohl etwas vergällt. Dazu kommt, dass zur Zeit einfach unsere „Festplatten“ voll sind. Wir haben den Punkt einer Reise erreicht, an dem es schwierig ist noch mehr aufzunehmen und man etwas tristen Alltag braucht um wieder Platz für mehr beeindruckende Erfahrungen zu schaffen. Die Tempel sind in ihrerer Monumentalität einfach schwer zu fassen.</p>
<p>Allerdings hat diese Tempel Exkursion auch eine interessante Erkenntnis gebracht. Für uns nicht ganz neu, aber aus dem Blickwinkel dann doch. Wir sind mittlerweile sehr stark mit der arabischen Kultur assimiliert. Wir mögen zwar keine Vorbilder sein, was das Tragen von langer Kleidung angeht, aber das liegt daran, dass wir in der Wüste Fahrrad fahren. Da mit langer Hose rumzueiern kriegen wir einfach nicht hin und sobald wir Pause machen tragen wir dann auch wieder lang.</p>
<p>Worauf ich hinaus will ist folgendes: In ganz Afrika eigentlich, aber besonders stark in der arabischen Welt, zeigt man in der Öffentlichkeit keine Beine. Man macht es einfach nicht, es gehört sich nicht und ab einem bestimmten Alter trägt man lang, egal was. Uns ist es jedes Mal schrecklich peinlich, wenn wir irgendwo eingeladen werden und dann da in Shorts rumsitzen und ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich versucht habe die kurzen Beine über die Knie zu ziehen.</p>
<p>Der durchschnittliche Pauschaltourist trägt kurze Shorts, ein offenes oder garkein Hemd und eine Sonnenbrille. Die durchschnittliche Pauschaltouristin trägt entweder hotpants oder ein schulterloses Sommerkleid. Im Zweifelsfall zeigt sie noch Rücken oder Bauch.</p>
<p>Diese Kleidung erschien uns absolut unpassend, anstößig! Wie kann man denn so in der Öffentlichkeit rumlaufen!? Das geht doch nicht! Wir haben uns mal wieder für unsere Landsleute und ihre Ignoranz wenn sie in den Tourist-Mode gehen geschämt. Wie kann man in ein arabisches Land fahren, v.a. nach all dem, was zur Zeit an Hetze auf beiden Seiten durch die Medien läuft und sich dann so daneben benehmen? Auf einmal war uns klar wie die Gedankengänge zu Stande kommen, von denen die Extremisten beeinflusst werden. Man muss sich vorstellen, dass man aus einem erzkonservativen kleinen Dorf in der Wüste kommt. Sein ganzes Leben lang sieht der Mann außer seiner Mutter keine einzige unverschleierte Frau, trinkt keinen Alkohol und lebt gesittet und im Einklang mit Koran und Kultur. Und dann kommt er nach Luxor wo das Laster regiert. Frauen zeigen mehr Haut als arabische Frauen beim baden im Meer, Westliche Touristen betrinken sich in Diskos, überall wird mit Geld um sich geworfen. Luxor muss einem erscheinen wie ein Sündenpfuhl und der westliche Tourismus wie ein großes Übel, verderblich für Jugend und Kultur. I don’t support him but I understand him and it is partially or mainly our own fault.</p>
<figure id="attachment_1457" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1457" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1457" title="IMG_5512" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5512.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1457">Nach einem weitern Tag Pause haben wir Luxor dann verlassen und sind in die Wüste gefahren. Unser Plan sah vor, dass wir die 60km bis zum Highway mit dem Rad fahren und dann zur ersten Oase hitchen um etwas Zeit zu sparen und gemütlich nach Cairo fahren zu können. Wir sind jetzt in den Slow-Mode übergegangen.So der Plan... Die Umsetzung hat bis Phase II auch hervorragend geklappt. Nach etwa einer Stunde hatten wir einen Pickup angehalten, der uns mitnehmen wollten und dann auf einmal ist dieser Pickup explodiert. Einfach so, ein gigantischer Knall. Eine Rauchwolke. Pickupteile fliegen durch die Gegend. Man sieht den Truck kurz aus seiner eigenen Staubwolke fliegen und hört ihn scheppernd wieder landen.Ein großer LKW ist an uns vorbeigefahren, hat den kleinen PKW gerammt und gute einen Meter in die Luft geschleudert. Die gesamte Ladung von Mehlsäcken ist dramatisch explodiert und hat eine filmreife Staubwolke produziert. Gott sei Dank wurde bei der ganzen Aktion niemand verletzt, aber das Auto konnte man vergessen. Die komplette hintere Hälfte völlig zerstört und verbogen, absolut unbrauchbar und das nur, weil sie uns mitnehmen wollten *seufz*.Wir haben noch einem der uns mitnehmen wollte und sich geschnitten hatte die Hand verbunden und dann das einzige getan, was noch sinnvolles zu tun war: Wir sind weitergefahren. Wir konnten den Leuten da höchstens im Weg stehen, ohne hin kein Wort arabisch sprechen und es wurden minütlich mehr Autos die da am Highway geparkt haben um sich das Spektakel anzusehen. Irgendwie hatten wir Angst, dass gleich noch ein LKW rein rast und eine Massenkaramboulage anrichtet.nicht &quot;unser&quot; Unfall</figcaption></figure>
<p>Vorsichtiger als je zuvor sind wir mit den Rädern in die Wüste gefahren und dann einfach weiter und durch. Zwischenzeitlich wäre uns fast die Nahrung ausgegangen, aber die regelmäßigen Police-Checkpoints haben uns mit mehr oder weniger schimmligen Brot über Wasser gehalten. Und dann&#8230; dann sind wir in der ersten Oase, in Baghdad angekommen.</p>
<p>Um Fabians Facebook Status zu zitieren:  „zwar in Bagdad in Aegypten aber wir wurden als Geiseln genommen und erst freigelassen, nachdem wir die kompletten Vorraete aufgegessen hatten &#8230; dabei hatten wir nur nach dem Weg zum Baecker gefragt!“</p>
<p>Das trifft die Sache ziemlich genau. Wir müssen ziemlich ratlos ausgesehen haben, als wir in diesem Ort am A* der Welt angekommen sind. In Baghdad wohnen vielleicht 200 Seelen, es war früh Morgens, Ramadan UND Freitag – und abgesehen davon gab es in dem Ort eh keinen Laden. Und wir hatten kein Brot&#8230; Aber wir sind Radler und wir brauchen unser Brot. Also standen wir da hilflos in dem Ort vor der geschlossenen Bäckerei und kurz darauf kam ein Mann und hat uns nach dem Problem gefragt.</p>
<p>Nachdem er observiert hatte, dass die Bäckerei geschlossen hat, hat er kurzer Hand seinem 12 Jährigen Sohn die Autoschlüßel in die Hand gedrückt und uns mit zu sich nach Hause genommen. Um uns Brot zu geben, wie wir dachten.</p>
<figure id="attachment_1453" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1453" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1453" title="IMG_5777" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5777.jpg" alt="" width="800" height="463" /><figcaption id="figcaption_attachment_1453">Wir saßen dann da im düsteren Wohnzimmer, vor uns eine gigantische Tüte Brot und haben uns gefragt, wie wir uns jetzt am besten abseilen könnten. Als wir dann auf die Idee gekommen sind das gleiche wie immer zu tun: Aufstehen, überschwänglich bedanken und in Richtung Tür gehen, hat uns unser Gastgeber aber den Weg verstellt und unmissverständlich klar gemacht, dass wir jetzt nicht gehen können. Seine Frau und Tochter bereiten doch noch das Essen für uns zu!Und wieder ein paar Minuten später, wir hatten uns unserem Schicksal ergeben, haben die Frauen ein Wahnsinns Festmahl aufgetischt. Mit X-verschiedenen Soßen, Hähnchen, Brot, köstlichem Knoblauch Schleim und Salat. Danach gab es Tee und dann sollten wir eigentlich noch Mittagsschlaf machen (um 10 Uhr morgens), aber da haben wir uns dann doch geweigert <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .Wir haben noch ein wenig mit der achtköpfigen Familie rumgealbert, Fotos und Karten von daheim bzw. Ägypten gezeigt und uns mit Händen und Füßen unterhalten und sind aus dem Bedanken kaum mehr rausgekommen. Irgendwann konnten wir uns dann doch losreißen und sind dann schweren Herzens wieder weiter auf den langen, Gegenwind geprägten Weg nach Cairo.Auf dem Weg nach BAgdAd</figcaption></figure>
<p>Ich finde es immer noch schwer zu fassen, wie man völlig unerwartet und unverhofft Opfer von so überwältigender Gastfreundschaft werden kann. Man muss bedenken, dass gerade Fastenzeit ist und alle uns beim Essen zugesehen haben!<br />
Ägypten hat sich mittlerweile vollständig bei uns rehabilitiert. Wir haben viele kleine unentdeckte Ecken entdeckt. Plätze, an denen nie oder sehr selten Touristen vorbeikommen und an denen das Leben unbeeinflusst von uns weitergeht. In denen alte Männer entspannt unter Dattelpalmen liegen und ihre Wasserpfeife rauchen, wo Esel Wasserpumpen antreiben und Kinder durch die Haine und Plantagen toben. Wo sich alte Lehmhäuser an Felsen reihen und das Leben einen ganz eigenen ruhigeren Fluss hat – eine gewisse Tranquility.</p>
<figure id="attachment_1460" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1460" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1460" title="IMG_5679" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5679.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1460">In diesen Orten, wo Ägypten noch das Ägypten ist wie man es sich vorstellen will, ist das Land wunderbar. Es ist atemberaubend, wenn man Ziel der Großzügigkeit und Offenherzigkeit der Bevölkerung wird. Ägypten ist ein tolles Land, sobald man es überhaupt mal findet.Und genauso gut kann es sein, dass man zehn Kilometer von hunderten Schleppern belagert und in den Wahnsinn getrieben wird. Wenn ich eins auf dem Weg nach Baghdad gelernt habe dann ist es: Gib Ägypten eine Chance! (Aber mach es richtig).Wanderduene auf Wanderschaft</figcaption></figure>
<p>We took a wrong turn and have no officially and intendedly reached Baghdad. It’s a small place, not very spectacular and doesn’t seem to host any living beings. We did find humans there though and once again an example of amazing hospitality. But before that, here’s how we got there:</p>
<p>When we arrived in Aswan we were, mildly said, shocked. We hadn’t seen any tourists in I don’t know how long, or at least not in these numbers. The entire city of Aswan seems to be focused solely on the lucrative business of ripping off stupid Faranji. There were hotels everywhere, we crossed by accident the Tourist-Bazaar and before we even had a place to stay we had passed a KFC and a Mc Donald’s advertisement. Shops advertised with “no hassle, have a look!” and “Honesty! Real prices.” The first street vendor who tried to lure us by claiming he could help us get rid of our money was funny, when two meters later another one said exactly the same it wasn’t funny anymore.</p>
<p>En bref: We were shocked. And we did not like Egypt. At all.</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5711.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1462" title="IMG_5711" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5711-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a>Within half a day all our enthusiasm about reaching our final country had vanished, we had decided we would be here solely for transit, wouldn’t look at anything and just rush up the Nile valley as quickly as possible to get to Cairo and out of Egypt as quickly as possible.</p>
<p>We didn’t see any of the sights in Aswan the second day and we left on the third so basically we didn’t see anything. It was a waste, especially since this season there’s about 70%-80% less tourists than normal in these places, but we didn’t have the slightest interest in the places anymore. We couldn’t cope with those remaining numbers of tourists (which were still more in one place than we had seen in all of Africa before) and Tom fittingly said that “your hard drives are full”. I guess that’s a good metaphor.</p>
<p>I have to admit though that we did, mainly due to the influence of Tom and with an ironic attitude, a few of those tourist things in town. E.g. we took a 200m ride on a horse coach and before that a two hour trip on the Nile on a local sailing boat.</p>
<figure id="attachment_1463" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1463" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1463" title="IMG_5718" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5718.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1463">Schaedel Rolf, the Harbrbringer of peace</figcaption></figure>
<p>Also in Aswan we decided we had to book our return flights since most recent research had shown that the prices are now rapidly increasing. When we finally had decided on a flight we discovered that I couldn’t pay because I was lacking the credit card and Fabian couldn’t pay because his credit card wasn’t accepted online. For an hour or so we thought we were stuck in that awful place called Egypt but then we decided we were now too seasoned travelers to be rendered helpless by that and just went to the local Egypt Air bureau to book our flight.</p>
<p>With booking the flight we also solved our problem which way to take to Cairo, into the desert again or through the infamous Nile valley. We decided to go through the desert but it took a long long time to make that decision.</p>
<p>It took us two days to reach Luxor and by that time Egypt had already been partly rehabilitated by positive experiences with the local population. Luxor then itself was of course like Aswan – only much worse. The first hotel we looked at I met a man who was convinced that it was the cheapest place in town. 30USD per double.</p>
<p>The next try produced the “Boomerang Hotel”, an Australian-Egyptian Hostel which offers the rooms for reasonable 25EL p.p. (around 4$), the place is clean well kept, empty at the moment and even has WiFi. But most important: The owners are great. It’s run by Muhammad and his Australian wife Mia both which are extremely friendly and helpful. Muhammad organized us a cheap “rental” motor bike for our second day in Luxor which we took to speed down to the other side of the Nile and get a glimpse at some of the monuments. Yes we DID go sight-seeing. Mia then assisted us in getting the original international students ID on basis of fake documents. The advantage of having this ID-card in Egypt is that it cuts the prices of all monuments by 50%. And then they were just friendly and we had a few nice talks. Muhammad by the way speaks fluent German. <a href="http://www.boomerangluxor.com/">www.boomerangluxor.com</a>. They run this hostel with the philosophy of wanting to have a place in Luxor where tourists are not going to be ripped off.</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5641.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1473" title="IMG_5641" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5641-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a></p>
<p>The monuments were… well. Nice. They didn’t evolve the magic the pyramids in Sudan did. The sun was too bright, I wasn’t feeling so well and even though you didn’t have to queue to get your entrance tickets the monuments themselves hosted some 300 tourists each.</p>
<p>Tourists in Egypt are generally the type of 7-day all inclusive Egypt for 300€. I really can’t understand these people, can’t connect with them or even feel as I was part of them (which by culture I am). How can the dream of a young man be to take his girlfriend on a two week Egypt holiday while not having any influence on the content and progress at all? That seem awful to me. But then it must be the case…</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5685.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1464" title="IMG_5685" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5685-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a>Oh well. We realized at the temple of Hatchepsut that we were starting to assimilate with Arab culture. We are of course not very good examples of decent clothing. We always wear shorts and most of the time t-shirts but while we feel heavily embarrassed by that when we’re in public there’s simply no way how you can cycle in long trousers in 40°+. And as soon as we’re not cycling for a day we’ll switch into long set. How can you possibly show your legs in public!?</p>
<p>That said we had a totally different view on how the tourists dress. It appeared to me to be absolutely offensive, immodest and awful for women to wear skirts or shorts, shoulder free tops or for men shorts as well and perhaps no shirts at all. We suddenly realized how it might appear to an Arab who all his life in some oasis had only seen women wearing scarfs or burka when outside. Luxor must be a den of sin and filth for everybody who highly values the dress code and since religion has a much higher position and value here than in Europe that might be more people than we would expect. The way our lot behaves when it’s in tourist-mode is awful and ignorant.</p>
<figure id="attachment_1465" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1465" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1465" title="IMG_5656" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5656.jpg" alt="" width="800" height="302" /><figcaption id="figcaption_attachment_1465">We left Luxor for the western desert after another day of rest. We’re taking things slow now, Egypt is our warm down phase. We had decided to hitch the first stretch into the desert to make up for some time and have more flexibility afterwards. That still included cycling 60km into the desert to reach the main highway. After some time a pickup stopped and offered us a lift to the oasis. Fabian came running back to me, where I was standing in the shade and waiting and from behind one of those huge cargo trucks sped up. Then there was a gigantic crash, our pickup flew a meter into the air, a huge dust cloud around it and car parts flying in every direction. The big truck lost control for a few meters and finally came to a stop.When the dust settled we could see the damage. The truck must have rammed the pickup from behind and squashed its entire back. Half of its meal-sacks exploded and gave the crash a movie like dust and smoke excitement. Gladly nobody was hurt although the car was damaged to “Totalschaden”. We bandaged one of our would-be drivers who cut himself on a wrecked piece later and then because we couldn’t do anything else went on. Seeing what had happened to the pickup we decided to be even more careful around the big trucks also we decided hitching wasn’t such a good idea after all and we just cycled into the desert.Worked perfectly fine of course, the place is beautiful and although we almost ran out of food we got a few pita breads from each police check point which brought us through.And then we arrived in Baghdad, the first town of El Kharga Oasis. It is tiny, perhaps 200 souls living there and we needed to stock up on food, namely bread. The problems were: The place was so small it didn’t have a shop, even if it had a shop it was Friday and then it was early in the morning and it’s Ramadan. Short: It was impossible to get our hold on some Choubs on the normal way (i.e. buying it in a shop or bakery). We must have looked rather helpless because a few minutes after we stopped a man approached us and asked us what the matter is. Then he told us the bakery was closed and we should follow him. While his twelve year old son drove the car home he walked with us to his place and invited us inside. After two minutes his wife had brought a bag with dried bread for us to take with us. We decided we should try to leave so we wouldn’t stress the people too much but of course they wouldn’t let us go anymore. Once you’re invited into a home there’s no way you can leave before you have gone through at least most of the hospitality ceremony. Drinking, eating, Chai (and sleeping). After some time wife and daughter brought that huge meal with amazing sauces and fried pasta and we had a very bad conscience about eating while everybody else was fasting but there’s not much we could do about it. And anyway, we enjoyed ourselves and the food very much.We later showed the family our pictures and maps and everybody had a great time. I especially liked Muhameds wife, a very lively and intelligent woman who grasped the English bits and our names extremely fast.Later that day on our way to El Kharga a man in a car would stop just to give us a few dates. And along our trips in Egypt we discovered several small and remote places, totally unaffected by mass tourism where people live a “traditional” lifestyle. Or perhaps more than traditional a lifestyle which is not focused on making money out of foreigners by selling useless crap.Egypt in the touristy places is awful and although I keep telling myself there could be 80% more tourists in normal years there’s still too many. But as soon as you have the possibility and time to discover the Egypt which is not influenced by these millions of Westerners it is a beautiful and lovely place with hospitality and kindness which will easily live up to what we experienced in Sudan.Schlafplatz in der Sahara</figcaption></figure>
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		<title>Abu Hamad &#8211; Aswan</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 22:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5481-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5481" title="IMG_5481" />Wie bereits angekündigt haben wir unsere Wüstenexpedition überlebt. Allerdings hatten wir als wir die Sache angegangen sind nicht damit gerechnet, dass es ein Fehlschlag auf so ganzer Linie sein würde. Die Straße von Abu Hamad nach Wadi Halfa hat sich &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1433">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5481-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5481" title="IMG_5481" /><p></p><br /><p>Wie bereits angekündigt haben wir unsere Wüstenexpedition überlebt. Allerdings hatten wir als wir die Sache angegangen sind nicht damit gerechnet, dass es ein Fehlschlag auf so ganzer Linie sein würde. Die Straße von Abu Hamad nach Wadi Halfa hat sich als die erste Grenze in Afrika rausgestellt, die wir nicht ohne zu hohes Risiko überqueren konnten. Die erste Grenze, an der wir kapituliert haben und es war eine natürliche Grenze, keine Menschen – höchstens Psychologie.</p>
<p>Wir haben da eine unglaublich wertvolle, irgendwo gespenstische, Erfahrung gemacht: Die Erfahrung dass man sich weiter und weiter auf den Point of no Return zubewegt, zu wissen dass man sich (so pathetisch das jetzt auch klingen mag) „mit jedem Meter seinem Verderben nähert“, dass man jeder Zeit umkehren könnte, aber irgendwas treibt einen weiter, alles in einem schreit danach zurück zu fahren, der gemeine Menschenverstand hämmert mit einem Vorschlaghammer auf das ZNS um die Beine zum stoppen zu bringen, aber man fährt einfach weiter.</p>
<p>Wir haben unseren Gold schürfenden Freund um zwölf in der Nacht verlassen um die erträglichen Nachtstunden zu nutzen um etwas Strecke zu machen, bevor die (Mit)Tageshitze uns komplett lahm legt. Die Etappe ging gut los, er hat uns eine Abkürzung zu einer Asphaltstraße gezeigt, die die ersten 35km in die Wüste geführt hat. Bis Station 10. Danach ging die Asphaltstraße irgendwo hin und wir weiter an der Bahnlinie auf der Piste entlang Richtung Station 6, der nächsten Wasser Tankstelle.</p>
<p>Die Sicht war dank Vollmond sehr gut, in der Ferne konnte man Berge sehen, nach vorne sicher zwei Kilometer Sicht, selbst die Piste im Wüstensand zu verfolgen war kein Problem. Wir haben an Station 10 noch einmal Wasser aufgetankt, auf etwa 11l pro Person und sind dann naja&#8230; in die Wüste. Bis Station 6 sind es von Station 10 140km, das geht mit 11l knapp zu überbrücken, aber da die Straße ja die Hauptverkehrsstraße von Abu Hamad nach Halfa ist, sollte es kein Problem sein Trucks für Wasser zu stoppen. Dachten wir.</p>
<p>Das erste Problem war, dass die „Piste“ sich über eine Breite von 5km in die Wüste erstreckte und einfach eine Ansammlung verschiedener Fahrspuren in diesem Gebiet war die alle mehr oder weniger in die gleiche Richtung führten. Obwohl das ein Vorteil sein mag, wenn man Sandverwehungen ausweichen will, ist es ein ganz entscheidender Nachteil wenn über sechs Stunden Fahrzeit zwei Autos vorbei fahren und beide in etwa zwei Kilometer Abstand.</p>
<p>Wir sind bis kurz vor Morgengrauen gefahren, die halbe Stunde in der der Mond untergegangen ist und die Sonne noch nicht aufgeht sind zu finster um sinnvoll zu fahren und perfekt für einen dreißig-Minuten Powernap. Mit der Sonne ist uns auch aufgegangen, wie beschissen (sorry) wir gerade dastanden. Es gab einiges, was uns in der Nacht nicht ganz klar war – von der Dunkelheit versteckt. Erstens: Wir waren wesentlich langsamer als erwartet. Sand und Gegenwind hatten uns auf Fünf Kilometer pro Stunde runtergebremst, bei den verbleibenden 120km wären das 24 Stunden Fahrzeit(!) gewesen und DAFÜR hätte unser Wasser niemals gereicht.</p>
<figure id="attachment_1394" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1394" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1394" title="IMG_5353" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5353.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1394">Die zweite Erkenntnis war, dass man Tags über noch schlechter gesehen wird als Nachts und die Chancen bei dem so gut wie nicht vorhandenen Verkehr jemanden anzuhalten nahezu verschwindend gering sind.Die dritte Erkenntnis erscheint zuerst banal, ist aber die entscheidende gewesen. Es gibt in diesem Abschnitt der Wüste nichts. Nichts, nichts, absolut nichts. Ich habe oft von „Nichts“ geschrieben, aber damit meinte ich i.d.R. Abwesenheit von Leben, meistens gab es Hügel, Struktur, Steine.Da in der Wüste gab es nur groben Sand, absolut flach soweit das Auge reicht. Linker Hand waren die Gleise mit zerborstenen Telegraphenmasten die sich in beide Richtungen in die Unendlichkeit erstrecken und auf den Masten saßen unsere zwei ständigen Begleiter, ein Geierpärchen. Der Anblick ist gelinde gesagt zermürbend, aber selbstverständlich sind wir weitergefahren. Der Tag war ja noch jung und jetzt bei Tageslicht kommt man auch schneller vorwärts.Fünf Kilometer später sind die Geier umgedreht und zurück geflogen und mit jeder Minute die verstrichen ist, wurde das Gefühl stärker dass wir gerade einen ganz ganz großen Fehler machen. Wir haben uns vorgestellt, wie wir uns mit letzter Kraft und komplett abgepacktem Rad zu Station 6 schleppen (interessanter Effekt übrigens: Wenn man sich Survivalsituationen ausmalt, in denen jemand stirbt bzw. sterben kann, ist man im Zweifelsfall immer selbst der Überlebende. Man stellt sich nicht seinen eigenen Tod vor sondern seinen eigenen Nahtod.). Ganz so schlimm ist es für uns nicht gekommen, aber unsere Fantasien haben die ganze Situation nicht besser gemacht.Nochmal fünf Kilometer später sind wir dann stehen geblieben, ohne ein Wort wussten wir beide warum und wie diese Pause enden würde. Wir haben unseren letzten Kuchen aufgegessen und Liter drei angebrochen, kurz die Situation erörtert und ohne Überraschung festgestellt, dass wir über die letzten zwei Stunden beide exakt das gleiche (mit Ausnahme dessen, wer stirbt <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) gedacht haben und im Grunde nur einige vernünftige Option besteht: Umdrehen, solange wir noch können.Wir saßen trotzdem im Sand und haben diskutiert und waren frustriert, unser Ehrgeiz diese Strecke zu überbrücken war immernoch da und hat uns nicht losgelassen. Entscheidend war dann das erste Auto seit Sonnenaufgang – das in drei Kilometer Entfernung vorbeigedüst ist ohne uns zu sehen. Damit war uns dann klar, dass nicht genug Verlass auf den Verkehr ist um die Weiterfahrt zu riskieren, dass wir so oder so nicht genug Zeit haben um mit fünf Stundenkilometern durch die Wüste zu kriechen und dass die ganze Aktion Selbstmord ist.ich muss an Christopher McCandless aka Alexander Supertramp denken</figcaption></figure>
<p>Als ob sie unsere Entscheidung (hat ihr auch ordentlich die Arbeit erleichtert) begrüßen würde, hat Radler Fortuna uns einen Truck mit Goldgräbern aus Richtung Halfa geschickt, der uns gesehen hat und zu uns gekommen ist. Nach kurzem gestilkulieren konnten wir ihnen klar machen, dass wir einen Lift nach Abu Hamad brauchten und die Leute waren sofort bereit uns aus der Wüste raus zu bringen. Oben auf dem Truck gab es dann auch einen Goldgräber der etwas Englisch sprach und uns eröffnet hat, dass es a) an Station 6 zur Zeit kein Wasser gibt und b) auf dieser Strecke überhaupt kein Durchgangsverkehr nach Wadi Halfa mehr fährt – alle nehmen die neue Straße von Atbara nach Dongola und auf der alten Piste sind nur noch Goldgräber unterwegs.</p>
<p>Seems as if we made the right decision.</p>
<figure id="attachment_1398" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1398" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1398" title="IMG_5394" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5394.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1398">unsere Rettung: bis an die Zaehne bewaffnete Goldgraeber ... mit wertvoller Fracht</figcaption></figure>
<p>Elf Stunden nachdem wir unseren Freund in Abu Hamad verlassen haben sind wir wieder in seinem Laden aufgetaucht. Er war&#8230; mittelmäßig erstaunt, aber hat sofort eingesehen dass wir die Strecke als „It is impossible with bicycle!“ deklariert haben. Wir haben ihm erzählt, dass wir dank unserem Scheitern jetzt nach Atbara und dann nach Wadi Halfa trampen müssen und noch während wir im zweiten Erklärvorgang waren (wir dachten er hätte es nicht verstanden) hat er telefoniert und uns einen Bus am Busbahnhof anhalten lassen zu dem wir dann sprinten mussten.</p>
<p>Unser zweiter Besuch in Abu Hamad hat etwa dreißig Minuten gedauert.</p>
<p>Die folgenden Tage waren dann vergleichsweise ereignislos. Wir haben mit einem face-palm Gefühl die neue Straße von Atbara nach Dongola gefunden, die erst 2010 gebaut (und fertiggestellt) wurde und deswegen auf unserer Karte nicht eingezeichnet war.</p>
<p>Wir sind weiter nach Norden getrampt und haben dann in Dongola drei andere Reisende (Kim, Tom und Daoud (was sicher nicht richtig geschrieben ist aber zumindest so gesprochen wird) getroffen. Außerdem haben wir in Dongola wieder einen dieser wunderbaren Mikrokosmen entdeckt wie das letzte Mal in diesem Extrem in Lusaka bei Mr. Faddah.</p>
<p>In Dongola gibt es ein Koreanisches Guesthouse, gebaut von einem Koreanischen Studenten und großem Bewunderer der nubischen Kultur. Er hat nubische Geschichte in Korea studiert, will jetzt seine Doktorarbeit über die Lebensweise auf Nilinselns schreiben und weil er Sudan liebt und dort lebt hat er sich als Lebensunterhalt dieses Guesthouse aufgebaut. Der Herr (ich habe leider seinen Namen vergessen. Wenn ich mit den afrikanischen manchmal noch halbwegs zu recht komme, hört es bei mir mit asiatischen und arabischen Namen dann völlig auf) lebt mit seiner Frau und seinen drei trilingualen Kindern (fließend Englisch, Koreanisch und Arabisch) im hinteren Teil des Guesthouses und stellt der berühmten nubischen Gastfreundschaft ernsthafte Konkurrenz dar.</p>
<p>Zumal das Guesthouse itself ein wunderbarer Ort ist, wahrscheinlich der schönste den wir im Sudan gesehen haben. Perfekt saubere Räume mit neuem Anstrich, Französische Toiletten (oder Arabische, für die die bevorzugen), ein Rooftop Garden, Kletterwand und Fußmassageparcour. Was Massagen angeht bekommt man die bei Bedarf auch vom Hausherren oder seiner Frau persönlich und nach allen Regeln der Kunst. Langer Rede kurzer Sinn: Falls irgendjemand mal in den Nordsudan kommt (was ich sehr empfehlen würde) und dann zwangsläufig nach Dongola, sollte er auf jeden Fall in diesem Guesthouse ein paar Tage bleiben und sich jede Frage über nubische Kultur beantworten lassen oder zur Abwechslung mal koreanische Küche essen.</p>
<p>Ein weiterer Sympathiebonus übrigens:  Der Koreaner (ich wünschte ich wüsste seinen Namen noch, ich glaube etwas wie Ila) fährt regelmäßig nach Khartoum um beim Äthiopier Injera zu essen!</p>
<p>Am Folgetag sind wir dann auf einem Zementlaster nach Wadi Halfa gefahren. Als kleine Anmerkung: Ich werde das fahren auf den Ladeflächen von Pickups und Trucks in Deutschland so unendlich vermissen&#8230; Aber zurück zu Halfa und dem Weg da hin. Die Straße hat wieder durch bilderbuchartige Wüste geführt, zumindest der Teil vom Bilderbuch der beeindruckende Berge und Felsformationen abbildet. So langsam drängt sich mir der Verdacht auf, dass sich Wüste im Zeitraffer einfach besser erlebt, als mit dem Rad. Wadi Halfa hat dann wirklich nichts mehr zu bieten. Wenn ein Tag da zu warten schon schlimm ist, ist eine Woche sicher fatal. Für uns ist es bei einem Tag geblieben.</p>
<figure id="attachment_1438" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1438" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1438" title="IMG_5427" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5427.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1438">auf einem Zementlaster durch die Wueste heizen</figcaption></figure>
<p>Einen entscheidenden Vorteil hat der Ort allerdings doch. Es spricht fast jeder fließend Englisch, was so ziemlich das erste Mal im ganzen Sudan war. Wir hatten da dann endlich die Zeit, Muße und Gelegenheit einige interessante Gespräche mit den Leuten zu führen. Darunter sogar eine Frau!<br />
Die Meisten waren sich einig, dass Sudan ein gutes Land ist, obwohl sich die Meinungen über Bashir durchaus unterscheiden. Ägypten oder Südafrika sind aber trotzdem besser, da die wesentlich weiter entwickelt sind. Das mag zwar wahr sein, die Tatsache dass Sudan mit Ausnahme von Rwanda aber das weitest entwickelte Land seit vier Monaten ist konnten sie dann aber fast nicht glauben. Die Trennung vom Südsudan haben die meisten als gut empfunden und einer hat sogar prophezeit, dass sich der Trend mit Darfur und allen anderen Regionen fortsetzen wird und dass man am Ende ganz viele kleine unabhängige Splitterstaaten haben wird.</p>
<figure id="attachment_1439" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1439" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1439" title="IMG_5472" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5472.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1439">unser Hotel/Guesthouse/Herberge/Absteige/Lager/Schlafplatz in Halfa</figcaption></figure>
<p>Am Mittwoch sind wir dann auf die Fähre, haben da wieder Kim, Tom, Daoud und 22 andere Faranjis getroffen und mit den ersten dreien die meiste Zeit verbracht. Schachturnier, Karten, Quatschen und der hilflose Versuch die sechzehnstündige Bootsfahrt totzuschlagen. Am eindruckvollsten war wieder die Nacht. Im Grunde war die zwar wie die bereits beschriebenen Wüstennächte auch, aber diesmal hatte sie noch einen Zusatz: Während sich über uns wieder der endlose Wüstenhimmel erstreckt, Scharen von Sternschnuppen vorbeiziehen und eine leichte warme Brise über Deck fegt liegt man nicht im Sand sondern über einem See! Auf einem See in einer Wüste eine Nacht zu verbringen hat eine ganz eigene Klasse. Wenn dann am anderen Ufer noch die beleuchteten, kolossalen Statuen von Ramses II vor Abu Simbel vorbeiziehen setzt das dem nur die verdiente Krone auf.</p>
<figure id="attachment_1440" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1440" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1440" title="IMG_5485" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5485.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1440">Am Morgen sind wir dann in Aswan Harbor angekommen. Unsere Pässe wurden uns abgegeben, wieder zurückgegeben, abgenommen, zurückgegeben und währenddessen haben wir uns langsam in einer endlosen Schlange vorwärts bewegt. Irgendwann waren wir am Ende der Schlange, hatten unsere Pässe und standen im freien – ohne irgendwas getan zu haben. Ägypten hatte zwar ein langsames System, aber im System selbst vielleicht das am wenigsten chaotische. Diejenigen, die ständig mit unseren Pässen weggerannt sind wussten wenigstens was sie tun.alles was man als Grenzer so braucht: dicker Formularblock mit mindestens vier verschiedenfarbigen Durschlagspapieren und eine Sonnenbrille gegen die Neonroehren. Das Geld wandert gleich in die Hosentasche. UND noch Stempel. Viele Stempel!</figcaption></figure>
<p>Und ja dann.. Ägypten. Das letzte Land dieser Tour. Auf nach Cairo!</p>
<p>Anmerkung: Jetzt wo ich das schreibe, schon hinter Luxor, quietschen gerade Wüstenfüchse zwei Meter von uns entfernt. Wenn wir den Blick mit den Stirnlampen heben sehen wir sie einfach so vor uns stehen, uns anstarren mit ihren riesigen Ohren und Augen. Die Wüste lebt.</p>
<figure id="attachment_1442" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1442" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1442" title="IMG_5474" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5474.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1442">stolzer Besitzer eines vormals hanseatischem Benz ...</figcaption></figure>
<p>Naturally we survived our desert expedition. But it was a scary experience of the type when you see yourself doing an awful mistake and your common sense tells you to turn back before it’s too late – and something else drives you to go on.</p>
<p>We got up and left our kind gold searching host at twelve in the night to start our way into the nothingness. He showed us a short cut out of town and once again we were on tarmac though only for some thirty kilometers. It was night but the full moon still gave us a good view at our surroundings and we could see the outlines of mountains on the night sky horizon. Everything again appeared in gray scales. The road ran next to the railway and the railway again would be our main source of orientation on the sand roads through the desert ahead.</p>
<p>Although we started very early, we didn’t make much progress. The bikes were loaded with ten liters each, we were supposed to pick up water at Station 10, some 30 kilometers after Abu Hamad and then there would be nothing for an additional 140km to Station 6 during which we would have to rely on passing traffic or arrive there dehydrated. During the night we encountered two vehicles driving through the desert at different speeds and distances. We quickly discovered that the track we ought to follow spread  over a width of five kilometers.</p>
<p>We cycled until the early morning hours, took a short nap in the time between the moon setting and the sun rising and then got on the bicycles and that was when the things started to get rough. The night hat concealed much more than we had expected and now with increasing sunrise we first realized how vast that area was. It literally looked the same in every single direction with the exception of the railway running parallel to us. The land was flat, dusty, hazy, nothing to focus your eyes on. Before the desert had had elevation, altitude, dunes perhaps, not so here it was just flat in every direction.</p>
<p>After another five kilometers the two vultures who had been flying ahead of us on the poles and then sitting and waiting for us to catch up turned around and flew back.</p>
<figure id="attachment_1395" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1395" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1395" title="IMG_5356" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5356.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1395">Another five kilometers the feeling of riding into our certain doom got too strong and we stopped. We still had about seven liters of water each, but we had realized something else the night had kept us from seeing. We were too slow. The desert sand, frequent pushing of the bikes and bad grip in general had brought us down to an average speed of five kilometers per hour. By then we were hundred kilometers from Station 6, a twenty hour bike ride with that speed and impossible with only seven liters.sieben Liter Nilwasser ... tropfen im heissen Sand!</figcaption></figure>
<p>Even more worryingly we hadn’t seen a single truck or car pass by in two hours, not even in the distance. Every meter we rode we felt increasingly uneasy, as if we were getting too close to the point of no return without a real chance of surviving beyond that point. While we were sitting in the sand, worriedly chewing on our last two cakes, a car passed some two kilometers east without noticing us. That did it and we decided to turn around. We didn’t stand any chance to reach Station 6 without getting water from cars and if one car comes by in two hours and that car is too likely not to notice us it’s a bad idea to run into the desert up to that point where you cannot return.</p>
<p>We decided to return and that later proved as a very wise decision. Then we had another small streak of luck with a gold miner truck coming from ahead and noticing us. We hitched a ride with them to leave that deadly place and were told by the miners that Station 6 had run out of water. Also there is no regular traffic on that road anymore, only gold miners.</p>
<figure id="attachment_1397" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1397" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1397" title="IMG_5391" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5391.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1397">Fahrstunden in der Wueste</figcaption></figure>
<p>Eleven hours after we had left him we showed up again at our friends’ shop in Abu Hamad but before we reached him a random man on the road who asked where we came from and whom we told we came from the desert said: “It is impossible! Even with car. Impossible!” – true… We also told our friend it was impossible and that we now had to pick up a ride to Atbara and then up the new road to Wadi Halfa. While we were still talking he got on the phone and before we realized what was happening he had already organized us a bus ride to Atbara that left in ten minutes.</p>
<p>We were then of course in a great hurry to get to the bus station and the already stressful and annoying matter of boarding a bus with bicycles became even worse but then once you’re on the bus it’s alright.</p>
<p>The following days nothing much happened. We discovered frustrated that there was a perfect new road from Atbara through the desert to Dongola and then down the Nile to Wadi Halfa which wasn’t marked on our map because the road was two years old, our map three.</p>
<figure id="attachment_1443" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1443" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1443" title="IMG_5434" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5434.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1443">We kept hitching northwards with the next stop in Dongola where we met three other travelers who were also on their way to the ferry: Tom, a motor cyclist from England, Daoud (although definetly spelled wrong) an Arabic student from Paris and Kim a Korean whom we had met in the Ethiopian Airways office in Nairobi before and who had traveled on a bicycle from Alaska to Patagonia.That evening we then set off to a “Korean-Nubian guesthouse” for tea and a chat. Kim had found it somehow and it was once again one of those amazing little micro cosmoses which you would never expect. Amidst the Sudanese desert, surrounded by palm trees was a traditional (or at least what occurred to me to be traditional) Nubian compound. And in that compound lived a Korean family, complete with three trilingual children (Arabic, English and Korean fluently).The owner of that place is a Korean PhD-student who wants to work on Nubian culture and obviously loves that culture. It seems he has adopted it more to be his own, than the Korean one although that might be a dangerous misconception. Anyway that man (unfortunately I forgot his name) is building or by now running a guesthouse/hostel. It’s a beautiful place, clean with big high rooms, rooftop terrace and Sensei garden, a climbing wall to a small terrace and self catering kitchen. If anybody ever happens to pass through Dongola: This is the place where you want to be.Also because of his excitement for the Nubian culture the owner is happy to provide you with any information you could possibly want. His wife is very friendly too, she speaks fluent English and cooks gorgeous Korean meals.  Ask for the Chinese or Korean house.</figcaption></figure>
<p>The next day we hitched a ride on a cement truck to Wadi Halfa and that’s pretty much the end of the story. The road wound more or less parallel to the Nile through stunning rock formations and boulder agglomerations and eventually ended in a faceless flat place which seemed to be in the middle of the desert too: Wadi Halfa.</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5471.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1445" title="IMG_5471" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5471-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a>It’s not the place where you would like to spend a week waiting for a ferry, in fact it was even boring spending one day there waiting for the ferry. The most interesting in Wadi Halfa is perhaps the people because Halfa is the first place in Sudan where people speak fluent English. That made some deeper communication and conversations possible and we had some great talks with different people. Including women! The consent was that Sudan itself is a good place and Al Bashir somewhere between a monster and a good president. Most people said though they prefer Egypt or South Africa to Sudan because they are more developed. While that might be true, Sudan was then still the most developed country we had seen in four months (excluding perhaps Rwanda). Most people agreed that the separation of South Sudan is a good thing and one person expected the trend to be followed by Darfur and the other regions of Sudan with it ending common to Jugoslavia. With dozens of small Sudan versions.</p>
<p>Another day later the ferry arrived and we boarded it with some twenty-five other Faranji, amongst them also Tom, Kim and Daoud. We spent most of the time with the three of them, playing chess, chatting, playing cards, trying to watch movies and make the time pass. The most remarkable thing again was the night. It was like the previously described desert nights: indescribably beautiful. But this time adding to the experience was being under a desert sky on a lake! Shooting stars crossed the sky in small groups and in the distance we passed the illuminated huge Ramses II figures of Abu Simbel.</p>
<p>The next day we arrived at Aswan harbor, our passports were taken from us, returned to us, taken and returned again and then without doing anything but queuing we magically streamed out of the harbor and had officially reached Egypt. The last country of this tour.</p>
<figure id="attachment_1446" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1446" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1446" title="IMG_5495" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5495.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1446">ueberladene Barkassen mit Waren aus Aegypten. In die andere Richtung wird kaum was transportiert</figcaption></figure>
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		<title>Khartoum &#8211; Abu Hamad</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 15:34:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>

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		<description><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5256-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5256" title="IMG_5256" />Die meisten Radler haben irgendeine epische Geschichte, die hinter ihrer längsten Etappe steht. Meistens sind das auslaufende Visa, Fähren die erreicht werden müssen, Flüge oder Flucht vor den Behörden. In unserem Fall gestaltet sich das wesentlich banaler. An dem Tag, &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1381">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5256-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5256" title="IMG_5256" /><p></p><br /><p>Die meisten Radler haben irgendeine epische Geschichte, die hinter ihrer längsten Etappe steht. Meistens sind das auslaufende Visa, Fähren die erreicht werden müssen, Flüge oder Flucht vor den Behörden. In unserem Fall gestaltet sich das wesentlich banaler.</p>
<p>An dem Tag, an dem wir Khartoum verlassen haben, hatten wir zum ersten Mal seit Kapstadt wieder „echten“ Rückenwind. Endlich waren mal diese optimalen Vorraussetzungen gegeben, von denen wir die ganze Zeit geträumt haben. Straße flach, Wind stark, Temperaturen erträglich.</p>
<p>Die Vorraussetzungen waren so optimal, dass wir bis zur Mittagspause schon 140km gefahren waren und dann entschieden haben einfach nochmal 90 zu fahren um am Fuße des Pyramidenfelds von Meroe übernachten zu können.</p>
<p>Genau das haben wir dann auch getan, der einzige Grund für die Riesenetappe: Weil wir’s können. Und weil wir bei diesen Pyramiden schlafen wollten.</p>
<figure id="attachment_1384" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1384" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1384" title="IMG_5223" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5223.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1384">Am Ende als wir endlich die Silhouetten der Monumente im letzten Licht der untergehenden Sonne vor uns hatten standen 231,67km auf dem Tacho und wir waren dann doch zugegebener Maßen ordentlich zerschlagen, vor allem aber verdammt stolz. Die Pyramiden dann waren die Belohnung, der perfekte Abschluß, für einen durchweg erfolgreichen Tag.Wir sind Abends angekommen und das Ticketbüro hatte schon lange geschlossen, also haben wir kurzer Hand die Räder durch den tiefen Sand und die Dünen rauf geschoben. Es ist schnell dunkel geworden, der Sand hat unter den Füßen geraschelt und der Wind durch die Steine gefegt. Die ganze Situation war traumhaft, surreal. Und dann schlendert man in der Resthitze des Tages durch ein Pyramidenfeld, mutterseelenallein mit zwanzig Pyramiden, sich selbst, dem Sand und dem Wind. Über einem ist der Himmel gefüllt mit hunderten Sternen, aus dem Licht der Taschenlampe schälen sich uralte Hieroglyphen während man mit den Fingern die Linien nachzieht.Es ist ein gigantisches Privileg, das wir da hatten diese Pyramiden so für uns alleine erkunden zu können. Der Ort hatte etwas absolut magisches, mehr als nur alte Steine. Man hatte das Gefühl die Bedeutung der bauten in der Luft zu spüren, eine Atmosphäre von Unendlichkeit und gewisser Maßen auch Unfassbarkeit. Jedenfalls sehr sehr sehr beeindruckend und verdammt cool einsam in der Nacht durch diese uralten Monumente zu wandern.Eigentlich wollten wir auch da schlafen, aber dann hat das Licht wohl doch jemand angelockt. Gerade als ich meine Isomatte ausgepackt hatte ist ein Mann mit dem obligatorischen Gewehr angekommen und hat uns mit den Worten „Sit down!“ zu verstehen gegeben, dass wir das Feld verlassen und unten am Hügel schlafen sollen. Mit etwas gutem Willen Verhaftung die Dritte, ansonsten stelle ich mir aber nur die Frage, was es eigentlich für die Pyramiden und diesen Mann für einen Unterschied macht, ob wir am Fuße der Pyramiden oder der Düne schlafen, auf der sie stehen. Andererseits macht es für uns auch keinen Unterschied, wenn wir mal schlafen...</figcaption></figure>
<p>Ich will ehrlich sein: Am zweiten Tag haben wir schon ordentlich unter den Nachwirkungen des Ersten gelitten. Wir hatten auch keinen Rückenwind mehr, zumindest für die erste Hälfte des Tages wurde es zum Rückensturm – und für die zweite zum Gegenwind. Die Straße ging weiter in die Wüste, die Hitze grenzte ans Unerträgliche, aber wenigstens gab es überall Wasser.</p>
<p>Fabian und ich hatten einen kleinen Streit, als ein Polizist uns anhalten wollte um „die Pässe zu kontrollieren“. Ich hasse nämlich kleine, popelige Wichtigtuer und mehr als ich die hasse, hasse ich kleine popelige Wichtigtuer, die mich bei 45°C in der Wüste anhalten um mich zu Fragen ob ich mit dem Fahrrad nach Wadi Halfa fahre und dann den Pass kontrollieren um die ganze Aktion zu rechtfertigen. Tendenziell will  ich bei jeder Polizeisperre einfach durbrechen und meistens rausche ich auch einfach auf der schnellstmöglichen Geschwindigkeit an den Polizisten vorbei. Wenn sie pfeifen oder rufen bleibe ich dann stehen und lasse alles über mich ergehen, aber in den meisten Fällen reagieren sie nicht schnell genug und ich kann einfach weiterfahren.</p>
<p>Fabians Attitude ist da etwas anders: Er hat wesentlich mehr Respekt vor Offiziellen und Gesetzen der jeweiligen Länder und rollt langsamer durch die Sperren (wodurch er auch häufiger kontrolliert wird). Aber Fabian ist ja auch geduldiger als ich und kann das alles viel besser über sich ergehen lassen <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>An diesem zweiten Tag jedenfalls hat uns, als wir nach Atbara reingefahren sind, ein Polizist rausgepfiffen. Wir sind dann zwanzig Meter weiter stehen geblieben, halb außer Sicht hinter einem Bus. Da haben wir gewartet, bis der Polizist (der eigentlich gerade den Bus kontrollierte) fertig war und zu uns kommt. Der Bus ist weggefahren, der Polizist hat uns gesehen, ist umgedreht und zurück zum Zelt gegangen. Für mich war das ein eindeutiges Zeichen, dass wir weiter fahren dürfen – für Fabian ihm zu folgen. Letztlich sind wir ihm dann zum Zelt gefolgt, ich grummelnd und die Bürokraten verfluchend hinterher.</p>
<p>Und dann: „How are you? Where are you go? To Wadi Halfa!?! With the BICYCLE?! Where from?” Jede Antwort zwei Mal wiederholen, “Ja. Die Straße führt nur nach Khartoum. Selbstverständlich mit den Fahrrädern, fliegen kann ich leider nicht.“ Danach folgte die Einladung in das Polizeizelt, aber wir wollten da nicht rein. Es war übertrieben heiß und wir nur noch zweihundert Meter vorm Ortseingang mit kühler Cola und Schatten entfernt. Als wir dann die Einladung zum dritten Mal ausgeschlagen haben ist ihm eingefallen, dass er ja einfach Pässe kontrollieren könnte. Gesagt getan und dann mussten wir doch ins Zelt, weil die Polizisten unfähig waren überhaupt irgendeinen Sinn aus unseren Pässen zu sehen (die dt. Pässe sind zwar in zehntausendmillionen Sprachen und Schriften übersetzt, nicht jedoch ins Arabische). Wir mussten also ins Zelt, das arabische Formular selbst ausfüllen, weil sie auch unsere Zeichenbn nicht nur nicht zuordnen konnten, sondern vor allem auch nicht nachmalen und dann durften wir endlich gehen. Und DESWEGEN kann ich diese Leute nicht ausstehen. An allen anderen, die einen stoppen wollen kann man einfach vorbei fahren. An Polizisten leider nicht.</p>
<p>Am Abend dieses Tages waren wir irgendwo fünfzehn Kilometer nördlich von Berber gestrandet, es wurde dunkel und der Asphalt hatte schon in Berber aufgehört. Außerdem war die Besiedelung dank Nil-Nähe so dicht, dass weit und breit kein freier Raum zum schlafen zu finden war. Eventually we ended up mit einer Gruppe Moslems beim Ramadan-Fastenbruch und diesmal waren sogar zwei Männer mit gutem Englisch dabei. Endlich konnten wir das Rätsel mit dem wenig-essen lösen: Anscheinend gibt es drei Mahlzeiten in der Nacht. Die Erste nach Sonnenuntergang ist mittelgroß (für unsere Verhältnisse klein) und stillt den größten Hunger. Nach dem Late-Night Prayer gibt es dann noch ein richtiges Festmahl, wie wir es uns immer vorgestellt hatten und dann gibt es noch das leichte Frühstück um vier Uhr morgens.</p>
<p>Außerdem hat sich die Frage gelöst wo eigentlich die Frauen sind: Während es für die Männer auf dem Land eine Schande ist nicht in Gesellschaft ihrer Freunde und Nachbarn am Straßenrand zu essen und Fremde einzuladen, bleiben die Frauen und Töchter daheim und bereiten Tee, Kaffee und die zweite Mahlzeit vor.</p>
<p>Danach hatten wir immer noch keinen Schlafplatz und uns dann mehr oder weniger versehentlich bei irgendwelchen Leuten am Straßenrand eingeladen. Wir hatten drei Betten gesehen, die im Hof standen und dachten ganz kurz es sei eines dieser Hotel/Restaurante. Wir sind hingegangen, haben gefragt ob es möglich wäre  zu schlafen, festgestellt dass es die drei einzigen Betten sind, aber gehen durften wir dann auch nicht mehr. Wir haben dann die Matten im Schatten ausgerollt und da geschlafen, während um uns rum das Leben weiterging.</p>
<p>Irgendwann bin ich dann aufgewacht, meine kompletten Beine haben gejuckt wie die Hölle! Zuerst wusste ich nicht was passiert, dann dachte ich eine Floharmee sei über mich hergefallen und dann habe ich das Summen gehört. Es hat nochmal ein paar Minuten gedauert, bis ich realisiert habe was war, aber gut: Moskitos. In der Wüste. Das war so ziemlich das Letzte, womit ich gerechnet hatte.</p>
<p>Fünf Sekunden nachdem ich mich aufgesetzt hatte um das Moskiotrepellent zu holen, noch nicht ganz orientiert, stand einer unserer Gastgeber vor uns und hat mir Essen angeboten. Die Sudanesen können echt rührend sein.</p>
<p>Der dritte Tag hatte dann eine echte Überraschung, ein Geschenk schon fast, für uns: Nochmal fünfzehn Kilometer weiter sind wir auf eine Asphaltstraße gestoßen, einfach so. Auf keiner Karte und keinem GPS als Asphalt markiert, aber wunderbar neu geteert. Leider hatten wir dafür aber den Rückenwind endgültig eingetauscht (Aus Khartoum raus ging die Straße nach Ost/Nord-Ost, hinter Atbara nach Nord/West/Nord-West, wobei der Wind konstant aus West kommt). Außerdem ging es jetzt endgültig in die Nubische Wüste.</p>
<figure id="attachment_1392" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1392" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1392" title="IMG_5343" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5343.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1392">Lesens durch die Nubische Wueste</figcaption></figure>
<p>Die Landschaft ist traumhaft, alles was man sich immer unter Wüste vorstellt. Feiner Sand, Dünen, vereinzelte dünne Sträuchlein, Verwehungen und skurile Steinformationen. Die Sonne ist in einem beeindruckendem Sonnenaufgang aufgestiegen und hat uns dann um elf Uhr in den Schatten einer Bushaltestelle gezwungen. Die Hitze wurde dann wirklich unerträglich.</p>
<p>Wir lagen sechs Stunden im Schatten der Haltestelle, japsend und möglichst wenig bewegend. Fabian hat die Sonnentemperatur auf gut 80° geschätzt, wer weiß wie weit das an der Realität lag, aber im Schatten war es sicher gut um die 50°C. Die Wüstenbewohner haben die prima Angewohnheit an öffentlichen Plätzen Tonkrüge mit Wasser aufzustellen und so hat man eine mehr oder weniger sicher gestellte Wasserversorgung. Das Wasser kommt direkt aus dem Nil in den Tonkrug und direkt vom Tonkrug in uns. Wir haben es schnell aufgegeben zu versuchen das Wasser zu reinigen, bei den Mengen ist Chlorreinigung wegen mangelnder Vorräte (Tabletten für 180l ~ 7 Tage sauberes Wasser) nicht umsetzbar. Der Wasserfilter der uns zugeschickt wurde ist leider Gottes, so wie alles was wir von MSR dabei haben, hochtechnologischer Schrott. Die Keramikkartusche hat genau 750ml dreckiges Wasser gefiltert, bevor sie gereinigt werden müsste – das Wasser ist gut dreckig gewesen, aber wozu ist ein Wasserfilter denn bitte da? Ich reinige mein Wasser doch nicht wenn es sauber und klar ist, sondern wenn es dreckig ist.</p>
<p>Eigentlich könnte man die Kartusche leicht reinigen, aber dafür muss man den ganzen Filter auseinander nehmen (was wegen dem Unterdruck der beim Pumpen entsteht unmittelbar nach dem Pumpen nicht so einfach ist) und dann ist es auch zu Zeitaufwendig wenn der Wasserumsatz in Zehn-Liter Einheiten rechnet.</p>
<figure id="attachment_1389" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1389" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1389" title="IMG_5310" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5310.jpg" alt="" width="800" height="921" /><figcaption id="figcaption_attachment_1389">Mittagspause</figcaption></figure>
<p>Wir sind dann Abends noch etwas weitergefahren, aber die Erschöpfung von erst 230km und dann 170km steckte noch in uns und so haben wir an dem ersten „richtigen“ Tag Wüste schlappe 80km gemacht. Hat gereicht um uns zu eine Cafeteria in der Mitte von nirgendwo zu bringen, wo es das Abendessen dank Ramadan kostenlos gab! Wir sind dann auch zu der Entscheidung gekommen unseren Biorythmus wegen der Hitze auf semi-nachtaktiv zu verschieben.</p>
<p>Sechs Stunden später sind wir wieder aufgestanden, ein Uhr Nachts, auf die Räder gestiegen und haben die Etappe nach Abu Huab angegriffen. Wir sind bis vier Uhr dreißig durchgefahren, bis uns die Müdigkeit dann endgültig zerlegt hat. Eine halbe Stunde Powernap und Frühstück und weiter gings.</p>
<p>Die Idee hat insgesamt sehr gut geklappt, wir waren dann um zehn, noch vor der schlimmsten Hitze, in Abu Hamad und auf der Suche nach einem Platz um den Tag und die Hitze zu verbringen.</p>
<p>Allerdings hatte es auch einen entscheidenden Nachteil: Nachdem Wüsten als solche eh schon ö.de sind ist das Nachts noch mal verstärkt. Der Sternenhimmel ist unbezahlbar, tausende und abertausende Sterne und im Vollmond kann man wie im Tageslicht fahren, aber das bisschen was hier an Farbvarietät herrscht geht in der Nacht verloren und die Wüste ist nur noch flach, sandig in grau Tönen, nichtmal mehr farbig. Wie gesagt: Ö.de.</p>
<p>Wir sind wieder in diesen kontemplativ-meditativen Fahrradrythmus gefallen. Man fährt und fährt einfach, immer ein Fuß vor den Andern, man denkt und denkt und vergisst in der gleichen Minute, worüber man eigentlich gedacht hat. In meinem Fall ist das – wenn ich mich dran erinnere – wie angenehm jetzt eigentlich eine kühle Bananenmilch wäre <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Ich habe mich an dem Tag auch endlich durchgerungen beim Radfahren zu lesen. Ich habe die Idee zugegebener Maßen von anderen Radlern geklaut, die bei der Durchradelung der Steppen von Turkmenistan und Co. Wohl ein Buch nach dem Anderen umgesetzt haben, aber es ist Klasse. Vorne irgendwie an den Lenker klemmen und schon sind die ganzen wüsten, ewig gleichen, nicht vergehenden Kilometer ausgeblendet und man versinkt in meinem Fall in das düstere Leben als Jugendlicher in den schottischen Highlands.</p>
<p>Mit der Ankunft in Abu Hamad haben wir gleich zu Beginn einen unglaublich freundlichen Ladenbesitzer getroffen, Familie in Deutschland und gute Englischkenntnisse, der uns auch Internet über seinen UMTS Stick angeboten hat und einen Rabatt von drei Pfund (immerhin einer von insgesamt fünf Dollar) auf den Einkauf gegeben hat. Später würde er noch unsere Rettung sein.</p>
<p>Wir sind dann zwei Mal rauf und runter durch den Ort gefahren, erst auf der Suche nach Marmelade in Plastikgläsern, dann nach einem Platz zu schlafen – in beiden Fällen erfolglos.</p>
<p>Am Ende waren wir so „verzweifelt“, dass wir wieder zu unserem ersten und einzigen Freund in der Stadt zurückgefahren sind und ihn gefragt haben, ob wir nicht unsere Matten in seinem Lagerraum ausrollen könnten? Selbstverständlich ging das nicht.</p>
<figure id="attachment_1393" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1393" style="width: 329px"><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5348.jpg"><img class="size-large wp-image-1393" title="IMG_5348" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5348-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a><figcaption id="figcaption_attachment_1393">Hobbygoldsucher und findet auch mal 3 Kilogramm schwere Klumpen</figcaption></figure>
<p>Wir mussten zu ihm nach Hause, haben ein Bett und Wasser und Datteln und Feigen bekommen und durften erst mal schlafen. Und da sitze ich jetzt gerade, schreibe diesen Text und gegenüber sitzt Fabian mit einem seiner Brüder auf dem anderen Bett und schaut sich Fotos vom Sudan an. Die Gastfreundschaft kann hier echt überwältigend sein – wir hatten damit gerechnet einen Platz für die Matten zu kriegen. Wir hatten nicht damit gerechnet ein Bett in seinem Haus und all das drum rum zu bekommen. Wahnsinn.</p>
<p>Gerade sind wir auch von der Gesamtsituation ziemlich überwältigt: Die Hitze ist schier mörderisch, vor uns liegt eine 370km Wüsten-Pisten Etappe auf der kein Mensch lebt und wir keine Ahnung haben, wie wir uns mit Wasser versorgen sollen und irgendwie zieht es uns in dieses große ungewisse Abenteuer und irgendwie will man auch einfach nur kalt Duschen und dass diese Hitze endlich weggeht. Es sind jetzt noch hmm&#8230; Sieben Stunden, bevor wir offiziell weiter fahren. Wieder mitten in der Nacht.</p>
<p>Irgendwie kann das alles nicht mehr gesund sein, was wir hier machen. Den Schlafrythmus so zwanghaft verschrieben, diese abartige Hitze und dann zwischen dem allen Fahrrad fahren ohne zu wissen ob, oder woher man Wasser kriegt.</p>
<p>Najo&#8230; wenn ihr diesen Artikel lest sind wir lebend durchgekommen <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Cheers,</p>
<p>T</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/100_1036.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1383" title="100_1036" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/100_1036-494x370.jpg" alt="" width="494" height="370" /></a></p>
<p>Most Cyclists have epic stories on their longest legs. We don’t. While most will have had some visa expiring, fleeing from persecution or needed to catch a ferry, our reason was comparatively petty: We did it because we could.</p>
<p>When we left Khartoum we had close-perfect conditions. Straight back wind from west, the road was flat, the temperatures alright at the high-end. By lunch break time we had already cycled some 140km and decided to go on for another 90 afterwards so we could sleep at the feet of the pyramid field of Meroe. That’s exactly what we did and so, 231,67km later, we pushed our bicycles fairly exhausted up the dunes to the pyramids in the remaining sunlight.</p>
<p>The ticket office had of course been closed and even if it had been open there would have probably not have been everybody else around. We were absolutely alone on a field of two dozen pyramids in the setting sun. We wondered around those old monuments, listened to the howling wind, watched the curling soft sand and ran our fingers down thousands of years old hieroglyphs. It’s a magical place, more than just “old stones”, you can literally feel an air of ancientness, perhaps infinity. It’s impressing, striking, stunning. And most of all it’s a great privilege to explore those old ruins all alone with nobody else around in the dark. They are grey silhouettes against a starlit sky and still the sand whirls over the soft dunes and everything is just as you would imagine it. Mystic at a least.</p>
<figure id="attachment_1387" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1387" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1387" title="IMG_5256" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5256.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1387">We wanted to sleep up there at the feet of the pyramids, amongst those hieroglyphs and their dung beetle and gecko inhabitants but somebody must have spotted our lights in the dark and when I was digging for my mat a man with the obligatory gun came up to us and told us to “sit down!” – meaning come down from that dune. It took us some time to figure out why he wanted us to sit down but eventually we obeyed to his will and weapon and slightly frustrated but still in high moods about that early-evening experience left the dune on which the pyramids stood. We slept at the bottom of that hill instead.</figcaption></figure>
<p>The next day we had to pay the price for our new record. It was exhausting from the beginning even though the back wind had changed from wind to storm in the morning. It was grey, dusty drizzly and hot and in the afternoon the road changed direction and our tail wind turned to be side wind, then head wind. We still cycled a 170km but it was tough. Also we were stopped several times by police officers and always had to answer the same annoyingly same questions you will have to answer to anybody you meet. “Where are you go? Where from? Where are you go? (again)”. What makes the police men worse is that they have the power to stop you and use this power without any restraints. Then in the end they will pro forma check your passport without actually knowing what to do with it. In one instance they just wrote our numbers and names on the back of a torn piece of paper, in the other instance we had to fill out the forms ourselves because they didn’t know how to handle our passports. The forms were in Arabic.</p>
<p>Fabian and I had a small fight because of our different attitudes and approaches to this “problem”. I just try to rush through road blocks as fast as possible and hope the police men don’t react fast enough to stop me in time, works quite fine most of the time. Fabian has more respect for the country’s laws and mechanics and usually just rolls through, thus basically inviting them to stop him (also the cause of our argument).</p>
<p>We reached Atbara after an infuriatingly long and senseless stop at a police post and left Atbara soon after again. We cycled some further forty kilometers and ended up somewhere north of Berber when it started to grow dark. The road had changed from tarmac to sand in Berber just as expected and because of the proximity to the Nile the area was so densely settled there was no free space to unroll our mats in sight. We were invited for fast breaking again and this time even had two English speaking men within the group which helped us with two major insights: For one we solved the riddle of how people eat so little after sunset. There are three meals in the night, the first middle sized one after sunset to attack the main hunger. Then there is a second one after the late night prayer which assumedly is the feat we had been expecting all the time. The third one is a light breakfast.</p>
<p>The second mystery we solved, or rather had our assumption confirmed, is about where the women are when the men sit and break fast. While it is a shame for men to not sit outside, eat with friends and neighbors and invite strangers for fast break, the women and girls stay at home and prepare the second meal. Of course they will also eat but apparently they’re not allowed to be so social.</p>
<p>Then, still lacking a place to spend the night, we invited ourselves half accidentially to some people’s house along the road. We had seen three beds standing in the courtyard and for a minute assumed it was a hotel. When we realized it wasn’t it was already too late: We were invited inside, showed a place to unroll our mats and were allowed to sleep in there.</p>
<p>A short time later I awoke to heavily itching feet and legs. It took me quite some time to realize that I wasn’t attacked by an army of savage fleas, also I wasn’t imagining the itching either. It was mosquitoes! But who would expect mosquitoes in the middle of the desert?! Okay, it was only five hundred meters from the Nile but then it felt like it was the middle of the desert. When I sat up to get the mosquito repellent, still not quite perceiving my surroundings, it took five seconds for one of our hosts to come up to me and offer me food. Sudanese people are just too friendly. It took another few minutes before I could appreciate the gesture though, before I just couldn’t process it.</p>
<p>The next day brought us then finally into the “real” desert. With “real” desert I mean the place where nobody lives for miles and miles, where water is scarce and the only thing you’ll see in all that time is sand and a blazing sun.</p>
<p>The Nubian Desert is beautiful! It’s the picture book type of desert, just what you would imagine if you were told to think of a desert. Endless amounts of yellow sand, arrayed in some dunes arrayed in stunning wind patterns. You will have strange rock formations, and endless sky, burning heat and above all: the sun. It’s as beautiful as it is deadly, especially to cyclists.</p>
<p>In a mixture of exhaustion of the two previous days and heat we started our “lunch” break at 11 a.m. already and extended it for six hours, only continuing for another twenty kilometers up to a cafeteria afterwards and thus finishing our glorious streak of too long legs with an epic 70 kilometers.</p>
<figure id="attachment_1390" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1390" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1390" title="IMG_5312" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5312.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1390">Busshaltestellengrafitti scheint es ueberall zu geben!</figcaption></figure>
<p>During our break we were just lying flat in the shade, trying to move as little as possible and gasping for every cool breeze (which was a rare gift in itself). Fabian estimated the outside-of-the-shade temperature at 80°C – whether or not that’s correct: In the shade we had at least 50°C. A.W.F.U.L.ly hot!</p>
<p>The first day in the desert and we decided that getting up at five in the morning simply wasn’t enough. We would change our bio-rhythm to a semi night active mode, starting cycling at midnight and ending in the late morning. Sleeping from lunch to midnight or so the plan.</p>
<p>We got our free dinner at that cafeteria (Ramadan – Hell Yeah!) and went straight to bed afterwards. We got up again at one and set off cycling. Our plan worked well and we reached Abu Hamad at eleven that day.</p>
<p>It had a downside though: Cycling in the desert is least said contemplative. You could also call it boring as hell if you want. The stretches are endless, nothing changes, the only thing you can and will focus on is the mile stones at the road side and that makes everything worse. Now while cycling deserts at day time might be beautiful but in the long term boring at least you’ve got a certain extent of color. If you cycle at night everything comes down to grayscales. You will have an amazing star filled sky if the moon goes down but you will see even less and that will go on for hours and hours. Nothing changing, time crawling, seemingly not getting nowhere. It’s the first time I got bored while cycling.</p>
<p>Actually I got so bored I finally got around to trying that reading-while-cycling thing. It works perfect. You adjust your book somehow to your handlebar and then you’ll just read page after page while you roll through the desert. That’s double the pleasure because for one it takes your mind off the heat and monotony and for the other it takes me in that specific case to the Scottish Highlands. Cool Scottish Highlands!</p>
<p>So we reached Abu Hamad, it took us some time to find a place to stay but eventually we invited ourselves again. On reaching the town we had met a shop owner who spoke decent English and had family in Germany and made good pals with him. We went back to his shop when we didn’t find a comfortable place to pick up some sleep and asked him whether we could unroll our mats in his dispensary. Of course we couldn’t but he dragged us straight to his house where we got beds, drink, food and a ventilator on the ceiling. More we had ever asked for and hoped. Once again: The Sudanese hospitality and friendliness is plain amazing.</p>
<p>We had a really bad conscience of coming here, eating his food, using his power and so on and so on. But right now while I am writing this the shop owner (he closed the shop for the afternoon) is showing Fabian pictures of his favorite hobby. Searching for gold in the desert.</p>
<p>And this hobby works perfectly well! Apparently he found 3kg of gold recently, owns two Mitsubishis and three Toyotas and so on and so on. Well: Goodbye bad conscience. But we’re having a great time here and tonight we’ll give our second nocturnal cycling session a try.</p>
<p>This time it’s into the real real desert. That part of the desert where there’s no settlement on maps or GPS for 370km, where the next water source is 170km, where there is no road – only several dusty tracks in the ground. We’re looking forward to this with a mixture of expectation, fear, excitement and well… that “*sigh* here we go again”-feeling. It’s perhaps stupid to try it but others have managed before and so will we.</p>
<p>We will most likely will have to hitch a ride for the last kilometers because otherwise we’re not going to make it in time for Wadi Halfa but we’ll see how far we’ll get up till then. If you read this report we did make it <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So long,</p>
<p>Tim</p>
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		<title>Gonder &#8211; Khartoum</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 18:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Aethiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Ethiopia]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>

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		<description><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5095-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5095" title="IMG_5095" />Die letzten Tage Äthiopien Gonder haben wir – man glaube es oder nicht – früh verlassen! So früh, dass wir auf die Öffnung des Restaurants für unser Henkersinjera warten mussten. Dann noch einen Stapel Fladenbrote gekauft und auf die Piste. &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1343">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5095-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_5095" title="IMG_5095" /><p></p><br /><p style="text-align: center;"><strong>Die letzten Tage Äthiopien</strong></p>
<p>Gonder haben wir – man glaube es oder nicht – früh verlassen! So früh, dass wir auf die Öffnung des Restaurants für unser Henkersinjera warten mussten. Dann noch einen Stapel Fladenbrote gekauft und auf die Piste.</p>
<p>Als wir losgefahren sind, habe ich zu Fabian gesagt, dass es doch sein Gutes hat, dass uns Äthiopien mit einem Arschtritt verabschiedet. So fällt uns der Abschied aus dem vermeindlichen Paradies nicht so schwer. Weit gefehlt.</p>
<figure id="attachment_1350" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1350" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1350" title="IMG_4818" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4818.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1350">in den Sudan</figcaption></figure>
<p>Die Kinder am Weg waren so ziemlich die süßtesten und nettesten Kreaturen, die uns auf den Fahrrädern begegnet sind! Es wurde immer noch „YouYou!“ geschriehen, aber auf eine ganz andere Weise. Da war keine Aggression mehr in den Stimmen, sondern nur noch schiere Begeisterung und Freude. Überall standen die Kinder am Straßenrand, haben gewinkt und gejubelt und sind mitgerannt aber ohne die bedrohliche Art, ohne „Money“ Rufe, ohne Steine.</p>
<p>Also, doch kein Arschtritt von Äthiopien. Und es kam noch besser: Nach etwa hundert Kilometern sind wir dann am Rand des äthiopischen Hochlands angekommen. So wie ich es von den Gebirgen kenne, wo ich war (wieviele sind das eigentlich&#8230;? Zwei? Drei? Gut, mit denen hier in Afrika einige mehr) hören die Berge zwar mehr oder weniger abrupt auf, die Ausblicke sind fantastisch aber nichts von alledem hat mich im entferntesten auf die Abfahrt von Äthiopien runter vorbereitet.</p>
<figure id="attachment_1351" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1351" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1351" title="IMG_4830" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4830.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1351"> </figcaption></figure>
<p>Hier hören die Berge nicht einfach nur auf, sondern es gibt quasi eine Klippe die mehr oder weniger senkrecht tausend Meter runter führt. Felssäulen und -Türme stehen aus den Klippen, unter einem sammeln sich Wolken in einem Tal, irgendwo stürzt ein Wasserfall hunderte Meter in die Tiefe und während man die ersten Meter Abfahrt in Angriff nimmt fährt man durch einen Schwarm dutzender kreischender Krähen. Da geht die Welt wirklich runter.</p>
<p>Wieder mal hat es uns schlichtweg die Sprache verschlagen. Ich bin erst langsam, genüßlich die Serpentinen runter gerollt und habe die ganze Zeit nur zu mir selbst, laut „Alter. Alter. Solche Landschaften gibt es nicht“ gesagt. Immer und immer wieder.</p>
<p>Irgendwann habe ich die Bremsen dann losgelassen und die Abfahrt als solche genossen. Fabian habe ich zwar keine Selbstgespräche führen gehört, aber die Tatsache, dass ich unten eine Stunde auf ihn gewartet habe, die er wohl mit fotografieren verbracht hat spricht Bände.</p>
<p>Ich schätze die Fotos müssen auch für sich sprechen. Man rechne den Effekt wieder mit dem Faktor unendlich hoch und bekommt dann ein „unendliches“ Maß an Ehrfurcht vor der Natur und diesem Gebirge.</p>
<figure id="attachment_1352" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1352" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1352" title="IMG_4857" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4857.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1352"> </figcaption></figure>
<p>Eine der Vorstellungen, die im Zusammenhang mit der Abfahrt nicht erfüllt wurden ist, dass es runter geht und dann flach und Wüste ist. Es war grün, wir sind in das stärkste Gewitter der Tour gekommen und es ging nochmal 50km auf und ab. Nach 169,7km hatten wir dann nicht nur einen Ort erreicht, der tatsächlich ein Hotel hatte, sondern auch einen neuen Etappenrekord hingelegt (gegenüber den 160km aus Burundi).Fabian hält jetzt außerdem den neuen Geschwindigkeitsrekord von 72,98km/h und hat meine 70,3km/h aus Südafrika endlich abgelöst. Allerdings ist das ohne hin unfair, weil ich garkeinen Tacho mehr habe um Konkurrenz zu bieten :O.</p>
<p>Der Ort an dem wir die Nacht verbracht haben war nicht Metema, die Grenzstadt, und wir sind nur nicht durchgefahren, weil das Hotel so schön und günstig wäre *hust*.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Und dann in den Sudan</strong></p>
<p>Am nächsten Tag: Metema und dann Sudan. Metema ist der Inbegriff einer afrikanischen Grenzstadt. Noch dreckiger, noch chaotischer, noch zwielichtiger, vor allem aber matschiger. Irgendwie haben wir es aber durch alle Büros (v.a. drei sudanesische an denen wir ohne unseren selbsternannten Führer vorbeigerannt wären) durch geschafft und rausgefunden, dass man die sudanesische Registrierung nur in Khartoum machen kann.</p>
<p>Im Sudan muss sich jeder Ausländer, der das Land betritt, in einem Security Registry Office registrieren. Man rennt durch vier verschiedene Büros, besucht jedes im Schnitt zwei Mal, kriegt überall Stempel und Unterschriften, produziert einen vierfachen Satz Akten, einen digital, dann wird alles abgeheftet man kriegt einen Stempel in den Pass und das war’s. Diese Prozedur muss man innerhalb von drei Tagen durchziehen und niemand weiß, wo man diese Security Registry Offices eigentlich findet. Auf jeden Fall nicht in Geddarif.</p>
<p>Wir haben dann einen Bus von Gallabat (Sudanesische Seite von Metema) nach Geddarif genommen um dort am nächsten Tag das Security Office zu suchen. Der Lonely Planet Guide (er nützt doch was!) behauptet nämlich es gibt in Geddarif doch eins. Wenn es dann in Geddarif doch keins gäbe könnten wir den Bus nach Khartoum nehmen und uns da registrieren lassen.</p>
<p>Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Es gibt ein Alien Office in Geddarif und die Prozedur ist relativ effizient und schmerzlos von statten gegangen. Hat nur zwei Stunden und drei Verhöre lang gedauert.</p>
<figure id="attachment_1366" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1366" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1366" title="IMG_5132" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5132.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1366">Nudeln kochen. Wenn die Sonne den Boden kuesst Aldente!</figcaption></figure>
<p style="text-align: center;"><strong>Ramadan</strong></p>
<p>Viel interessanter als das nervige rumgeärger mit der Bürokratie ist der Sudan selbst &#8230; und Ramadan, der zwei Tage vor unserer Ankunft begonnen hat. Für alle die im Religions Unterricht nicht aufgepasst haben: Ramadan ist der heilige muslimische Fastenmonat. Sudan ist alles was man erwarten würde und gleichzeitig völlig anders. Ein wahres Überraschungsland.</p>
<p>Mit der Ankunft in Geddarif war die erste Feststellung, dass alle Cafés geschlossen hatten. Halb so wild. Cola kriegt man in Läden und Essen hatten wir noch. Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang sind wir wieder raus gegangen, Abendessen suchen und haben festgestellt, dass die ganze Stadt verlassen ist. Das einzige Leben: Ein Busch der vom Wind getrieben über die Straße rollt. Wie in einem Western&#8230;</p>
<p>Wir sind dann weiter über den Markt gelaufen und haben irgendwann dann wieder Menschen gefunden. Überall wurden Garküchen aufgestellt, Matten ausgerollt und eine Erwartungsstimmung wie an Weihnachten lag in der Luft. Niemand hat sich bewegt, alle saßen nur da auf ihren Matten und haben auf den Sonnenuntergang gewartet. Eine halbe Stunde später war die Sonne dann untergegangen, ein in unserer Wahrnehmung guturaler Freudenschrei, wobei das mit ziemlicher Sicherheit eine Fehlinterpretation ist, tönte von den Minaretten und überall wurde angefangen zu Essen. Wieder haben wir uns an Weihnachten erinnert gefühlt, so eine Freude und Erwartung.</p>
<p>Außerdem stimmen die Gerüchte: Man wird überall eingeladen. Wir sind keine zehn Meter weit gekommen bevor wir mit einer kleinen Runde Sudanesen auf Matten saßen, Ful gegessen haben und Orangen Limonade/Milch getrunken haben. Das die kein Wort Englisch sprachen und wir sowieso kein Arabisch war da nicht weiter schlimm.</p>
<p>Die letzte Entdeckung des Tages: Die Sudanesen (ich weiß nicht wie es mit dem Rest der arabischen Welt ist, aber wahrscheinlich genauso) fasten den ganzen Tag und dann, wenn sie endlich essen dürfen wird ein Viertel Fladenbrot gegessen, drei Happen Ful und eine Orangenlimonade getrunken und danach gebetet und das Essen beendet.</p>
<p>Bis jetzt kann ich nicht verstehen, wie man den ganzen Tag fasten kann und dann so wenig isst. Wir sind dann nach der Einladung weitergezogen und haben an anderen Restaurants weitergegessen, bis wir endlich satt waren.</p>
<p>Zum Vergleich: Hier wird (Ful und Limo aufgerechnet) etwa ein Fladenbrot zu Abend gegessen. Wir haben während der folgenden Tage um die sechs Fladenbrote (Belag aufgerechnet) gegessen, an vier Mahlzeiten am Tag.</p>
<figure id="attachment_1358" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1358" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1358" title="IMG_5069" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5069.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1358">Wind von Schraeg-Seitlich-Vorne</figcaption></figure>
<p style="text-align: center;"><strong>In die Sahel</strong></p>
<p>Die Registrierung war also abgeschlossen, die ersten Essenseinladungen angenommen und genossen und am nächsten Tag sind wir dann voller Hoffnung auf Rückenwind wieder auf die Straße. Rückenwind war nicht so weit her. Die Route führte nach Nord-West-West und der Wind kam aus West. Das hatten wir befürchtet, aber die zwei Briten die wir in Azezo getroffen hatten, haben uns die Hoffnung auf Rückenwind gegeben.</p>
<p>An den folgenden Tagen hat sich der Sudan dann wirklich „entfaltet“. Man fährt durch die Sahelzone, weit und breit nur Staub, Dürre, verrotende Kühe, Schafe und Autoreifen und Hitze. Die Sonne brennt erbarmungslos, wenn man Glück hat zeigt sich mal ein Dornbusch als Abwechslung und damit sind wohl sämtliche Klischees bedient.</p>
<p>Das ganze funktioniert aber auch in die andere Richtung. Die Landschaft hatte noch ein anderes markantes Merkmal: Hochspannungsleitungen wie wir sie aus Deutschland kennen, industrielle Traktoren für Felder auf denen nichts wächst, gigantische Luxus Cruise Reise Busse die mit vielzuschnell die perfekt asphaltierte Straße entlang brettern. Alle paarzig Kilometer gibt es Rastplätze mit kühlem Wasser und gekühlten Softdrinks.</p>
<p>Dann fährt man an Dörfern vorbei, Lehm- oder Strohhütten gegen den permanenten Wind gedrückt in mitten eines kleinen Staubsturms. Das ganze Leben scheint sich vor der Hitze zu verstecken.</p>
<p>Auf der Karte sieht man dann die gelben Punkte, größere Dörfer und würde genau damit rechnen, aber wieder weit gefehlt: An den Ausläufern der Orte reihen sich Obststände mit Datteln, Mangos, Orangen, Äpfeln, Bananen usw., dann fährt man an einem Hochhaus mit Glasfassade vorbei, Nagelneu mit Polizeicheckpoint und es stellt sich raus, dass es sich um eine Fachklinik für Herzkrankheiten und Chirurgie handelt!</p>
<p>Und dann verlässt man den Ort wieder auf der gleichen Straße, fährt an einem Kuhkadaver vorbei und ist in der Sahel&#8230;</p>
<figure id="attachment_1361" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1361" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1361" title="IMG_5097" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5097.jpg" alt="" width="800" height="295" /><figcaption id="figcaption_attachment_1361"> </figcaption></figure>
<p style="text-align: center;"><strong>Und nach Khartoum&#8230;</strong></p>
<p>Man fährt nochmal 300 öde, Gegenwind und „windshock“ (der Effekt der Eintritt, wenn ein Truck an einem vorbeifährt und einem entweder mit seiner Luftverdrängung „ins Gesicht schlägt“ oder durch seinen Windschatten einen Sog entsteht durch den man gewisser Maßen in den Truck gerissen wird) geprägte Kilometer, vorbei an nochmehr toten Kühen. Man fragt sich wo all die Kanäle sind die auf der Karte eingezeichnet sind und kommt dann in ein Industriegebiet.</p>
<p>Das Industriegebiet hört nicht mehr auf, wird zu Luxus-Villen Vierteln die gerade aus dem Boden gestampft werden. Auf gigantischen Plakatwänden sieht man Yuppies Tennis spielen und neben dran der Slogan „It’s not how big you are. It’s how big you play!“, der dazu animieren soll sich so eine Villa zu kaufen.</p>
<p>Man fährt noch zehn Kilometer, kommt zu der Entscheidung, dass der Ort nicht mehr aufhört und wohl Khartoum sein muss. Ich hatte mir Khartoum ehrlich gesagt wie ein größeres Lehmhüttenagglomerat mit vielen Bürokratieinstanzen vorgestellt. Tatsächlich ist es eine lebendige, gigantische, florierende Großstadt mit Glasfassaden, teuer aussehenden Restaurants, Ampeln mit Fußgängeranimationen und Countdowns für die Grünphasen. Ich habe weit und breit nichts von Flüchtlingen gesehen, auch wenn sich 17000 ja kaum so gut verstecken können, oder?</p>
<p>Und jetzt gerade hängen wir am Nilufer, genießen das erste frei verfügbare Wlan seit Südafrika, kaufen in Supermärkten mit dem gleichen Warenangebot wie in Europa und entspannen einen, oder vielleicht zwei Tage. Hängt davon ab, ob wir uns hier bei 40°C aufraffen können heute noch zur Bank zu gehen und Geld zu miserablen Raten zu wechseln. Was die Supermärkte angeht: Ehrlich gesagt gehen wir nur rein um uns das Warenangebot anzuschauen. Wir sind ja auf „low budget“ und können uns leider keine Cornflakespackung für vier Euro leisten. Danach gehen wir raus, kaufen in einer Bäckerei zwanzig Fladenbrote für einen Dollar und essen die mit Aprikosenmarmelade (ein bisschen Luxus muss sein!) am Nil. Heimlich – es ist ja Ramadan.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Regenzeit</strong></p>
<p>Sudan hat noch eine ganz andere Überraschung bereit gehalten: Die Regenzeit. Auf der Strecke zwischen Geddarif und Khartoum mussten wir in zwei der übelsten Unwetter übernachten, die ich je gesehen habe. Leider kann ich da keine handfesten Daten abgeben, dafür fehlt uns die mobile Wetterstation. Aber ich finde dass die Tatsache allein, dass wir von allen Orten in der Sahelzone im Sudan dazu gezwungen wurden direkt neben der Straße, also zehn Zentimeter vom Ende des Asphalts und es gibt keinen Seitenstreifen, zu campen, weil um uns rum das Land im Wasser versinkt, bezeichnend ist.</p>
<figure id="attachment_1359" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1359" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1359" title="IMG_5089" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5089.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1359">Starkregen im Scheinwerferlich eines entgegenkommenden Trucks</figcaption></figure>
<p>Der schlimmste Sturm war in der dritten Nacht. Wir hatten uns in eine Bushaltestelle gelegt um ein bisschen Wind- und Sichtschutz zu haben (nach der ersten Nacht sind wir dazu übergegangen immer direkt an der Straße zu schlafen. Das hat den Vorteil, dass man die Räder nicht durch etwaige Dornenfelder schieben muss um dann sowieso nicht besser versteckt zu sein. Das Land bietet im zwanzig Kilometer Radius keinen Sichtschutz). Ich weiß nicht wie lange nachdem ich eingeschlafen bin, aber lange kann es nicht gewesen sein, hat mich Fabian geweckt. Das ist in sich erstaunlich, weil Fabian eigentlich der von uns beiden ist der den gesegneten Schlaf hat und von nichts und niemandem geweckt wird. Jedenfalls hat mich Fabian geweckt und festgestellt, dass „der Sturm gleich losgeht“. Das war so auch nicht ganz falsch, der Sturm war aber auch zu guten Teilen schon da. Der Wind war so heftig, dass das Zelt als wir es endlich im Nachbarverschlag aufgebaut hatten einfach flach gedrückt wurde. Wir haben die Stangen wieder gelöst und uns im Windschatten der Säulen verkrochen. Der Wind wurde noch heftiger, Sand kam dazu. Der Sand ist überall hingekrochen, in die Augen, Mund wenn man geredet hat, Kleidung, Räder, Ketten, am schlimmsten: in die Haare. Irgendwann hat der Sandsturm abgeebbt, es gab eine kurze Pause und dann ging das eigentliche Gewitter los.</p>
<figure id="attachment_1363" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1363" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1363" title="IMG_5123" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5123.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1363">unser Kneul Ausruestung. Zelt, Taschen, Raeder auf dem Grund des gefluteten Gebaeudes. Ob ich das Bild vor Kaelte so verwackelt habe oder ob ein naher Blitzeinschlag die Erde zum Beben gebracht hat weiss ich nicht mehr.</figcaption></figure>
<p>Witziger Weise ist in dieser kurzen Pause ein Sudanese zu uns gekommen und hat angefangen den üblichen Smalltalk zu reden. Die einzige Bemerkung über den Sturm, vor dem wir uns bibbernd an die Säulen gepresst haben war: „Sudanese like the rain“. Ohja, glaub ich.</p>
<p>Der Tag danach hatte noch eine andere kleine Anekdote: Bei der allabendlichen Ramadaneinladung gab es diesmal eine größere Bandbreite Speisen und wir haben versucht Namen zu lernen. Allerdings war die Kommunikation wieder nicht so einfach. Der Dialog sah dan ungefähr folgender Maßen aus:</p>
<p><em>„What is this?“</em></p>
<p><em>„It’s food for Sudanese!“</em></p>
<p><em>„And what’s its name? In Arabic?“</em></p>
<p><em>“Food for Sudanese!”</em></p>
<p><em>“… &#8211; Okay. What is this? – In A-R-A-B-I-C?”</em></p>
<p><em>“… uhmm… Food for Sudanese?!”</em></p>
<p><em>“…”</em></p>
<p><em>“You like food for Sudanese?” *broad smile*</em></p>
<p>Die Menschen hier sind die meiste Zeit echt super und wir genießen es insgesamt sehr. Hitze und Wind machen uns bisweilen etwas zu schaffen, aber damit kann man gut leben. Die Tage geht es dann weiter nach Wadi Halfa wo wir Mittwoch in einer Woche sein müssen um die Fähre nach Ägypten zu nehmen. Dann sind es nochmal 1600 staubige Kilometer durch die Wüste um das Niltal zu umgehen.</p>
<p>Eine kleine Anmerkung noch zu dem Verkehr hier im Sudan: Er ist so schlimm, wie wir uns immer das Niltal vorgestellt hatten. Also so ziemlich das schlimmste, was man sich vorstellen kann. Wenn das Niltal dann NOCH schlimmer ist&#8230; können wir wirklich nur durch die Wüste fahren.</p>
<p>Grüßle,</p>
<p>T. der immer noch Äthiopien liebt aber jetzt auch arabisches Gebäck.</p>
<figure id="attachment_1356" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1356" style="width: 494px"><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5042.jpg"><img class="size-large wp-image-1356" title="IMG_5042" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5042-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a><figcaption id="figcaption_attachment_1356">wie muessen wohl noch ueben?! (Siehe letztes Bild im Artikel!)</figcaption></figure>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5046.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1357" title="IMG_5046" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5046-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a>Last 200km of Paradise</strong></p>
<p>When we left Gonder I said to Fabian it’s a good thing we get kicked out by Ethiopia with stones thrown at us. That makes it much easier to depart from that wonderful country. That too turned, once again, out to be wrong. The last two hundred kilometers in Ethiopia proved to be the nicest, most beautiful with the most charming children in all of Ethiopia. Instead of a kick in the arse we got a pleasantly roaring crowd of children yelling “Faranji!” whooping and laughing after us. There are many different ways to say “you” or “faranji” and the way those children did was just great. They were full of innocence and joy about seeing two young crazy guys on bicycles rushing through their village. Nobody asked for money on those last two hundred kilometers ever, not a single stone thrown at us. Only a few nice encounters with low-land Ethiopians. Who would have expected that?</p>
<figure id="attachment_1354" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1354" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1354" title="IMG_4932" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4932.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1354"> </figcaption></figure>
<p>But it got worse – or better for that matter. The scenery was stunning, breathtaking, crushing you to the ground in awe and leaving you in prostration and lost in reverie. The Ethiopian Highland ends with a cliff. Or several cliffs, there are gigantic rock pillars standing out of the main Ethiopian Highland and you wind down the serpentines telling yourself “this can’t be possible. Such landscapes don’t really exist!” It is by far the most impressive scenery we have seen so far.</p>
<p>It made leaving Ethiopia a tough one after all and it gave us two new records: The new longest leg of the tour being 169.7km and the new highest speed of 72.98km/h by Fabian (although that’s quite unfair since lacking a speed meter I’m out of competition now :O)</p>
<p>We had a last mercy-Injera in a restaurant which didn’t seem used to Faranji wanting Injera. We decided that probably all the cyclists who come there and don’t know about gorgeous Injera (what a waste!) order pasta because it’s offered. The following conversation gave us the reasons to assume this:</p>
<p><em>“Hey. Do you have dinner?” &#8211; “Pasta or Injera? Pasta!”</em></p>
<p><em> “Uhm… or Injera. Pleeease?”  &#8211; “Pasta?!”</em></p>
<p><em> “Injera!” &#8211; “Oh uhm.. okay. Tibs?” – “Sounds good”</em></p>
<p>And the next morning:</p>
<p><em>“Hey. Possible to get breakfeast already?”</em></p>
<p><em>“Uhm.. *yawn* Yes. Pasta?”</em></p>
<figure id="attachment_1353" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1353" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1353" title="IMG_4881" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4881.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1353">Radfahrer (Alp)Traeume ... greift die Bremse?</figcaption></figure>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8230; and being kicked into Hell (temperature only)</strong></p>
<p>The next day then brought us to and through the border town of Metema. It’s pretty much exactly what you would imagine that border town like, muddy, dodgy, stinky, chaotic and not a place where anybody would like to spend his time. We had a self-declared guide once again who indeed proved to be quite useful. Without him we would never have found our way through all the Sudanese offices, all of them titled in Arabic and some of them hidden.</p>
<p>In Sudan you have to register at the “Alien Registration Office”, now called “Security Registration Office” within three days of entering the country. The problem was that most border officials don’t speak English and then those that did didn’t know anything about some sort of registration. Nobody could tell us where or how to do that but in case of doubt: Go to Khartoum.</p>
<p>Within three days, using bicycles that’s easier said than done. And anyway Lonely Planet Guide (it’s found its usefulness here again) stated that it was possible to register in Geddarif after all. We decided to take a bus to Geddarif, check if there is an office there and in case not we could head to Khartoum the next day. We really didn’t want to get in conflict with Sudanese authorities.</p>
<figure id="attachment_1367" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1367" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1367" title="IMG_5153" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5153.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1367">Abens treffen sich alle um die Steckdose. Als Handys (und Laptop) aufgeladen sind wird ein Fernsehr angeschlossen.</figcaption></figure>
<p style="text-align: center;"><strong>Ramadan</strong></p>
<p>Now Sudan proved to be one huge surprise in itself again. First: The authorities are neither better nor worse than the other ones we’ve encountered. There are not more police blocks, the bureaucracy is (except for the registration) the same as everywhere and the police aren’t as heavily armed as in East Africa. And to make another long story short: There is a Security Registration Office in Geddarif, it took us two hours in ten instances in three offices to get through but we made it. And it wasn’t all that bad.</p>
<p>The first real surprise in Sudan was experiencing Ramadan. We had eaten at the border where there doesn’t seem to be any law at all and didn’t think about cafés being closed in Geddarif at first at all. We started wondering when we left our hotel at around an hour before sunset and the whole town seemed deserted.</p>
<p>It remembered me a lot of those Christmas Evenings when I was walking with my mother and sisters through the empty, quiet village. Of course it wasn’t as cold and there was no snow lying in Geddarif but the vibe of festivity and expectation was the same. You could literally feel the expectation and hunger in the air while everybody was waiting for the sun to set and finally break fast.</p>
<p>At some point then there was a yell of from what we interpreted as joy but probably was a praise to Allah from the minarettes and everybody started digging into their foods. We didn’t get much further then before we were invited to join one group of people in their meal. It also didn’t matter that they spoke close to none English and we didn’t speak Arabic at all. We had a good time, good food and gorgeous orange lemonade/milk.</p>
<p>We also realized something that startled us. Ramadan is a “real” fasting month. People don’t eat all day long but even when they are allowed to, at least in Sudan, they don’t engulf in food orgies and eat till they explode but only eat very little instead. Namely a quarter of a small pita bread and a few dips of Ful. That wasn’t enough to satisfy us (being our forth meal that day) and we had to go to other restaurants and extend our dinner when our hosts went off for praying.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Into Sahel</strong></p>
<p>The next day we set off on the five hundred kilometers to Khartoum. We were hoping for steady back wind which would give us an easy ride and we were disappointed. The wind came straight from north west west and gave us a hard time since the majority of the route was to the west. Then Sudan was at a first glance exactly what you would expect: Dusty, dry, hot, dead cow cadavers everywhere drying in the sun, flat and nothing to focus your eye on. A shrub at the horizon if you are lucky. Everything seemed to be dying here, cows, sheep, car tires, everything.</p>
<p>And then at the same instance Sudan had some major surprises ready. For instance next to the dead cows there were high-tech electric power lines running through the desert, we were riding on perfect and new tarmac sealing and were constantly passed by those luxury long distance coaches with aircon and on board toilet. Actually more buses than there could ever have been demand of transportation between Khartoum and Geddarif. You would get up to five buses in ten minutes.</p>
<p>The houses and villages we passed were built of clay, dung or perhaps straw, tiny ducked into the wind and nobody moved in those villages, everybody keeping out of the heat. And then we would reach a town, thriving with life, passing fruit stalls with some of the greatest variety of fruit and vegetable we’ve seen just to set eyes on a huge building with glass facades. And no kidding: A clinic for heart diseases and surgery! That in one random Wad somewhere a hundred fifty kilometers from Khartoum.</p>
<p>Khartoum itself was perhaps the biggest surprise of all. I had imagined it from the last description I had heard (admittedly twenty years old) to be a larger scale agglomeration of clay huts with a few dens of bureaucracy in between. It’s far from that.</p>
<figure id="attachment_1371" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1371" style="width: 329px"><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_0497.jpg"><img class="size-large wp-image-1371" title="IMG_0497" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_0497-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a><figcaption id="figcaption_attachment_1371">We trust in Allah</figcaption></figure>
<figure id="attachment_1355" class="alignnone" aria-describedby="figcaption_attachment_1355" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1355" title="IMG_5024" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5024.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1355">BOOOOM!</figcaption></figure>
<p style="text-align: center;"><strong>And into Khartoum</strong></p>
<p>We approached an industrial area when we were some twenty five kilometers from Khartoum and it didn’t end. It was directly succeeded by new enclosed upper class villa quarters. A huge banner at the road with a picture of a yuppie playing tennis trying to lure people into buying those houses is quoted: “It’s not how big you are. It’s how big you play!”</p>
<p>Those high society areas were then followed by glass façade skyscrapers, ten lane highways with SUVs rushing past us, streetlights with pedestrian animations and countdown for the green light. There was no sign of poverty, no bullet riddled houses, no 17.000 refugees to be seen. Just posh restaurants and apparent wealth everywhere. Somebody must be investing a hell lot of money in this country.</p>
<p>But Sudan didn’t only surprise us in infrastructure and wealth. One of the other great surprises was weather. When thinking about Sudan I had always imagined absolute and constant drought, people and animals starving alike, no rain in ten years.</p>
<p>As this might be true to a certain extent in eleven months a year we are here now in rainy season and we got caught in the worst rainstorms of Africa. I keep wanting to add new “worst” and “best” of the tour and I think I’m loosing credibility here but things are just getting more and more intense. So back to the weather.</p>
<p>The first two evenings on the road there were thunderstorms at the horizon heading directly toward us. It got pitch dark, the remaining orange of the sunset marched with darkness in a furious battle of colors and every few seconds lightning lit the dark sky. Heavy rain pounded down, drowned the country around us and everything that might have still been alive there. Perhaps the cows don’t die from dehydration but they drown.</p>
<p>It’s a good thing the road is built on a small dam because it won’t get flooded in the rainy season and provides a reliably elevated space to spend the night. Still I think it’s quite ironic that Sudan is the first of all places where we camp right next to the road and then not because we want it but because we are forced to by rain storms!</p>
<p>One night it got so bad we moved from a bus station to a larger open building of which we thought it was a mosque (it proved to be a larger bus station). We tried to pitch up our tent as protection from wind and rain but the wind was so strong it just squashed the tent flat. We decided we didn’t want to risk destroying the tent, deconstructed it again and hid in the cover of the pillars from the wind.</p>
<figure id="attachment_1362" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1362" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1362" title="IMG_5122" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5122.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1362">zusammengekauerter Tim von blitzen Illuminiert</figcaption></figure>
<p>There was a short break and then a sand storm came up, all the while lighted by flashes of light. There was sand everywhere, we pressed the eyes shut and it worked. We covered mouth and nose and it worked to a certain extent but still it felt as if there was sand just everywhere.</p>
<p>And as abruptly as it had come up the sand storm went again – succeeded by heaviest rain. The bus station was running full of water, our gear was soaking wet, it was awfully cold and then…</p>
<p>… then a Sudanese trucker came up to us. He started the usual small talk, just standing there in the rain while we were shivering in the cover, and his only comment on the rain was: “We Sudanese like the rain. It brings us fertility.” Oh well…</p>
<figure id="attachment_1364" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1364" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1364" title="IMG_5127" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5127.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1364">Schadensbegutachtung im ersten Morgengrauen. Meine Matte finde ich im Wassertank wider.</figcaption></figure>
<p>The next day brought another small anecdote: We were riding in the evening, Fabian had lost the lighter and we didn’t have food, so we were quite glad to be invited for Ramadan food. Again we couldn’t communicate much but that was alright, hands, feet and single words of English were sufficient for a beginning.</p>
<p>We started asking for the names of the specific foods in Arabic and this is what resulted:</p>
<p><em>„What is this?“</em></p>
<p><em>„It’s food for Sudanese!“</em></p>
<p><em>„And what’s its name? In Arabic?“</em></p>
<p><em>“Food for Sudanese!”</em></p>
<p><em>“… &#8211; Okay. What is this? – In A-R-A-B-I-C?”</em></p>
<p><em>“… uhmm… Food for Sudanese?!”</em></p>
<p><em>“…”</em></p>
<p><em>“You like food for Sudanese?” *broad smile*</em></p>
<p>Tomorrow we’re off to Wadi Halfa where we hopefully get the ferry without further problems and can enter Egypt, the final stage and remaining 1600km of desert.</p>
<p>So long,</p>
<p>Tim</p>
<figure id="attachment_1368" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1368" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1368" title="IMG_5159" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_5159.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1368">kommen in friedlicher Absicht!</figcaption></figure>
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		<title>Bahir Dahr &#8211; Gonder</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 16:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Aethiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Ethiopia]]></category>

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		<description><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4516-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_4516" title="IMG_4516" />In Bahir Dar anzukommen, oder viel mehr vom Rad zu steigen, hat sofort wieder alles geändert. Davor hatten wir gelitten, wir würden leiden wenn wir Bahir Dar wieder verlassen, aber für den Moment waren wir sicher. Untergetaucht in den Reihen &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1317">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4516-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_4516" title="IMG_4516" /><p></p><br /><p>In Bahir Dar anzukommen, oder viel mehr vom Rad zu steigen, hat sofort wieder alles geändert. Davor hatten wir gelitten, wir würden leiden wenn wir Bahir Dar wieder verlassen, aber für den Moment waren wir sicher. Untergetaucht in den Reihen der Touristen, die Bahir Dars Bürgersteige auf und ab gehen. Wir haben noch einmal die Gelegenheit genutzt um Fruchtsäfte zu trinken und mehr gutes Essen zu essen, Fabian ist am „freien Tag“ zu den Nilfällen gefahren. Allerdings wird der Nil da scheinbar fast komplett durch ein Wasserwerk umgeleitet und bei den Fällen fällt nichts.<br />
Außerdem hat er mal wieder eine interessante Geschichte vom Typ Entwicklungshilfe Live erzählt: Der Nil fließt dort durch so enge Schluchten, dass es gerade über Sprungweite ist. Die lokale Bevölkerung baut sich ihre Brücken dann aus vier oder fünf Holzstämmen einfach über so eine schmale Stelle.<br />
Das GIZ hat auch eine Brücke über den Nil gebaut. Ein paar hundert Meter Strom aufwärts von so einer Holzbrücke hat der Nil wieder eine beeindruckendere Breite und da steht jetzt auch eine neue, todschicke Hängebrücke, bezahlt von der deutschen Entwicklungshilfe.<br />
Jetzt hab ich wenigstens eine gute Antwort auf die Frage, wo eigentlich mal die Deutschen helfen. Bisher musste ich mich immer damit rausreden, dass wir viele Projekte überall auf der Welt haben und man deswegen vor Ort nur, wenn überhaupt, einzelne hat. Jetzt kann ich sagen: „Kennt ihr die fancy überflüssige Brücke über den Nil&#8230;?“.<br />
Ich hab sie nicht gesehen – das ist Fabians Geschichte. Aber ich finde sie super &#8230;</p>
<figure id="attachment_1318" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1318" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1318" title="IMG_4512" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4512.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1318">die weite des Aethiopischen Hochlandes</figcaption></figure>
<p>Also zurück nach Bahir Dar. Wir wollten am nächsten Morgen mal ausnahmsweise nicht explizit früh los und wir sind auch alles andere als früh losgekommen. Es hat nämlich in Strömen geregnet und Gonder, unser nächstes Ziel, war 180km, also anderthalb Tage, entfernt. Irgendwann hat der Regen aufgehört, wir sind losgefahren und natürlich hat es, wie schon in Fiche, wenige Kilometer später wieder angefangen. Diesmal war der Unterschied aber, dass es nicht am Nachmittag noch schön und sonnig geworden ist, sondern dass es einfach den ganzen Tag durchgeregnet hat.<br />
Die ersten fünfzig Kilometer aus Bahir Dar raus waren auch die schlimmsten in ganz Äthiopien. Also eigentlich wären sie angenehm gewesen, die Temperaturen waren dank Regen in Ordnung, kein Wind und flach. Aber das Land war überflutet und der Großteil der Bevölkerung stand auf dem Damm, auf dem auch wir gefahren sind.<br />
Und das war ein Problem. Wir haben diesmal ganze Steinsalven hinterhergeworfen bekommen, zwei Mal wurden wir getroffen, zwei mal hat uns jemand Stöcke in die Speichen geworfen. Und man sitzt auf dem Rad und sprintet die Straße entlang als sei es ein endloser Spießrutenlauf.<br />
Ich habe mich bei dem Weg aus Bahir Dar raus gefragt, ob es eine gute Idee war zu schreiben, dass ich dem Kind vor die Füße gespuckt habe. Ich habe das getan um auszudrücken, wie absolut hilflos man ist. Das war eine Verzweiflungstat und ich habe sie nicht wiederholt.<br />
Auch hier nicht, wo alles nochmal schlimmer wurde als in den Tagen davor. Aber wenn man losfährt und damit rechnet ist alles ein bisschen besser. Man kann auf dem Rad schreien und toben, die Kinder böse anstarren und verfluchen und beschimpfen, aber helfen tut nur die Flucht nach vorn.<br />
Auf einmal erschien uns der Sudan als goldenes Ziel, das Licht am Ende des Tunnels. Nur noch raus aus Äthiopien, weg von diesen Kindern. Ich v.a. habe durch diesen Fluchtgedanken einen gigantischen Energieschub bekommen und wir sind den ganzen Tag durchgefahren, knapp 140km über zwei hohe Pässe, nur um dann in einem Ort anzukommen, wo wir schon beim einrollen rechts und links angebettelt wurden.<br />
Wir haben auch versucht an dem Tag mit Locals zu reden um rauszufinden, was man dagegen machen soll. Die meiste Zeit waren wir zwar frustriert und haben einfach die ganze Welt um uns rum gehasst, aber es gibt eben doch immer wieder diese freundlichen Menschen, die einem eine Ecke hinter einer Steinigung „How is your travel?“ entgegenrufen. Die sind völlig entsetzt, wenn man sich über die Probleme beschwert. Ihre Lösung: Steine werfen. &#8230;<br />
An anderer Stelle habe ich versucht die Eltern oder Erwachsenem von einem Kind zu konfrontieren, die daneben standen. Der wütende, schreiende Faranji hat aber nur für allgemeine Erheiterung gesorgt und so bin ich dann unter schallendem Gelächter und zwei weiteren Steinen weg gefahren.<br />
Ich frage mich immer noch, was schlimmer ist. Die Kinder, die die Steine werfen oder die Eltern, die ihre Kinder für jeden Scheiß mit dem Stock eins auf die Löffel geben, aber für das Steinewerfen auf Faranjis mit Gelächter belohnen.<br />
Irgendwann haben wir dann unsere gesamte Umgebung ignoriert und ausnahmslos jeden der sich aus welchem Grund auch immer genähert hat davon gejagt. Wir sind außerdem ausgesprochen kreativ im Vorstellen von mörderischen Lösungen für das Problem gewesen. Keine hat uns allerdings wirklich zufrieden gestellt&#8230;</p>
<figure id="attachment_1320" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1320" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1320" title="IMG_4540" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4540.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1320">was ein bisschen Englisch fuer einen Unterschied macht: Man kann sich ueber die Aehtiopischen Langstreckenlaeufer unterhalten ...</figcaption></figure>
<p>Das war der schlimmste Tag der Reise und es war gut, dass er vorbei war, als er es dann war. Wir waren klitschnass, durchgefroren, frustriert und sauer. Ende.<br />
In der Nacht hatte ich übrigens drei Erfolge im Kampf gegen die Flöhe zu verbuchen, die sich in irgendeiner Absteige mal in meinem (warum nicht in Fabians ist mir immer noch ein Mysterium) Schlafsack eingenistet haben. Drei von ihnen zieren jetzt als Flecken die Seiten meines Notizbuchs, wo sie ein grausames Ende durch Verstümmelung erfahren haben. Ärgerlicher Weise hat mindestens einer überlebt und lässt mich immer noch jeden morgen komplett juckend aufwachen. Muss bei Gelegenheit mal Irgendwas „effektives“ dagegen unternehmen. Versuchen Flöhe zu fangen wenn sie gerade beißen ist nur sehr sehr begren zt effektiv.</p>
<figure id="attachment_1321" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1321" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1321" title="IMG_4559" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4559.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1321">steiler Berg auf Amarish</figcaption></figure>
<p>Und dann nach Gonder. Waren nur noch 45 Kilometer und weder von Zeit noch von Kraft ein Problem. Der Weg ging tendenziell berg auf und es hatte die ganze Nacht nicht aufgehört zu regnen, es war nur ein Stück kälter geworden.<br />
In Azezo haben wir noch zwei andere Radler (cycle 2 kenya) aus England getroffen. Die hatten das vordere Zahnrad ihres Tandems beim Kette nachspannen aus irgendeinem Grund so sehr überlastet, dass das arme Zahnrad komplett verbogen war. Bei der gleichen Aktion haben sie scheinbar ihren Alugepäckträger so zerstört, dass sie ihn als irreperabel deklariert und zurückgelassen haben. Ihnen war nicht mal der Gedanke kommen den „irgendwie“ wieder zusammenzusetzen. Welcome to Africa, Jungs. Jetzt wollen sie die Hälfte ihres Gepäcks aussortieren um dann nur noch mit zwei Taschen (die fahren eh schon absolut Leichtgewicht) weiterzufahren. Jedem das Seine&#8230;<br />
In Gonder haben wir dann wieder mal den Unterschied zwischen Rad und Nichtrad bemerkt. Kaum steigt man vom Fahrrad wird die Welt um einen rum freundlicher. Das hat zwei Gründe: Zum einen sind die Menschen tatsächlich freundlicher, man fällt nicht so auf, wird nicht so viel belästigt und bedrängt. Das andere ist, dass man auch selbst entspannter ist und sich auf mehr einlässt. Wir haben dann z.B. mit ein paar Kindern so eine Art Curlingabwandlung mit Steinen gespielt. Auf den Rädern hätten wir nur panisch versucht so schnell wie möglich von den Kindern mit den Steinen weg zu kommen. Aber dann kriegt man zu Fuß auch nichts hinterher geworfen, wird nicht so viel angebettelt, naja.. s.o.<br />
Äthiopien ist und bleibt ein Backpackerparadies. Zum Fahrrad fahren ist es die Hölle.<br />
Kurz: Wir freuen uns in drei Tag im Sudan zu stehen, oder viel mehr zu fahren.</p>
<figure id="attachment_1331" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1331" style="width: 800px"><a href="http://cycle2kenya.wordpress.com/"><img class="size-full wp-image-1331" title="IMG_4752" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_47521.jpg" alt="" width="800" height="533" /></a><figcaption id="figcaption_attachment_1331">Tim &amp; Mat cycle on a tandem from the UK to Kenya</figcaption></figure>
<p>Bahir Dar and rather „not cycling in Ethiopia“ again proved to be heaven. Just as cycling is hell. And then after a day of fruit juice, pastries and gorgeous food we had to get back on the road again, to Gonder this time.<br />
I took the day to relax but Fabian cycled some forty kms to the Nile Falls. He later told me there wasn’t actually much falling at the falls. The Ethiopian government had built an hydroelectric powerplant and redirected the Nile through that one, thus cutting most of the water from the falls. In one week though they would stop the power plant for some time to host a kayak world championship.<br />
What really struck me was his stories about a German development project. Apparently our GIZ had decided to build a bridge over the Nile for the benefit of the local people and infrastructure. The old bridge was a few hundred meters downstream, four logs next to each other on a very narrow part of the stream. There seem to be several such narrow places which I would assume are predestined for building bridges. BUT: The GIZ had decided that building a bridge over a few meter wide section of the Nile was below their dignity and instead they built a brand new high tech, Golden Gate style bridge over a wider section. Oh well… At least I can now answer if somebody asks me again why he doesn’t see any German development projects in his area. We usually tried to explain that development work is spread all over the world and not in every single village in Ethiopia. But now I can just say: “Do you know that new fancy Nile-Bridge? That’s us…”</p>
<figure id="attachment_1322" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1322" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1322" title="IMG_4576" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4576.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1322">ueberschwemte Ebenen. Zum Teil war die erhoete Strasse der einzig trockene Fleck</figcaption></figure>
<p>Okay. Enough of that. They’ll know what they’re doing with our tax money (I pay Mehrwertsteuer!). So the next day we left Bahir Dar again. We never wanted to leave early and we did not leave early. We actually left quite late because when we finally wanted to leave it was “raining cats and dogs” – that phrase remains me of certain English lessons at school…It stopped eventually, we got going and a few Kilometers after Bahir Dar it started again, just as in Fiche with the only difference that it did not stop raining this day. It just kept on pouring and pouring and again it was cold and miserable. We’re really not picky about weather conditions or mountains and everything would have been just fine if it hadn’t been for the people.Right after Bahir Dar you would climb up to a plateau which was flooded, some of the houses were ankle deep in the water and everybody was crowding on the dam on which the road ran. And everybody was pissed – or nobody liked us. Choose one.It never was that bad and it would never again be that bad. We were cycling there, again absolutely helpless and this time it wasn’t single stones thrown at us but whole rock volleys which the children hurled. They were waiting at the side of the road, stones ready in one hand, waving with the other and as soon as you passed them they would fire.This time we were hit but more than it hurt the legs or bikes it hurt the soul. What a sentence… but it’s true. They were also quite creative, not limited to stones. We had sticks flung at us, in our way and in Fabians case at his spokes. People were kicking at us, trying to hit us or just stuck to insulting or yelling insanely. Nobody got hurt, the bikes are in good shape.But it sucked. We were lucky that the stretch was quite flat so we could cycle at fast speed and give fleeing a try. It worked to a certain extent and it is absolutely the only thing you can do. You can’t get off the bike and start a fight or confront somebody (which was probably the only reason I did not get in a fight that day) because people would dash away as soon as you stop.There is no point in yelling and screaming and being furious because that will only earn you laughter from the people around you. There is no point in being violent against yourself or your bicycle because… well there is simply no point in it.There is also no point in trying to confront adults for their children’s behavior because they will only shrug if you’re lucky.When you ask the rare friendly locals they will readily provide you with the appropriate solution: Just pick up a stone and start stoning the children. If you refuse to do so they will also readily come to your defense and throw stones at the children themselves. Nobody understands why you don’t like throwing stones (or being thrown at).Perhaps people in Ethiopia should read a little Kant… But then I can’t blame them for not doing it. Literature is simply not available in Africa. The only thing you will find is religious, sometimes political, propaganda and textbooks.Back to topic. The kids were awful that day and what made it even worse is that either reaction always hits the wrong person. You will snarl at everybody along the road who even looks at you in an attempt to distress them from acting and you will always growl at the people who only want to wish you a pleasant stay in Ethiopia. And then when you’ve passed a few friendly people and start getting a bad conscience, start waving at people again the first one you smile at will stretch out his hand in reply.I didn’t do anything stupid that day. I only wrote about me spitting at the feet of that child last article to express my helplessness in that situation and I didn’t find a proper way to deal with it up to today. What we did is start the “Flucht nach vorn” … advancing retreat? We just kept going straight in the direction of Sudan. The light at the end of the tunnel, the savior from the awful cycling nation Ethiopia.Still, please keep in mind that Ethiopia is lovely if you backpack here. It is still one of my favorite places in the world for independent travel, people are great as soon as you get off the bike. I’ll just never ever attempt to climb on a bicycle here again. That’s a bad idea.The difference between the ways you experience a country while cycling or backpacking lies in two major factors. For one it’s of course yourself who is more exhausted, more annoyed and short tempered while cycling. You feel bothered quicker and you are more exposed (which up till now I had usually accepted as an advantage) to everything. You do get more attention from both friendly and awful people. When we got off the bikes in Gondar things changed immediately. Most people ignored us and we played a sort of rock-curling with a few kids on the street. If we were on the bicycles we would probably have tried to get as far away from those kids as possible.The other thing is the attitude of the people towards cyclists. It IS very different. We never get stones thrown at us while walking down a street and we don’t get harassed as much. Everything is just much more calm and pleasant while backpacking or “not-cycling”. – In Ethiopia. Rest of Africa is just fine.</p>
<p>We ended that day in a town with people yelling either Faranji or Money (both seem to be valid words for the same thing: (white) stranger) and hid in a small hotel.<br />
At some point during the last week I must have slept in a bed filled with fleas, at least my sleeping bag had been infested with them for several days. I don’t know why I got them and Fabian not. I think that’s rather unfair and pretty lucky. They stink. Anyway I started a major flea hunt that night and managed to catch, main and kill three of them but one escaped and has been taking bitter revenge for his fellows ever since. I keep seeing him but I don’t seem capable of catching and killing him. If I do ever get him he shall suffer a thousand deaths before he dies.</p>
<figure id="attachment_1324" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1324" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1324" title="IMG_4673" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4673.jpg" alt="" width="800" height="423" /><figcaption id="figcaption_attachment_1324">absolut spektakulaere Landschaft</figcaption></figure>
<p>The next morning after my almost successful flea hunt the sun was shining, birds flying in the sky and everybody was smiling at us. Not. It rained, it had just continued all night long and it was even colder than the day before.<br />
The good thing was that nobody smiled at us but that was mainly because there was nobody around anyway. Everybody seemed to be hiding from the awful weather which I would expect in November in Germany but not in August in Ethiopia. Still it was just good for us. Cycling is awesome in cool temperatures, the shoes were still soaking wet from the previous day so it didn’t make a difference anyway and we weren’t molested all day long. Couldn’t be better.<br />
In Azezo, 35kms from where we started and 12 kms from our destination, we met two other cyclists (see blogroll at the very bottom of the main page, cycle2kenya) who cycled from somewhere in England to Kenya. While trying to shorten their chain and replace it they somehow destroyed their entire front gears and rack. We’ve got no clue how but it looked awful. We had<br />
Sorry for interrupting here but this is LIVE NEWS: I just saw that goddamnsgfuhapew9ub of a flea and I gave him the antagonist name of Diego. Whenever I write about Diego I mean him and when I finally get my hands on him and tear his little legs out of his bean shaped body I will gladly inform you. And now back to topic.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_1325" class="wp-caption alignleft" style="width: 810px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-1325" title="IMG_4684" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/IMG_4684.jpg" alt="" width="800" height="420" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd"></dd>
</dl>
</div>
<p>We had breakfast with them, exchanged news about the further route and then we left to Gondar and they tried to get their tandem fixed. Also in Azezo my wallet was stolen and this time it was not returned to me. Credit card, 200 Birr (8 Euros) and ID gone but not a great loss. Credit Cards don’t work in Sudan, Egypt should accept Maestro again and well annoying but not devastating.Some time later we reached Gondar and once again did not choose a guide book hotel. It took us three tries to find something of similar quality for a third of the price. That book is after two years (Nov 2009) totally outdated and except for the general information absolutely useless. At least if you’re worried about “real” budget. I still don’t forgive LP listing the Sheraton Hotel in Addis…Gonder features some nice old stones which we visited today. Namely the royal enclosure, a group of palaces and castles and world heritage site in the centre of the city in which the monarchs dwelled in</p>
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		<title>Addis Abeba &#8211; Bahir Dar</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 10:18:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Aethiopien Ethiopia]]></category>

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		<description><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4401-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_4401" title="IMG_4401" />Im Frühtau zu Berge&#8230; Samstag haben wir Addis um 4 Uhr morgens verlassen. Wir wollten weiter, endlich wieder auf die Straße und endlich wieder Rad fahren. Aber irgendwie wollten wir auch nicht Rad fahren, nicht in Äthiopien. Trotz unserer guten &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1258">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4401-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_4401" title="IMG_4401" /><p></p><br /><p><strong>Im Frühtau zu Berge&#8230;</strong></p>
<p>Samstag haben wir Addis um 4 Uhr morgens verlassen. Wir wollten weiter, endlich wieder auf die Straße und endlich wieder Rad fahren. Aber irgendwie wollten wir auch nicht Rad fahren, nicht in Äthiopien. Trotz unserer guten Erfahrungen hatten wir noch Angst unseren positiven Eindruck von Äthiopien dadurch zu ruinieren, dass wir Fahrrad fahren.</p>
<p>Zugegeben: So früh an diesem Tag loszufahren war keine glorreiche Idee. Oder vielleicht war die Idee selbst sogar gar nicht so schlecht, wir wollten den Frühmorgen Verkehr umgehen, der die Highways um Addis Stunden lang verstopft. Der erste Fehler in der Umsetzung war dann, dass Addis von der Piazza aus nur noch 5km nach Norden geht (gegenüber gut 30km nach Süden/Osten einschl. Suburbs) und von daher der innerstädtische Stau quasi vernachlässigbar wäre. Der zweite Fehler war bei Regen loszufahren. Der dritte war so mit einer wiederkehrenden Magenentzündung loszufahren, die seit dem Vortag am kommen war. Die Antibiotika hatten nicht sofort richtig angeschlagen und so sind wir dann von Regen, Dunkelheit, Kälte und in meinem Fall Durchfall, geplagt aus Addis raus gefahren. Berg auf, versteht sich.</p>
<figure id="attachment_1276" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1276" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1276" title="IMG_4357" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4357.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1276">Dauerregen, Gegenwind, 5 Grad ...</figcaption></figure>
<p>Entgegen unserem guten Plan den Morgenverkehr zu entgehen sind die einzigen lebenden Wesen (wenn man Autos als lebende Wesen bezeichnet) , die uns begegnet sind, Läufer gewesen. Überall, alle paar hundert Meter, hat man Läufer gesehen die ihren frühmorgendlichen Marathon aus Addis raus laufen. Je weiter man von Addis weg kam, desto weniger wurden es aber die letzten haben wir erst 25km hinter Addis gesehen und die meisten sind uns entgegen gekommen, die Strecke also quasi zwei mal gelaufen. Ein Hotel nach 21 Kilometern hieß „½ Marathon“. Einige von den Läufern waren so schnell, dass sie uns selbst auf ebener Strecke noch davon gelaufen sind.</p>
<p>Das zweite was uns augefallen ist waren Schüße. In einem Tal wurde in unregelmäßigen Abständen aus nicht automatischen Waffen geschossen.</p>
<p>Zumindest dachten wir das. Wir dachten das genau so lange, bis uns das erste Kind mit Peitsche begegnet ist. Die Kinder hüten hier die Rinder, Schafe, Esel, Ziegen und was sonst noch so rumkrabbelt und dafür haben sie eine Peitsche und mit dieser Peitsche können sie so laut schnalzen, dass es sich anhört wie ein Schuß.</p>
<p>Ein Kind mit einer Peitsche am Straßenrand das Geld fordert ist übrigens keine besonders angenehme Begegnung. Ehrlich gesagt hab ich höllisch Angst vor denen und warte nur drauf, dass mir irgendwann mal eins mit so einer verdammten Peitsche übergebraten wird. Die Kinder waren bis jetzt aber alle friedlich und haben nur gelegentlich mit Steinen geworfen.</p>
<p>Später dazu aber mehr. Ich habe jetzt angefangen die Berichte semisynchron zu den Erlebnissen zu schreiben, von daher kann es sein, dass sich einige Meinungen und Einstellungen über den Verlauf der Zeit bzw. des Textes ändern.</p>
<p>Ansonsten war der Tag einfach zu anstrengend. Die kurze Nacht, der extreme Anstieg am morgen, Durchfall und die drei wöchige Radpause haben ihren Tribut gefordert. Ich war nach 60km schon am Ende, Fabian ging es nicht ganz so schlecht. Ich wollte nur noch in Fiche, unserem Tagesziel, ankommen und ins Bett fallen und die Welt ausblenden. Die Energie hat nicht mal für einen paar Kilometer Umweg gereicht um sich das berühmte Kloster auf der Klippe Debre Libanos anzuschauen.</p>
<p>Etwa fünf Kilometer vor Fiche kam dann die Überraschung des Tages.</p>
<p>Ein Tuktuk hat uns überholt, sowieso gehupt, und ist dann etwa hundert Meter vor uns stehen geblieben. Dann ist ein Faranji (das äthiopische Äquivalent zu Mzungu was ich ab jetzt wegen dem angenehmeren Klang verwende) ausgestiegen und auf uns zu gekommen.</p>
<p>Nein. Wir haben uns nicht gefreut. Wir mögen keine Faranjis, vor allem dann nicht wenn sie uns am Berg anhalten wollen um die üblichen Fragen zu stellen. Selbst dann nicht, wenn es eine hübsche Frau ist. Selbst dann nicht, wenn.. oh wait. Wir kannten die Faranji.</p>
<p>Dank Kurzsichtigkeit haben wir Jenny, eine der zwei Engländerinnen, die wir an der äthiopischen Botschaft in Nairobi und dann noch zwei mal getroffen hatten, nicht sofort erkannt. Dann haben wir sie erkannt, aber erst unseren Augen nicht getraut (ich wusste nicht, dass das tatsächlich geht. Aber ich meine das mit den Augen trauen wörtlich).</p>
<p>Wir hatten Emma und Jenny in Äthiopien ein mal in Addis getroffen und danach drei Mal dank Versagen in handyfreier Kommunikation verpasst und nicht damit gerechnet sie jemals wiederzusehen. Anscheinend hatte sie sich Debre Libanos angeschaut und war danach auch auf dem Weg nach Fiche um dort ein günstiges Hotel zu finden.</p>
<p>An „sofort ins Bett fallen“ war dann leider nicht mehr zu denken, aber die Alternative dann einen weiteren coolen Abend über dem Friedensbrot Injera zu verbringen war sowieso viel besser.</p>
<p><strong>Es regnet, es regnet, Äthiopien wird nass</strong></p>
<p>Am nächsten Morgen sind wir dann zwar früh aufgestanden, aber nicht früh losgefahren. Es hat mal wieder (ein Hoch auf die Regenzeit) in strömen geregnet. Wir saßen dann bis halb Zehn in einem Restaurant und haben einen Kaffee nach dem anderen getrunken, bis es dann endlich aufgehört hat zu regnen. Dann haben wir uns nach kurzem Zögern entschieden weiter zu fahren. Die Regenzeit wird auch morgen noch nicht aufhören und wir stehen mittlerweile etwas unter Zeitdruck noch rechtzeitig nach Ägypten zu kommen, damit wir genügend Zeit haben durch die Weiße und Schwarze Sahara zu fahren, anstatt durch das Niltal.</p>
<p>Die Alternative wäre gewesen mit Jenny und Emma, die an dem Tag nachgekommen ist, in einem TukTuk rumzufahren und sich Klöster, Affen und Wasserfälle anzuschauen.</p>
<p>Wir haben es noch verdammt bereut gefahren zu sein. Ziemlich genau zehn Kilometer später haben wir es bereut, als es wieder angefangen hat zu regnen. Auf 3000m ist es selbst in Afrika kalt, der Wind kam von vorne und wir waren in wenigen Minuten völlig durchnässt. Die gefühlte Temperatur lag um die 0°C, wenn nicht sogar tiefer. Der Wind hat gebissen wie sonst nur beim boarden, dann allerdings ohne Regen.</p>
<p>Ja, wir haben es bitter bereut nicht in einem trockenem warmen Matatu zu sitzen. Aber dann ist uns aufgefallen, dass es genau die Tage sind an denen man einfach „miserable“ (wenn jemand eine passende Übersetzung des Wortes ins Deutsche kennt bitte kommentieren) ist, an die man sich später erinnert und für die man sich auf die Schulter klopft. Eine Heldentat ohne Leid ist keine Heldentat.<br />
Der ganze Tag hat mich ziemlich an die Tour auf dem West Highland Way in Schottland vor einem Jahr mit Michel erinnert. Da war es genauso kalt, nass und eklig und am Ende war es einfach nur ein verdammt cooles und gutes Erlebnis. Und wir haben ja den Tag überlebt.</p>
<p>Irgendwann kam sogar die Sonne raus, hat mich in den letzten zwei Stunden des Tages noch verbrannt und am Ende sind wir in einem Hotel rausgekommen, dass sogar heiße Duschen angeboten hat. Es gab auch ein Internet Café in dem Ort, wie sich rausgestellt hat ein Café das „Internet“ hieß.</p>
<figure id="attachment_1277" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1277" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1277" title="IMG_4362" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4362.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1277">Die Brück am NilDen Namen des Ortes habe ich schon vergessen, aber es ist letztlich auch egal weil es der letzte Ort vor der großen Abfahrt in den Nilcanyon war. Der Nil frisst sich in einer Art Spirale durch und um das äthiopische Hochland um dann erst im Sudan Richtung Ägypten zu fließen. Dabei hat er einen 2000m tiefen Canyon gegraben durch den man muss, wenn man in die nördliche Hälfte des Hochlandes will. Die Fahrt runter ist nicht mehr mit Worten zu beschreiben. Oder vielleicht könnte ein großer Poet sie beschreiben, aber ich kann es nicht. Die Aussichten, Klippen, Felsformationen, Wolkenfetzen, Bäume, der Fluß am Boden des Canyons waren weit mehr als spektakulär und Atem beraubend. Könnte gut sein, dass das die beeindruckendste Landschaft der gesamten Tour war. Malawi war auch gut, aber ich kann gerade nicht sagen, ob es daran ran reicht.in vielen Serpentienen nach unten</figcaption></figure>
<p>Auf jeden Fall haben wir hier auf der Abfahrt das höchste Gigabyte pro Kilometer Verhältnis gehabt. Auf 12 Kilometern sind sicher gut 20gb Daten entstanden. Fotos und Videoaufnahmen, versteht sich. Aber am besten beschreiben das Ganze vielleicht die Bilder, von denen sicher zahllose hochgeladen werden. Wenn ihr euch den Effekt des Bildes anschaut, verzehnfacht und dann nochmal verfünffacht weil man mit dem Fahrrad unterwegs ist, dann kommt man etwa bei der Beeindruckung raus, die wir empfunden haben.</p>
<figure id="attachment_1281" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1281" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1281" title="IMG_4415" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4415.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1281">der Blick durch vorbeirasende Wolkenfetzen auf den legaenderen Blauen Nil</figcaption></figure>
<p>Und dann war man unten.</p>
<p>Und dann hat man den Nil überquert.</p>
<p>Und dann begann der Aufstieg&#8230;</p>
<figure id="attachment_1286" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1286" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1286" title="IMG_4460" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4460.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1286">Ich hatte mir irgendwann, in Namibia oder so, als ich von Äthiopien noch geträumt habe, in den Kopf gesetzt, dass ich diesen Anstieg komplett aus eigener Kraft fahren muss. Ich weiß nicht mehr warum, oder was ich mir damit beweisen wollte. Ich weiß haargenau, dass ich es könnte – immerhin fahren wir mit dem Rad durch den ganzen verdammten Kontinent – aber ich schätze es waren die Höhenlinien, die so dicht beeinander lagen, so unglaublich fies aussahen, dass ich sie als Herausforderung gesehen habe und die dann akzeptiert habe.Fabian war nicht so dumm sich so einen bescheuerten Vorsatz zu setzen und ist das letzte Viertel dann an einem Lastwagen gefahren und hat dann oben Cola getrunken während ich mich noch eine weitere Stunde rauf gequält habe. Aber am Ende bin ich auf den Gipfel gesprintet, habe einen Siegesschrei ausgestoßen, der das halbe Dorf auf den Plan gerufen hat und mich dann zu Fabian gesetzt und zwei Colas getrunken.Ich bin mir wie gesagt nicht ganz sicher, was oder vor allem warum ich mir damit beweisen wollte, aber es war ein ziemlich gutes Gefühl diesen Berg hochgefahren zu sein. Vielleicht war das das stellvertretende EFI, nachdem wir es ja nicht für die ganze Tour anwenden können.Oben haben wir uns dann das nächstbeste Hotel genommen und das ist das Ende der Geschichte. Die Etappe hatte nicht nur das größte Datenvolumen pro Kilometer sondern auch die meiste Anstrengung pro Kilometer. Und vielleicht sogar noch den höchsten Bremsbelagabrieb pro Kilometer.Man konnte der Bremskraft beim schwinden zuschauen. Am Ende musste ich die Bremsen für eine Vollbremsung doppelt so weit durchziehen, wie am Anfang des Hügels.Die Kinder von BureDer nächste Tag? In keiner Weise erwähnenswert. Eine mittellange Etappe über das nördliche Hochland an der das wichtigste die äthiopische Interpretation von Spaghetti Carbonara zum zweiten Mittagessen war. So teuer waren wir übrigens auch schon lange nicht mehr essen, aber es war auch das schickste Restaurant in der Stadt. Die Mahlzeit hat für uns beide (zwei Portionen Carbonara, zwei Cola, zwei Macchiato) zwei Euro gekostet!!Der nächste Tag? Leider Gottes sehr erwähnenswert. Der Morgen ging normal los, irgendwann hat sich dann Gegenwind entwickelt, es ging konstant auf und ab. Kleinere Regenschauer haben die Temperaturen ständig schwanken lassen. Aber das ist alles nichts Neues und nichts schlimmes. Es trägt nur zur allgemeinen Erschöpfung und Frustration bei.Für mich (Fabian scheint eine wesentlich höhere psychische Belastungsgrenze zu haben) war der Punkt dann in einem Ort namens Bure erreicht, an dem einen alles nur noch ankotzt. Es waren da aber auch nur 80km und da wir am nächsten Tag nach Bahir Dar fahren wollten, mussten wir noch mindestens 20km fahren.Aus Bure raus ging es erst mal wieder eine Höhenlinie rauf. Die Steigung war zwar schlimm genug, aber der Gegenwind der normalerweise an Bergen vernachlässigbar ist, hat uns nochmal richtig ausgebremst. Neben uns her sind die üblichen Kinder gerannt, aber diesmal gab es einen kleinen Unterschied.Kinder haben schon öfter nach unseren Rädern gegrabscht, uns genervt und gelegentlich sogar den ein oder anderen frustrierten Kieselstein hinterhergeworfen. Hier ist mir ein Kind aufgefallen, weil es so eigenartige Laufmuster hatte. Normalerweise laufen sie mehr oder weniger gerade außerhalb oder halb im Blickfeld hinter den Rädern her. Dieses Kind ist aber einen Zickzack zwischen beiden Rädern gelaufen, immer ganz hinten. Und dann, nach vielleicht zwanzig Metern hat es einen kleinen Sprint hingelegt und Fabians Äthiopienflagge vom Rad gerissen (wie bezeichnend...). Ich hatte damit gerechnet und war in der gleichen Sekunde vom Rad gesprungen, was das Kind dann so erschreckt hat, dass es seine Beute fallen gelassen hat und weggerannt ist. Die Äthiopienflagge lag im Dreck am Straßenrand vor uns. – Jetzt weht sie wieder an Fabians Rad.Der Vorfall hat meine Geduldsspanne mit Kindern nochmal wesentlich verkürzt, den Kindern war das aber egal. Über die nächsten 50m hat sich die größte Kinderhorde bis jetzt zusammengerottet. Das waren gut zwanzig Kinder die laut schreiend, money und you kreischend hinter uns her getrottet sind. So laut schreiend, dass es in den Ohren weh getan hat. Hin und wieder wurde das Geschrei von hysterischen Schreien unterbrochen.Man fährt dann da, versucht einfach weiterzufahren, aber ständig kommt ein Kind an, stellt sich in den Weg, springt zu Seite, verlangt Geld oder Stifte (einmal musste ich doch kurz schmunzeln, als eins „Lemon!“ geschrien hat). Nach weiteren 300m, die mir vorkamen wie eine Ewigkeit, sind die Kinder dann zurückgefallen – und stattdessen dazu übergegangen uns faustgroße Steine hinterher zu werfen. Gott sei Dank zielen sie schlecht und haben nicht genug Kraft die Steine weit genug in der Luft zu halten, aber traurig ist es trotzdem.Soviel zum Auftakt der Frustration. Das ging so weiter, an jedem einzelnen Berg auf den nächsten zwanzig Kilometern. Ich habe mich an Burundi erinnert gefühlt, aber irgendwie war das auch anders. In Burundi war es Culture Shock und ich wurde weniger verfolgt und v.a. nicht gesteinigt, hier sind ständig Steine geflogen und es war kein Culture Shock sondern einfach psychische Überforderung. Ich konnte weder das YouYou, noch das MoneyMoney, noch das WhereAreYouGo mehr verarbeiten. Nach der vierten Kindergruppe war es egal, ich wollte einfach nur noch weg. Ruhe. Völlig eal, was die Leute da schreien, ob es Hallo, Welcome oder Fuck You ist, „die sollen einfach alle ihr Maul halten und mich in Ruhe lassen“.Ich habe meine Nerven förmlich blank liegen sehen, ich habe mir auf die Lippe und Zunge gebissen und die Fäuste geballt um mich zusammenzureißen. Ich habe das Fahrrad geschlagen und meine Frustration in den Himmel geschrien, aber gebracht hat das alles wenig. Einmal habe ich zugegebener Maßen die Kontrolle verloren – oh und ich schäme mich dafür – und einem Kind das ankam vor die Füße gespuckt. Tragischer Weise hat es das Kind tatsächlich davon abgehalten zu betteln und mir einen kleinen Triumph über meine Peiniger im Allgemeinen gebracht. Aber zwei Minuten später habe ich mich nur noch schlecht gefühlt.Dann sind wir in das namenlose Dorf an der Abzweigung zur Nilquelle eingerollt, von überall die gleichen Grüße und Forderungen nur in viel höherer Frequenz als auf dem Land und ich konnte keinen Meter mehr weiter. Ich bin direkt in den Hof des ersten Hotels gefahren und das war so ziemlich das Ende der Geschichte. Fabian hat netter Weise ohne zu murren mitgezogen und so konnte ich dann endlich abschalten. Ich hätte keinen Meter mehr weiter geschafft.Für mich steht seit dem Tag jedenfalls endgültig fest, dass die psychischen Belastungen der Tour für mich wesentlich größer sind als die physischen. Das mag individuell verschieden sein, aber ich finde die physischen Grenzen wesentlich leichter überwindbar als die anderen. Für mich gibt es einen gewissen Punkt bis zu dem man alles reinfüllen kann und danach läuft einfach alles über. Aber das Fass ist auch dehnbar und wird mit jeder dieser Erfahrungen größer.Ich beneide allerdings Fabian, der das Ganze mit einer stoischen Ruhe ertragen kann und sich nicht die ganze Zeit beschwert wie ich. Allerdings ist er auch vorne gefahren, wo man zumindest mal keine Steine abkriegt.Langer Rede kurzer Sinn: Ich hatte mir dieses Fazit aufgespart, in der Hoffnung dass es besser würde, aber alles wurde schlimmer. Wir haben in Äthiopien eine wertvolle Erfahrung gemacht: Die Art in der sich ein Land präsentiert ist zwischen Fahrrad/Laufen und allen anderen Transportmethoden grundsätzlich verschieden. Ich finde immernoch, dass Äthiopien zum backpacken perfekt und super war, aber zum Fahrrad fahren: Nie wieder.Leider stimmen alle Gerüchte und Vorurteile über die Kinder und the country side. Man wird verfolgt und genervt, man wird gesteinigt, man kann nicht entkommen. Stimmt alles. Ich hatte mir die Steinigungen wesentlich schlimmer vorgestellt – das Schlimmste, was mir passiert ist war ein faustgroßer Stein direkt in die Speichen. Aber dafür hatte ich mir das Generve nicht so anstrengend vorgestellt.Äthiopien ist auch das erste Land, von dem ich sagen würde, dass die Städte besser sind als das Land. Das Land ist doof. Es gibt kein so gutes Essen in so großer Auswahl, es ist nicht nennenswert billiger als die Stadt, die Kinder sind a pain in the ass und die Erwachsenen kaum besser.Nachdem ich mich jetzt so darüber ausgelassen habe muss man aber auch noch der Fairness halber zugeben, dass es hier auch wieder unglaublich süße Kinder und nette Menschen gab. Uns wurde auch noch nirgendwo im Afrika einfach im vorbeifahren von einer Frau am Straßenrand Bananen in die Hand gedrückt und einige Kinder waren einfach super. Es hängt alles, gerade beim radfahren, zu sehr von der jeweiligen Situation und Erschöpfung ab.Wenn man ein bisschen Theater und Albernheiten macht werden die größten Drecksplagen angenehme normale Kinder. Aber die Zeit und vor allem Energie hat man meistens leider nicht. Die Mehrheit der Kinder auf dem Land war neutral mit Tendenzen ins negative, dann die zweitgrößte Gruppe waren die Plagen und dann die kleinste die Süßen.Der Morgen des nächsten Tages war noch von den Nachwehen des Trauma des Vortages geprägt. Aber die Strecke war nicht so dicht besiedelt und ging vor allem hauptsächlich berg ab, so dass man so schnell fahren konnte, dass die Kinder meistens nicht mal schnell genug zur Straße rennen konnten. Für die Fälle, wo sie es doch geschafft haben, hat man dann den Quadratmeter vorm Vorderrad fixiert und sie ignoriert und ist vorbeigerauscht.Und dann ja... Bahir Dar. Ansich ist das kein besonders angenehmer Ort. Am Lake Tana gelegen völlig zugebaut mit Hotelburgen, großes Chaos, viel Verkehr, heiß und schwül. Aber: Es gibt hier Kuchen, es gibt wieder Obstsaft und viel viel gutes Essen. Grenzt also für uns wieder ans Paradies und ist allemal besser als sich steinigen zu lassen.Morgen geht es weiter nach Gonder, da machen wir nochmal einen Tag Pause um uns umzuschauen (ein Tag ist wahrscheinlich nicht lang genug, aber besser als gar nicht hin) und  dann geht es in den Sudan. Vorraussichtliche Einreise: 3.8. Im Sudan haben wir dann zwei Wochen Transitzeit und dann müssen wir in Wadi Halfa die Fähre nach Ägypten nehmen. Wir werden wahrscheinlich mit dem Rad nach Khartoum fahren und je nach Zeitpuffer ein Stück nach Norden und dann, ganz deutsch, mit genug Vorlaufzeit anfangen Trucks anzuhalten, die uns mit nach Wadi Halfa nehmen sollen.Und dann wären wir eh schon in Ägypten...So long <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> runter ... und wieder rauf</figcaption></figure>
<p><strong>Out of Finfinne</strong></p>
<p>We were afraid to leave Addis. Still the prejudices against Ethiopia had a certain place in our minds and since it had been cyclists who were complaining we didn’t want to risk ruining our experience by cycling through Ethiopia. You are quite safe from stoning and Faranji Frenzy if you’re in a bus.</p>
<p>Of course we got back on the way on Saturday the 23<sup>rd</sup> at 4a.m. The day before my Gastritis had started to return but although I bought antibiotics right away this time it didn’t seem to work so well and so we left Addis in the dark in pouring rain and for my part carrying Amoeba with me. Bad start.</p>
<p>We started so early to avoid the morning traffic we had seen on the bus but didn’t know that apparently nobody wants to go to Gonder anyway and that the sprawls of Addis to the north only continue for five kilometers from Piazza. The only living beings we encounters where runners but dozens of them. They were running from Addis up the hill and back again and we saw the last one some 25kms from Addis.</p>
<p>But not only the distance (nothing less than half marathon) impressed us but most of all the speed. We couldn’t catch up with most of the runners on flats where we normally can, especially if you consider an extent of exhaustion they should have had. Go walk up the hill from Addis early in the morning and you will know immediately why Ethiopian runners are so famous.</p>
<p>At some point we heard what we thought were gun shots. There must be quite heavy shooting somewhere. Later we discovered that the cracking sounds were children cracking with their whips.</p>
<p>There are children everywhere and most of them have whips. To be honest: I’m scared as hell of them. A kid with a whip in the hand demanding money from you is an awful sight. And most of the time it’s several kids with whips, cracking them menacingly as you pass by.</p>
<p>That day was tough on us. For one it was longer than it should have been, then we had started way too early, we hadn’t been cycling for three weeks then and I was suffering from the darn diarrhea.</p>
<p>No fun.</p>
<p>We past the famous Debre Libanos with me lacking the energy to take the detour to go and have a glimpse at it and just rode straight down the road and up on the other side again. And then the most impossible coincidence happened. One of the TukTuks stopped a hundred meters ahead of us and a Faranji (equal this to our use of Mzungu. It just sounds nicer and is the Ethiopian equivalent) woman approached us. We didn’t pay too much attention at first in the attitude of “*sigh* … we’re exhausted. What does that Faranji now want from us?”.</p>
<p>It turned out that we actually knew that particular Faranji. It was Jenny whom we had met in Nairobi for the first time, once again in Addis and then missed four times because we failed at communication with cell phones. She had been visiting Debre Libanos that day and seen us from the TukTuk. The world is small and full of coincidences – or Ethiopia for that matter.</p>
<p>We had some great Injera compared with a nice evening (although Injera alone tends to be a guarantee of great evenings) and the next morning we sat in the café for two hours waiting for Emma or the pouring rain to stop.</p>
<p><strong>Here comes the rain</strong></p>
<p>We made a mistake in deciding to proceed once the rain had stopped and sadly not meeting Emma again. If we had stayed we could have been sitting a TukTuk driving from sight to waterfall and enjoying ourselves. But we chose to leave with the first sunrays peeking through the thick clouds.</p>
<p>The sun tricked us there. Ten Kilometers after we had left Fiche we got caught in pouring rain again, headwind, winter temperatures. It was just awful and miserable. The felt temperature was around 0°C and we were soaking wet. Awful! And heroic too <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  It’s those things you later look back on and are proud of, the suffering for the sake of the cause (i.e. getting to Sudan) and not hiding from the rage of the elements. The whole day remembered me pretty much of my tour on the West Highland Way, Scotland with Michel a year ago. It had the same temperatures and rain as in Scotland and the landscape looked similar too.</p>
<p>And talking about landscape: It’s amazing here. The altitude is between 2500m and 3000m and it’s constantly cold and rainy but the landscape is stunning. We were riding down a mountain ridge to the Nile (above which we are now, that I write these first few paragraphs) and East and West you have those deep deep canyons. Ethiopia was for some time called Abyssinia and that with right. There are 1000m high cliffs to either side of the ridge.</p>
<p>At first the ridge was very wide and we kept changing sides, going along the cliffs to the West or to the East. But then on the second day it became more narrow and from some point on you could constantly see the world’s end to both sides. The clouds were hanging in the canyons in the evening and you would only see half of them. The views are plain impressive.</p>
<p>At one instance we saw eight “carnivorous birds” (forgot the term) sailing on the up winds. I first thought they were eagles because they were huge but then you wouldn’t see so many eagles on one spot, would you? For the ornithologists following this blog: Since I’m short sighted the only details I can add to the description is I think at least one had a lighter head, the wings looked pretty “unique” but to be honest I can’t describe them adequately. I guess that is as good as no information… but in case somebody knows the predators sailing the abysses in Ethiopia you might make a few suggestions.</p>
<figure id="attachment_1279" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1279" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1279" title="IMG_4398" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4398.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1279">noch sind wir oben ...</figcaption></figure>
<p><strong>Into the Deep</strong></p>
<p><em>On a side note: I’ve started to write the articles semi-simultaneously so it’s not unlikely that attitudes and opinions change within the text as time and experiences fly by.</em></p>
<p>Abyssinia indeed. The town where we spent the night was the last town on top of the cliff above the Abyei Gorge (Abyei being the Amharic name for the river Nile). The altitude drops from 2500m to somewhere around 700m over 12 kilometers and the views are stunning.</p>
<p>No they are not stunning. The views, the wind, the clouds, the cliffs and boulders, the way the road winds through the cliffs, the bridges, they’re indescribable in the sense of the word. As in the German text too I simply don’t find myself capable of describing this wonder of nature adequately. The photos which will probably be uploaded en masse might help in imagining the impression if you follow a small equation. Take the impression the picture makes on you x10 to compensate the loss from eye to camera then take it x5 to add the bicycle bonus and then you might be close to feeling what we felt. A speechlessness again. Speechless in the face of nature.</p>
<figure id="attachment_1283" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1283" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1283" title="IMG_4426" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4426.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1283">On the way down we produced the highest data volume per kilometer of the tour. It might have been the one most impressive place we’ve come through but I’m not quite sure. At least it evoked the greatest landscape based euphoria.And once we had reached the bottom the ascend began. Up again. All the way. For some reason I had decided very early in the tour that I had to take this ascend by my own power or not at all. I can’t quite recall why I decided that or what I wanted to prove myself but I think I took those way-to-close altitude lines on the map as a personal challenge and accepted it. It was a stupid idea but in the end it somehow also was cool. After four or five hours I finally reached the top, sprinted there and gave a loud victory cry. Half the village showed up, wondering what that crazy Faranji was doing but that was just fine with me. I felt as if I had achieved something big although it was just another mountain on the tour. I then rolled back down a bit to meet Fabian who was sitting in a bar, waiting for me, and we had several Cokes.That’s pretty much it for that day. We went to the next hotel, got ourselves rooms and this time we did fall into bed and didn’t move anymore. That hill had demanded a lot but it was an epic descend and an even more epic ascend.ueber den Wolken ...</figcaption></figure>
<p>As for the next day: Not worth mentioning.</p>
<p>As for the next day: Sadly worth mentioning. That day had been tough with a lot of altitude, head wind and changing weather and temperatures. In the early afternoon we had reached a town called Bure, some 80km from where we had started. We were already feeling slightly exhausted and still had at least 20km to go so we could reach Bahir Dar the next day.</p>
<p>Upon leaving Bure a crowd of children gathered, as usual, to follow us. This time though the crowd was much bigger and more aggressive than the last times. I noticed one kid for its weird running patterns. Normally they would run out of sight next to or behind the bicycles and keep yelling “Money” or “You” or varying combinations of the two. This particular kid was zigzagging between the backs of our two bicycles always trying to be out of both our views at the same time.</p>
<p>A few meters later it sprinted up to Fabian’s back and snatched the Ethiopia flag from his bike. I had been expecting something like this  all the time (if not the flag being the target) and jumped from my bike the moment the kid sped up to Fabians. It was so shocked it dropped the flag and dashed away. The flag was lying on the dirty ground. Fabian picked it back up again and reattached it to his rear carrier.</p>
<p>The rest of the kids kept following us for several hundred meters, all the time crying hysterically, demanding money and you and generally being so loud it started hurting the ears. Eventually they gave up on molesting us and switched to throwing stones after us.</p>
<p>I didn’t spend much time here on describing the amount of frustration I had in before but I was exhausted and pissed already and the kids made everything worse. We were climbing that extremely long and steep hill, head wind slowing us down even further and all the while the kids were walking next to and behind us and annoying us as hell.</p>
<p>Worse: Once we had left the one group behind the next one started assembling ahead of us already. You will be annoyed and stoned. Again. And again. And again and again and again.</p>
<p>Frustration levels in me rose constantly and after some five kilometers or so I just couldn’t bear it anymore. I clenched my fists, I bit my tongue and lip, I yelled and I hit my bicycle. I was totally frustrated and worse of all I didn’t know how to handle the situation.</p>
<p>At one point I sadly lost control and spat in front of one annoying kid’s feet. It worked sadly, silenced the kid and brought me a certain triumph. A short lasting triumph though and afterwards I just felt bad for loosing control like that to a child.</p>
<p>One of the problems is that you are absolutely helpless. There is simply no useful or effective way to cope with the situation. You can’t possibly fight back, it is impossible to ignore and fleeing is no option either. The only thing you can do is try to bear it and that is everything else than easy.</p>
<p>At some point during those last 20km a point was reached in which for the moment I wished the whole of humanity was swiped away by some terrible disaster and left me in peace. I just wanted people around me to ignore me and “shut the fuck up”.</p>
<p>Of course it’s not more likely for people here to leave you in peace than to have them all just vanish and so we rolled into the nameless village at the junction to the Nile springs road, shouts and whistles from left and right and everything and I thought my head was going to explode.</p>
<p>I rolled directly in to the safe courtyard of the first hotel I found and hid from the world. Gladly Fabian didn’t object and so we stayed there.</p>
<figure id="attachment_1290" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1290" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1290" title="IMG_4483" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4483.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1290">man kann auch viel Spass mit den Kids haben ... waerend Tim den Nil hochstrampelt habe ich ein paar Birrs am Kicker verlohren</figcaption></figure>
<p>The sad thing was that I would have wanted to continue, would have had the energy, but mentally I couldn’t bear a single meter more than we had come. That day it was just too much.</p>
<p>I guess it’s hard to imagine the extent of intention you get while cycling in Africa the amount of harassment you get while cycling in Ethiopia and then most of all: How in your perception even friendliness turns into harassment. It’s sad but I can’t help it.</p>
<p>On me the psychological demands and challenges of this tour are much greater than the physical ones. It seems to be the other way around for Fabian, he doesn’t seem to be so much affected by all the people around and can bring up the energy to joke or reply when I have long given up and honestly? I envy him for that.</p>
<p>That was pretty much it for that day. I hadn’t experienced anything like that since I left Burundi and even then it was much different. In Burundi it was culture shock and there were no stones involved. Here it’s not culture shock but mere frustration and exhaustion compared with constant harassment <strong>and</strong> stones.</p>
<p>I had waited with this conclusion in the hope it would turn out for the better but it only got worse: Cycling in Ethiopia sucks. Please note this only applies to cycling. We made a valuable experience here with spending half the time backpacking, half cycling. Ethiopia is an amazing place for backpacking and everything I wrote before is still valid. But it is an awful place for cycling.</p>
<p>I had hoped to find the prejudices and stories invalid but sadly they seem to be all true. Children on the country side are simply a pain in the ass. Most of them are “neutral” (i.e. “only” begging and verbally harassing) then there are a few throwing stones which are evil and then there are very few who are as cute and friendly as the ones I had described in the last article.</p>
<p>You’ll get everything on the countryside but sadly the bad part is the vast majority.</p>
<p>Ethiopia is thus the first country of which I would say I enjoyed the towns more than the country side. There is simply no reason why you want to be in rural Ethiopia. I still love urban and cultural Ethiopia.</p>
<p>The next day was better again. Sleeping and hiding helps in these cases and we set off very early on the 130something km to Bahir Dar. The leg was mainly downhill and we made extremely fast progress. By 3 p.m. we had reached Bahir Dar and started a fruit Spris and food orgy.</p>
<p>I told you towns were best. Fruit juice, cake, better food in greater variety, everything is better here.</p>
<p>That said: Bahir Dar itself is rather unimpressive. It’s been very well described by LP as “the Riviera of Ethiopia”. It’s exactly that.</p>
<p>Tomorrow we are going back on the road to Gonder where we will spend a day. After that we’re off to Sudan which we expect to enter on August 3<sup>rd</sup>. We’ve got fourteen days in Sudan until we have to leave via Wadi Halfa so we will probably cycle to Khartoum and see how far we’ll get before our Visa expires and we have to take a truck to Wadi Halfa. Sudan is also our first (and last) rogue state <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Cheers</p>
<figure id="attachment_1288" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1288" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1288" title="IMG_4470" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4470.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1288">Der legendaere Blaue (braune) Nil</figcaption></figure>
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		<title>Harar</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 12:07:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Aethiopien Ethiopia]]></category>

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		<description><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4215-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_4215" title="IMG_4215" />Nach Harer und noch viel viel weiter&#8230; Freitag Nachmittag haben wir unsere Pässe an der ägyptischen Botschaft abgeholt. Visum: Abgehakt. Fehlt nur noch Sudan. Das allerdings konnten wir erst Mittwoch beantragen, da die Botschaft nur Montag, Mittwoch und Freitag für &#8230; <a href="http://africabybike.de/wordpress/?p=1245">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img width="188" height="125" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4215-188x125.jpg" class="attachment-medium wp-post-image" alt="IMG_4215" title="IMG_4215" /><p></p><br /><p><strong>Nach Harer und noch viel viel weiter&#8230;</strong></p>
<p>Freitag Nachmittag haben wir unsere Pässe an der ägyptischen Botschaft abgeholt. Visum: Abgehakt. Fehlt nur noch Sudan. Das allerdings konnten wir erst Mittwoch beantragen, da die Botschaft nur Montag, Mittwoch und Freitag für Visaanträge geöffnet ist. Da Montag der Andrang so groß ist, dass wenig Chance besteht durchzukommen und Freitag gebetet wird kommt nur Mittwoch für den Antrag wirklich in Frage.</p>
<p>Das war dann aber auch in Ordnung, weil es uns das Wochenende „frei“ gegeben hat und wir die Gelegenheit genutzt haben um mit dem Bus (!) die 500km nach Harer zu fahren. Ehrlich gesagt wussten wir nichts über Harer, nur dass die Altstadt Unesco Welterbe ist und es mit 500km das nächstgelegende und gleichzeitig isolierteste Touristenziel ist. Das hat die zwei entscheidenden Vorteile, dass vier Tage ausreichen um hin zu fahren und man an einem Ort war, der auf einer Standard-Äthiopientour gefährdet ist rauszufallen, weil er einfach in eine komplett andere Himmelsrichtung liegt.</p>
<figure id="attachment_1204" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1204" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1204" title="IMG_3880" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3880.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1204">Hinter der Vulkanebene wird das Land wieder fruchtbar</figcaption></figure>
<p>Samstag Morgen, 3 Uhr, sind wir aufgestanden um uns auf den Weg zur Bushaltestelle zu machen. Von unserem „Hotel“ (dem das Wort „Absteige“ noch schmeichelt) aus war das etwa eine Stunde zu Fuß, um 6 sollte der Bus gehen um 5 sollte man da sein.</p>
<p>Das hat alles problemlos geklappt und um 6:30 haben wir die neun Stunden lange Busfahrt nach Harer angetreten. Auch wenn die bemerkenswert unspannend war, ist trotzdem die Landschaft erwähnenswert. Man kann in Ost-Äthiopien, oder viel mehr auf dem Weg da hin, förmlich sehen, wie das Riftvalley Äthiopien von Afrika wegreißt. Gigantische vulkanische Bruchstellen und Ödnis, Wüste, Dornen, mehr nicht. Am Horizont wird man immer von zerklüfteten Gipfeln begleitet.</p>
<p>Wie gesagt, neun Stunden später sind wir dann völlig verschwitzt und erledigt in Harer angekommen. Die Äthiopier haben die nette Sitte die Fenster im Bus immer aus Rücksicht auf die Friererchen geschlossen zu halten. Das mag auch morgens, wenn es um die 5Grad hat, ganz angenehm sein, aber spätestens wenn die Temperaturen im Bus an den 40 Grad kratzen würde man sich doch ein bisschen Luftzug wünschen.</p>
<p>In Harar haben wir dann entschieden mal das Guidebook in Sachen Hotels auszuprobieren („Hotel“ ist hier falls es noch nicht klar ist etwas anderes als in Deutschland. Die Nacht in den Orten wo wir bleiben kostet i.d.R. zwischen 50ct und 2 Euro, gibt einem ein Bett und vielleicht eine Waschmöglichkeit und ist in allen Fällen günstiger als zu campen). Dabei haben wir dann das wunderbare Phänomen entdeckt, dass Lonely Planet entgegen seinem Namen nichts mehr mit Einsamkeit zu tun hat. Tatsächlich ist dieser Verlag mittlerweile so groß, dass die Preise in den von ihm empfohlenen Hotels sich innerhalb von einem Jahr bis zu verdreifachen.</p>
<figure id="attachment_1209" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1209" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1209" title="IMG_3914" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3914.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1209">Haustier Georg</figcaption></figure>
<p>Abgesehen davon hat sich die Definition von „Budget“ bei den Damen und Herren leicht verschoben. Es gibt zwar noch Budgetoptionen, aber die sind schon im Buch doppelt so teuer wie die lokalen Äquivalente. Sheraton wird zwar unter „High Class“ gelistet, aber die Tatsache dass Sheraton überhaupt im Lonely Planet gefeaturet wird finde ich schon bezeichnend.</p>
<p>Wie auch immer, wir sind dann mal wieder damit geendet, dass wir uns einfach eine der lokalen Absteigen gesucht haben. Die war auch absolut in Ordnung, En Suite, ein paar Flöhe und Milben im Bett aber wir durften uns das Zimmer teilen und damit war es unschlagbar günstig.</p>
<figure id="attachment_1205" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1205" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1205" title="IMG_3881" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3881.jpg" alt="" width="800" height="498" /><figcaption id="figcaption_attachment_1205">Harars New Town</figcaption></figure>
<p>Den kleinen Rest des Nachmittags haben wir dann damit verbracht ein bisschen die Stadt zu erkunden und vor allem ein gutes Restaurant zu finden. Selbstverständlich waren wir damit erfolgreich. Wir haben da das beste Tibs der gesamten Zeit in Äthiopien gegessen, mit etwas Thymian einfach unschlagbar!</p>
<p>Was ich über die Hotels im Lonely Planet geschrieben habe gilt übrigens genauso auch für die Restaurants. Wir haben am nächsten Tag ein paar der empfohlenen Restaurants abgeklappert, aber alle sind mit Preisen von um die 2-3 Euro pro Hauptgericht unbezahlbar. Stattdessen sind wir dann in der Garküche am Straßenrand gelandet. Die Leute saßen da auf Munitionskisten, haben Ful aus Blechnäpfen gegessen und eine Mutter hat mit ihren vier Töchtern gekocht, während sich der Mann um das Baby im Pappkarton um die Ecke gekümmert hat.</p>
<p>Solche Orte haben Charme, den die Restaurants niemals erreichen können, sind insgesamt von der Atmosphäre viel netter, man kommt wunderbar mit Locals in Kontakt und kann sein Amharisch auf die Probe stellen, das Essen schmeckt meistens sehr gut und ist vor allem günstig. Das Frühstück mit zwei Portionen Ful, zwei Tassen Kaffee und vier Broten (Baguettes, etwa ¾ Ellenbogenlang) hat 50ct gekostet.</p>
<figure id="attachment_1206" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1206" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1206" title="IMG_3886" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3886.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1206">buntes Markttreiben</figcaption></figure>
<p><strong>Lost in Harer</strong></p>
<p>Harer. Ich weiß nicht, wie bekannt der Ort tatsächlich ist. Wir haben ihn hauptsächlich ausgewählt, weil er auf unserer Karte als Unesco Welterbe und „Nice Oldtown“ verzeichnet war. Nice Oldtown trifft es ziemlich gut. Man könnte aber auch megaaffentittengeile Altstadt schreiben. Auf einem Quadratkilometer finden sich gut über 350 Gassen, der Ort pulsiert auf den Hauptstraßen mit Leben. Frauen tragen die farbenfrohsten Tücher seit Langem, alles ist bunt. Überall werden Gewürze in den verschiedensten Farben und vor allem mit den vielfältigsten Gerüchen verkauft. Hin und wieder schnappt man einen Hauch von frisch geröstetem Harer Coffee auf. „Ein Fest für die Sinne“.</p>
<p>Dann schlägt man sich in eine beliebige Seitengasse, alles wird ruhig, die enge Gasse ist kühl. Man dreht sich mal ein bisschen nach links, mal ein bisschen nach rechts und am Ende wirds schon stimmen.</p>
<figure id="attachment_1207" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1207" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1207" title="IMG_3888" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3888.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1207">Das wunderbare ist, dass man sich nicht wirklich verirren kann, weil die Stadt so klein ist. Früher oder später kommt man immer an einer Mauer oder Hauptstraße raus. Orte wiederzufinden ist allerdings nicht so einfach. Harers Altstadt jedenfalls ist genau der Spielplatz von dem ich meine gesamte Kindheit geträumt habe und vermutlich der Albtraum aller Eltern. Da findet man sein Kind nie mehr wieder.Und apropros Kinder: Als wir in Harer angekommen sind dachte ich, ich wäre langsam in der Lage die rosarote Brille abzunehmen und Äthiopien objektiv zu bewerten.Auch wenn wir unendlich viele gute Begegnungen und Erfahrungen hatten und ich (und mittlerweile auch Fabian, obwohl zuerst eher zögerlich) dieses Land lieben, gibt es hier doch die höchste Konzentration von Bettlern, Krüppeln und Obdachlosen, die wir auf der ganzen Reise gesehen haben. Die Menschen sitzen und liegen auf der Straße, einige so schwach, dass sie kaum mehr die Hand heben können und warten auf Almosen. In Addis haben wir einen Mann gesehen, der so stark unterernährt war, dass man die Form jedes einzelnen Knochens durch die Haut sehen konnte. Vielleicht schlimmer als die Bilder, die man von stark mangelernährten Menschen kennt, vielleicht genauso. Der Anblick war entsetzlich.Es ist dreckig und die Menschen sind teilweise bettelarm. Aber zur gleichen Zeit sind sie ausnahmslos unglaublich herzlich und gastfreundlich. Wir trösten uns immer wieder mit dem Gedanken, dass wir dieses Spendenprojekt laufen haben, aber Äthiopien ist das erste Land der Reise, wo wir Bettlern tatsächlich Geld (wenn auch minimalst Beträge) geben.Gerade herrscht Hungersnot im Horn von Afrika. Wenn ich ehrlich bin, haben wir in Harer nichts davon gemerkt. Aber wir sind auch reiche Faranji, wir sind nur kurz hier und werden die Unterschiede in Essenpreisen nicht bemerken. Die Märkte sahen aus als wären sie gefüllt mit Obst, aber wir wissen nichts über die Vorräte und wie die Versorgung tatsächlich aussieht. Trotzdem: Wir haben in Harer weder von Dürre noch von Hungersnot etwas gemerkt.ABER: Wir wissen alle, dass sich die Katastrophe auf Regionen in Somalia konzentriert und das ist von Harer auch nochmal 500km entfernt. Wir wissen auch, dass die Menschen dort verhungern und deswegen würde ich dich, lieber Leser, noch einmal bitten an Ärzte ohne Grenzen zu spenden. Vorzugsweise über diese Seite und Stichwort, aber im Grunde ist es egal wer das Geld mit welchem Betreff kriegt. Wenn irgendwer auf der Welt Hilfe verdient, dann sind es die Menschen hier.Es sind Menschen, die selbst nichts haben und trotzdem noch mit Fremden oder Bedürftigen teilen. Ich habe hier in Äthiopien die beeindruckendsten altruistischen Handlungen gesehen. Restaurantbesitzer die ihr Restaurant nur mit zwei Holzbänken ausstatten können geben Kindern kostenlos Brot, Bettler helfen hier einander. Und immer helfen alle den zwei deutschen Reiseradlern die sich in ihrer Mitte bewegen und kaum wissen, wie sie das verdient haben. Also nochmal: Bitte spendet einen Betrag an eine NGO die in Afrika aktiv ist und vorzugsweise Ärzte ohne Grenzen mit dem Betreff „Africa by Bike“. Die Menschen brauchen die Hilfe und sie haben sie mehr als verdient.Und nach dem Abstecher zurück zu den Kindern und der rosaroten Brille. Eines der hartnäckigsten Vorurteile über Äthiopien sind die unausstehlich aufdringlichen und penetranten Kinder. Das Phänomen trägt den Namen „Faranji Frenzy“ (Faranji ist das Äquivalent zu Mzungu) und tritt hauptsächlich in ländlichen Gegenden auf.Kinder entdecken den Reisenden (Radler), stimmen ihren „YouYouYouYou“ Kampfschrei an und rennen wie wild dem Radler hinterher. Wenn der Radler die Kinder ignoriert geht es beliebig lange so weiter, wenn er Blickkontakt aufbaut wechselt der Gesang zu „MoneyMoneyMoneyMoney“ bis der Radler außer Reichweite ist, aber von vorne schon die nächsten Kinder angerannt kommen. Wir trauen uns hier nach wie vor nicht wirklich loszufahren, aus Angst der Farnaji Frenzy könnte unseren unbegrenzt positiven Eindruck von Äthiopien beeinflussen. Die Geschichten fangen damit an... und sie hören auf bei Steinigungen mit Backsteinkalibern.Soviel zu den Vorurteilen. Äthiopien hat bis jetzt jedes Vorurteil über den Jordan geschickt und mit dem hier war es nicht anders.Wir saßen nach ein paar Stunden rumirren auf zwei Felsen in der Stadt und haben die Aussicht auf die umliegenden Felder genossen. Natürlich hat es keine zwei Minuten gedauert, bis der „Faraaaaanji!!“ Schrei ertönte und ein paar Kinder um die Ecke geschossen kamen.</figcaption></figure>
<p>Zuerst haben die ein bisschen rumgeschrien und genervt, aber dann haben sie das Guidebook auf dem Felsen entdeckt (es hat also doch einen Nutzen!) und sofort hat sich alles geändert. Die Kids haben angefangen darin zu blättern, waren von bunten Bildern und vor allem Karten fasziniert und haben die abgebildeten Tiere auf Englisch benannt. Dann haben sie auf der Harerkarte die Sehenswürdigkeiten gesucht und uns dann die Himmelsrichtung vor Ort angezeigt.</p>
<p>Die Kinder waren 4-7 Jahre alt&#8230;</p>
<p>Während der Tierbestimmung haben wir Tiergeräusche imitiert und danach hatten sie jegliches Faranji und Money völlig vergessen und haben sich einfach gefreut mit uns rumzualbern. Nach dem Guidebook haben sie uns Karatemoves demonstriert, dann traditionelle Kinderlieder- und Reime vorgetragen und als ihnen keine mehr eingefallen sind haben sie einfach Shakiras Africasong gesungen.</p>
<p>Irgendwann kam dann Mama und hat die Kinder zum Essen gerufen. Wir sind auch gegangen, aber nach zehn Metern kam wieder ein „Faranji!“-Ruf und als wir uns umgedreht haben, haben wir gesehen dass ein Junge und ein Mädchen wieder zu uns zurück gerannt kamen.</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3933.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1210" title="IMG_3933" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3933-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a>Zugegebener Maßen dachte ich (und dafür schäme ich mich jetzt schon fast), dass sie doch noch auf die Idee gekommen sind uns für die Lieder bezahlen zu lassen. Aber weit gefehlt: Das Mädchen hat an ihrem Kleidsärmel rumgenestelt und dann Fabian ein kleines Bronzearmband mit der Aufschrift „I love You“ in die Hand gedrückt. Als Fabian es nicht annehmen wollte, hat sie es ihm kurzerhand in die Knietasche geschoben und ist weggerannt.</p>
<p>Der Junge wollte mir drei seiner acht Murmeln geben, aber ich konnte die Gott sei Dank ablehnen.</p>
<p>Nach dem Vorfall waren wir einfach unendlich gerührt und sprachlos. Wir standen erstmal zwei Minuten da und wussten nicht, was wir sagen sollten. So gewaltsam ist noch keins von unseren Vorurteilen zerstört worden.</p>
<p>Da macht man ein bisschen Huziduzi mit den lokalen, armen Kindern und anstatt um Geld angebettelt zu werden beschenken sie einen. Kaum zu glauben. Ehrlich gesagt glaub ichs immer noch nicht ganz. In der Zwischenzeit kam auch noch ein anderes Mädchen vorbei (das auf dem Foto), aber wirklich auf das einlassen konnten wir uns da noch nicht.</p>
<p>Die Brille, gerade am abfallen, wurde uns regelrecht an den Kopf geschleudert und der ist jetzt komplett rosa. Vielleicht ist Äthiopien aber auch einfach so unbeschreiblich gut&#8230;</p>
<p>Zwei Stunden später sind wir zurück in die Stadt um Qat, die lokale Volksdroge, zu kauen. Wir hatten keine Ahnung, wie das eigentlich von statten geht und deswegen entschieden uns von einem Äthiopier einweisen zu lassen. Sozial ist es eh netter und Kontakt aufzubauen ist in Äthiopien so ziemlich das leichteste, was es gibt.</p>
<figure id="attachment_1216" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1216" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1216" title="IMG_3954" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3954.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1216">Gruenzeugfuttern</figcaption></figure>
<p>Wir sind nicht mal bis in ein Café gekommen, bevor wir einen Lehrer hatten und die nächsten drei Stunden haben wir dann da gesessen, über Gott und die Welt geredet, Qat gekaut und Amharisch gelernt. Später dann haben wir noch Papaya ernten gelernt und mit den Kindern in dem Hotel rumgeblödelt. Äthiopien und v.a. die Menschen hier sind einfach super. Für jeden Spaß zu haben.</p>
<p>As for Qat: Ich glaube der Haupteffekt liegt in der angenehmen sozialen Komponente. Man sitzt rum, redet oder diskutiert und ist einfach „sozial“. Irgendwelche Highs haben wir nicht davon bekommen, im Grunde könnte man wahrscheinlich auch Gras kauen. Schmeckt genauso.</p>
<figure id="attachment_1213" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1213" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1213" title="IMG_3947" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3947.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1213">In bunten Plastikbeuteln verkauft ...</figcaption></figure>
<figure id="attachment_1214" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1214" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1214" title="IMG_3948" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3948.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1214">... braucht der Anfaenger einiges an Zucker gegen den bitteren Geschmack ...</figcaption></figure>
<figure id="attachment_1215" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1215" style="width: 329px"><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3951.jpg"><img class="size-large wp-image-1215" title="IMG_3951" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3951-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a><figcaption id="figcaption_attachment_1215">eine berauschende Wirkung konnten wir nicht so ganz feststellen.</figcaption></figure>
<p>Harer hat noch eine weitere Attraktion neben alten Steinen: Hyänen füttern. Hyänenmänner rufen die Hyänen mit Namen von der Müllhalde zur allabendlichen Fütterung, wo sich Touristen und Locals am Spektakel erfreuen können.</p>
<p>Aber bevor wir zu diesem Highlight kommen möchte ich noch über unsere Erfahrung mit dem afrikanischen Radio schreiben. Das scheint hier dezent anders zu funktionieren, als wir es in Deutschland kennen und erwarten.</p>
<p>Am Tag zuvor hatten wir einen Mann von der Sportredaktion des lokalen Radiosenders kennengelernt, der ein Interview mit uns machen wollte. Wir haben natürlich stolz zugesagt und saßen dann am nächsten Morgen um 9 im Café und haben auf unseren Kontaktmann gewartet. Eine halbe Stunde später kam er dann, wir haben noch einen Kaffee getrunken (polepole) und sind dann los zum Sender gelaufen.</p>
<p>Ich glaube ich habe nie so viele Hände geschüttelt. Jeder dritte schien diesen Mann zu kennen, jeder musste begrüßt werden und jeder hat unsere Geschichte gehört. Wir sind auch in allerlei Läden gegangen um die jeweiligen Besitzer per Handschlag zu begrüßen.</p>
<p>Irgendwann waren wir dann am Sender, haben uns Hände schlagend durch schier endlose Büros vorgekämpft um dann per Handschlag festzustellen, dass das Studio gerade besetzt ist.</p>
<p>Alles kein Problem&#8230; gehen wir halt zur Post und zum Farbhandel und begrüßen da noch die Leute. Danach haben wir noch mit seinem Neffen im Schreibwarenladen Hände geschüttelt und dann waren wir auf einmal entlassen. „Okay, nice to meet you. Have a nice day“.</p>
<p>Ich schätze Radio ist hier mehr Mundpropaganda als Funkwellen&#8230; Oh well.</p>
<figure id="attachment_1224" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1224" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1224" title="IMG_4046" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4046.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1224">Lokaler Sportmoderator und grosser ManU Fan</figcaption></figure>
<p>Und jetzt zum dramatischen Teil des Tages: Hyänen füttern. Als wir angekommen sind war schon ein 4&#215;4 mit amerikanischen Touris da und ein TukTuk mit Afrikanern. Die Leute heuern hier TukTuks an um Licht für die Hyänen zu haben&#8230; oder sie bringen gleich ihren eigenen Wagen mit.</p>
<p>Wir standen dann ein bisschen hilflos zwischen den Autos und haben dem Hyänenmann beim Rufen zugeschaut. Der sitzt da auf einem kleinen Teppich, macht guturale Laute und irgendwann sieht man Schatten am Rande des Lichtkegels rumschleichen. Grüne Augen reflektieren das Scheinwerfer Licht und irgendwann springt die erste aus den Schatten um sich ein Stück Kamelfleisch zu schnappen.</p>
<figure id="attachment_1237" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1237" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1237" title="IMG_4161" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4161.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1237">Die Hyänen sind wesentlich kleiner als wir erwartet hatten, scheinen nur aus Muskeln und Zähnen zu bestehen und in diesem Fall noch einer ordentlichen Portion Fett. Aber man sieht die Kraft in jeder Bewegung.Nach der ersten Scheu haben die Hyänen auch kein Problem mehr mit den Scheinwerfern und man kann sie wunderbar beobachten. Aber das ganze wäre nur halb so spannend und spektakutlär, wenn man die Hyänen nicht selbst füttern dürfte.Man geht zum Hyänenmann, macht im klar, dass man auch mal will und dann gibt er einem einen etwa zehn Zentimeter langen Holzstock, den man in den Mund nehmen soll. Um den Stock wird dann Fleisch gewickelt und sobald die Hand vom Hyänenmann weg ist springt eine Hyäne aus den Schatten und schnappt sich das Fleisch.Man hört keine Zähne klacken, der Stock zerbirst nicht, die Hyäne beißt einem nicht die Nase ab. Das wirklich beeindruckende ist eigentlich die Vorsicht und Geschwindigkeit mit der die Hyäne das Fleisch vom Stock schnappt. Das Ganze dauert nur den Bruchteil einer Sekunde, aber der Stock hat keinen Kratzer.Dann gibt es die Methode, wo man den ganzen Fleischkorb vor sich hält und die Hyänen sich das Fleisch selber holen müssen. Das ist von daher spannend, dass die bis zur Hälfte in den Korb kriechen, da drin zappeln und versuchen das Fleisch aus den Ritzen zu ziehen. Man spürt einfach die geballte Kraft die so ein Viech hat (und das ist einiges) und hat sogar die Möglichkeit das Fell zu berühren, auch wenn der Hyänenmann das nicht mag. Wer hätte gedacht, dass Hyänen eigentlich flauschig sind wie ein Hundewelpe?Die dritte Methode und die spannendste ist die Hyänen selbst von Hand zu füttern. Man nimmt das Fleisch in die Hand, hält es hoch und die Hyäne schnappt es von der Hand. Allerdings war mir das dann doch etwas zu viel. Die Zähne schnappen nur noch zwei Zentimeter von den Fingern zu und woher weiß die Hyäne, wo Fleisch aufhört und Finger anfängt? Das war die einzige Methode, die ich nur einmal gemacht habe.Dann mein Favorit: Man kniet sich neben den Hyänenmann, der dann Fleisch über meinen Kopf hält. Die Hyäne muss dann auf den Rücken des Knienden springen um an das Fleisch zu kommen... Vollkontakt vom allerfeinsten. Die sind verdammt schwer die Viecher.Bei einer dieser Fütterungsaktionen hat sich auch mein Tshirt verabschiedet. Das hängt jetzt als Piratenfahnenhalterung und Souvenir an meinem Fahrrad... oder das was davon übrig ist.Am Ende zahlt man dem Hyänenmann 50 Birr, weniger als das Futter im Streichelzoo von Hellabrunn und hatte eine ECHT geniale Erfahrung. Ich habe es geliebt und jedem mit einer kleinen Überportion Abenteuerlust der nach Äthiopien kommt würde ich unbedingt empfehlen Hyänen füttern zu gehen. Das ists absolut wert. Und jedem der nicht so viel Abenteuerlust hat würde ich trotzdem empfehlen nach Äthiopien zu kommen, es gibt hier zu viel und für jeden was, aber das ist ein anderes Thema und wird wann anders behandelt.</figcaption></figure>
<p><strong>Nach Addis in Mopsgeschwindigkeit!</strong></p>
<p>Wir haben in Harer noch einige Scams durchschaut aber wer über diese großartigen Erfolge lesen will möge bitte den letzten Abschnitt über dem Addis Teil im Englischen Text lesen. Das sind keine besonders rühmlichen Geschichten und ich habe gerade absolut keine Lust wieder darüber zu schreiben. Der Text ist eh schon wieder zu lang&#8230;</p>
<p>Nach den Hyänen gabs nur noch eins: Bett. Und dann am nächsten Morgen wieder um 4 raus um den Bus nach Addis zu nehmen. Wir hatten mehr oder weniger bewusst eine Klasse schlechter gebucht, was zur Folge hatte, dass der Bus wiederum überbucht war und wir keine Sitzplätze mehr hatten. Aber auch hier war wieder auf die Freundlichkeit der Äthiopier verlass. Ein bisschen gedrückt und geschoben, ein paar Kinder auf den Mittelgang verfrachtet und schon waren zwei Sitze frei. Fabian hatte hier das Glückslos mit einem Fensterplatz in der letzten Reihe, ich hatte einen neben einer ausgesprochen korpulenten Frau. Genaugenommen hatte ich einen halben Sitz, was dann dazu geführt hat, dass ich die ganze Zeit nur mit 1,5 Arschbacken auf dem Stuhl hing und die andere Hälfte konstant in der Luft. Angenehm war das nicht.</p>
<p>Ich habe irgendwann auch probiert ihren Sohn wieder unauffällig auf den Stuhl zu schieben und mich in den Mittelgang zu setzen. Das wäre eine Win-Win Situation gewesen. Der Sohn hätte bei seiner Mama sitzen können und ich hätte einen gemütlichen Platz auf dem Boden gehabt. Allerdings hat der Versuch im Bus zu allgemeinem Entsetzen geführt und der gesamte Bus hat plötzlich geschrien und wild gestikuliert. Etwas kleinlaut habe ich mich dann wieder auf meinen halben Sitz verkrümelt.</p>
<p>Später haben wir dann auch rausgefunden, warum da so wenig Platz ist. So fett sah die gute Dame nämlich garnicht aus. Die war nur eine von drei Schmugglern im Bus und hatte rechts neben sich noch einen Notebook geklemmt, der nochmal 6cm geklaut hat (schlank war sie trotzdem nicht).</p>
<p>Irgendwann hat sie auch angefangen im ganzen Bus Telefone zu verteilen, ihr Sohn musste zwei in seine Skihandschuhe und zwei in seine Schneehose schieben (in der Wüste!).</p>
<p>Dann kam die Polizeikontrolle. Alle raus, Bus durchsucht, alle wieder rein, Telefone wieder einkassiert.</p>
<p>Der Bus war langsam, ungemütlicher und heißer als der Erste und die Fahrt insgesamt eine reine Tortur. Die Leute waren zwar nach wie vor extrem nett, haben uns Guaven und Qad gegeben, aber das war ein geringer Trost, wenn man den Schweiß in Strömen hat fließen sehen.</p>
<p>Ein etwas größerer Trost war, dass es den Äthiopiern genauso ging und ich habe da eine Chance gesehen einen Verbündeten im Fensteröffnen zu finden. Vor mir saß ein Vater und hat sich den Schweiß von der Stirn getupft.</p>
<p>Allerdings hat er mir dann klar gemacht, dass man das Fenster unmöglich öffnen kann. Er hat auf das Baby auf dem Schoß seiner Frau gezeigt. Komplett in einen Skianzug gehüllt würde es in dem Luftzug der aus der 30 Grad heißen Wüste reinzieht sicher Erfrierungen davon tragen&#8230;</p>
<p>Zwölf Stunden hat die Fahrt zurück nach Addis gedauert und wenn wir nach der Hinfahrt erschöpft fahren, waren wir dann nur noch gerädert. Es hat allerdings zu der Erkenntnis geführt, dass Vanillepuddingtorten den gleichen Befriedigungswert nach einem langen Tag erfüllen, wie ein kühles Bier. Am besten hat man einfach beides.</p>
<p>Und ja&#8230; dann waren wir wieder da. Haben hier einige Tage verbracht, Fabian hatte Geburtstag und an seinem Geburtstag haben wir das Sudanesische 14-Tage Transitvisum (Kostenpunkt 100$&#8230;) abgeholt. Naja&#8230; immerhin können wir jetzt weiter.</p>
<figure id="attachment_1273" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1273" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1273" title="IMG_4274" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4274.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1273">Geburtstagsgeschenke: Mein erstes Glas Nutella seit 4,5 Monaten ... es schmeckt verdamt gut!</figcaption></figure>
<p>Morgen (aus der Sicht vom 22.7.) fahren wir weiter auf den Weg nach Gonder und von da werden wir Äthiopien wohl verlassen. Wir hängen beide unglaublich an dem Land und das einzige, was uns wieder auf die Straße zieht ist die Aussicht in Ägypten nicht durchs Niltal fahren zu müssen, sondern mit einer Woche extra durch die weiße und schwarze Wüste fahren zu können.</p>
<p>Habe ichs schon mal gesagt? Ich liebe Äthiopien!</p>
<p>Okay. Ich hoffe der Bericht hat gefallen. Es ist spät und morgen fahren wir um 4 Uhr morgens los um dem Addis Stadtverkehr zu entgehen. Bitte vergesst nicht zu Ärzte ohne Grenzen zu spenden. Nicht um des Projektes als solchem Wille, sondern weil tatsächlich Not herrscht und auch Kleinstsummen in der Masse etwas bewirken können.</p>
<p>Gruß,</p>
<p>Tim</p>
<p><strong>The long and rocky road to Harar</strong></p>
<p>On Friday noon we had picked up our passports at the Egyptian embassy and were set to apply for visa at the Sudanese Embassy. This one though only issues visa on Mondays, Wednesdays and Fridays with Wednesday being the only day with a chance to actually get one.</p>
<p>That left us with a weekend waiting and we decided to take a short trip to Harar some 500km east of Addis. Harar is famous for its “Jugol”, an old town in the style of the famous Moroccan ones, and its distinctive color and within Ethiopia apparently for its Qad.</p>
<p>We took the early and only bus to Harar to save time and arrived at the bus station at 5a.m. after an hour’s walk. The bus left more or less on time and took us through vast and impressive volcanic landscapes in nine hours to Harar. You can imagine very lively how Ethiopia is torn away from the rest of Africa if you see these places. The bus ride itself is really not worth mentioning. Long and hot and bumpy, as it was.</p>
<p>We arrived in Harar soaked in sweat and for the first time decided to follow the guide book. They had collected some decent price accommodation (although Lonely Planet by listing Sheraton Hotels also isn’t anymore what it was…) which sounded quite nice.</p>
<p>We also discovered that an Ethiopian Hotel (and Restaurant) if it is mentioned in a guide book seems to triple its price immediately. We gave up after the second hotel and went back to staying in the no name hole in the wall hotels. 35Birr p.p. seemed alright.</p>
<p>The same applied to restaurants: We looked at some of the menus. What they offered did sound nice but was just not affordable. Also these places are usually crowded with people we don’t want to meet, so we once again ended up on the street, sitting on old ammunition casks and eating Ful cooked by a mother and her three girls in that alley way. It’s much nicer anyway and tasted wonderful (as does all Ethiopian food).</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3890.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1208" title="IMG_3890" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3890-494x329.jpg" alt="" width="494" height="329" /></a></p>
<p>Then after eating (you have to get the priorities straight) we set off to explore the town a little bit before sunset. Hundreds of alleyways on one square Kilometer, colorful houses with “exotic” architecture, dozens of different scents everywhere, Harar is an amazing place, offers hours of great exploring and is probably the one best playground I always imagined in my childhood.</p>
<p>It did get dark pretty soon though and our exploration ended at a small restaurant, rather dodgy once again, which served amazing Tibs. Tibs is small meat stripes fried with different spices and served with Injera. These particular Tibs had some Chili, Thyme and many more and it was the best Tibs we’ve eaten so far. We tried many others afterwards but none reached that perfection.</p>
<p><strong>Getting lost in Harar</strong></p>
<p>Now with Sunday we had our first full day in Harar and for some reason we got up very early. So early in fact the shops were still closed when we set foot on the street (everything earlier than 8 a.m.). We started wandering around the alleyways for some time, actively trying to get lost and taking pictures of the colors. Every once in a while a horde of children would dash out of a square path in Faranji Frenzy run around and with us for a while, shake hands and disappear again. One girl actually wanted to sell her baby brother.</p>
<p>At some point we had a break on a few boulders which allowed a view over the roofs and of course it didn’t take long until kids showed up. They ran up, shouted Faranji and one said once “give me Birr”. Then they discovered the guide book lying on the rocks and forgot all about Faranji and money. They started swapping through the pages, marveling at the colorful pictures in the front pages, naming animals in English (in fact they named a whale shark as shark) and studying the maps. The maps were what they were mostly fascinated off and they set with the Harar map and pointed at sights on the map and then in the direction they were from our position.</p>
<figure id="attachment_1211" class="alignleft" aria-describedby="figcaption_attachment_1211" style="width: 800px"><img class="size-full wp-image-1211" title="IMG_3935" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_3935.jpg" alt="" width="800" height="533" /><figcaption id="figcaption_attachment_1211">After they had finished with the guide book they showed us Karate moves and explained they learned it at a Karate school in Harar. That was quite amazing since those kids were totally normal kids… dirty, torn clothes and running through town pushing old tires ahead of them.They sang folk songs for us and when they ran out of songs they started singing contemporary music, namely Shakira’s Africa song which is played up and down all over Africa. They taught us their games and children rhymes and we tried teach them a little German in exchange. At some point we were imitating animal sounds and making faces for a reason which I can’t recall anymore.I write this because I myself had a major prejudice against Ethiopian Children based on thousands of horror stories and not a single good one. The stories go that you’ll be stoned or annoyed to death by the street kids all over Ethiopia. That you can’t avoid them, that you will have a constant Faranji Frenzy (i.e. “You You You You You You You” until you establish eye contact and then “money money money money money” until you somehow manage to get away), that children in Ethiopia are simply a pain in the ass. That said: We haven’t been cycling yet…The children we experienced were totally different from those stories. Yes they will beg but no they will also go away if you tell them. Yes they will yell Faranji a few times but you can either ignore them and they will stop after a while or you can look at them and be rewarded with the brightest smile you have ever seen in your life.Children constantly come up to us just to say hello or shake hands and you will make their day by throwing a few Amharic words at them. Also Children tend to know more English then grownups for a reason I can’t really figure out. With children I mean 4 to 7 year olds.Now back to that story: Eventually a mama came and called them in for lunch. We got up and went away, the kids in the other direction but after ten meters we heard Faranji again. We turned back and the kids came running up to as. A girl started nestling at her shirt and eventually produced a small bracelet which she gave Fabian as a present. Fabian tried to refuse but the girl just shoved it into a pocket of his trousers and ran away waving.Another boy wanted to give me three of his eight marbles but I could gladly convince him to keep them. We were so baffled by those poor kids giving us presents and not demanding them that we just stood there, speechless. It was like: ”Oh my god.. this is not possible, is it? This can’t happen. Not in Ethiopia where all kids are evil”It did.Ethiopian children was the one thing I was afraid of ruining my amazing Ethiopian experience. They just improved it. We might be just extremely lucky but at least for us Ethiopia and all its inhabitants are doing the best to dump one prejudice after the other.I was just about to say Ethiopia is close to heaven on earth. While this might be true for travelers there is also perhaps the highest notable poverty of our tour so far. There are beggars everywhere and you will see every possible type of deformation lying on the street and hoping for a few coins.Life is tough here for many people and while I indulge in Injera, custard cakes and fruit juices people on the other side of the house forage the garbage dump for leftovers. On returning back to Addis that sentence by Marie Antoinette occurred to me when we were gnawing through a pile of ridiculously cheap custard pies: “If you don’t have bread why don’t you eat cake?”I felt a lot like that and had a very bad conscience for our cynic food orgies while East Africa seems to suffer the worst drought in years (assuming it is focused on Somalia, here in Ethiopia we didn’t notice much of it. Last visible food shortage but then we haven’t been watching food prices and availability on a statistical level. The markets in Harar were full of it).  We are not fully blinded by love… but heavily.We went back to town and bought a little Qat we wanted to chew. We decided it would be best to meet some locals to chew and chat with them and ended up searching a comfortable place to do so. The Ethiopians to chat with usually show up by themselves.Two hours later we had been introduced to chewing by a man from southern Ethiopia whom we had met and sat around learning Amharic phrases and discussing everything from education to politics to food. We played again with the kids from the hotel and were taught how to “harvest” Papayas. You take a long stick and try to push them off the palm with it.As for Qat: In contrast to Tej it does not seem to have an “habit of intoxication”. It didn’t do anything except having us sit there for three hours and chatting. It’s a very nice habit to sit around chewing and talking but for what I’m concerned you could as well chew grass (and even tastes the same).The day of the HyenaHarar is famous for another thing: Hyenas. Garbage Dump Hyenas. There are so called “Hyena Men” who every evening frequent the garbage dump, call hyenas by their names and then dramatically feed them strips of old camel meat. Tourists can watch that for 50 Birr (2 Euros, 3 Dollars), take pictures and if they dare: Feed them.But before we got there we had to get up early again. The day before we had met a man from the local broadcasting company and he said he wanted to make an interview on radio with us. So we sat in the café waiting for him for half an hour and then when he finally arrived and after another coffee we set off to his office. On the way we had to shake hands with pretty much every peasant. He seemed to know the whole town and we were introduced to half of it. Most of the time the pattern was: “blabberblabber Faranji blabberblabber Tim blabberblabber Fabian blabberblabber CapeTown blabber Cairo”.We entered his office, shook hands and greeted every single person in the house. Then we went to the recording room, discovered that it was occupied and the left the building after that to go to the post office and painting supplies shop to greet the people there.Once we had that done, 6 offices, 7 shops and countless people on the streets, our radio man said we were free to go and it was nice to meet us.Oh well… I guess radio in Africa just works to two thirds via direct interaction with the people and then one third via broadcasting. Probably the show will be started with the words: “Do you remember the Faranji I introduced you too? “.After lunch we had to dodge a scam where a deaf man tried to charge us 80 Birr for lunch with a random receipt written in Amharic which was obviously not ours. Even worse that man wasn’t actually employed by the restaurant. Eventually we did get the normal price and everything was fine. Ironically though during lunch we had talked to two Ethiopians on the neighboring table about styles of traveling and bus tours in specific and were bragging about the backpacking style being close to culture and people. And then others came and tried to scam us… Oh well.And then the dramatic part of the evening: Hyena feeding. We were brought there by a guide who had showed us around town earlier that day but more of that later.When we arrived the hyenas were already lurking in the shadows, once in a while caught in a headlight of the cars waiting there. Some tourists hire TukTuks for better visibility, other like in this case bring their own cars. There was an American family sitting in a huge 4x4 and not leaving it and a few Africans in a TukTuk and later leaving it.The hyena man knelt on the ground, feeding the hyenas strips of meat from his hand. Throwing it in the air for them to catch or holding it up. The hyenas are well trained, actually respond to certain commands and are fat as hell. But they were still impressive, even more since I have never seen a hyena in my life before. They seem to consist of jaws, muscle, fluffy fur and fat (in this case).After two minutes of watching I wanted to try it too and went up to the hyena man. He gave me a stick, wound a strip of meat around the tip and I took the other end of the stick into my mouth. Then we sat, waited for a few seconds and all of the sudden a hyena would dash out of the shadows, tear the meat strip from the stick and back away again.I think I’m destroying legends here but anyway: Hyenas, or these hyenas, tend to be very gentle, cautious. They manage to grab the meat from the stick without scratching the stick, let alone breaking it or tearing it from your mouth. You will not see teeth or here jaws clacking. The most impressive thing about feeding them from the stick is probably the “Wow what was that? Oh wait! That was a hyena who grabbed meat from 5cms from my nose. Too fast…”Then you could feed them directly from hand, holding the meat between your finger tips, standing up and have the hyena jump for it. That was the one I thought most amazing and since the jaws in this case do make a sound and you’re not quite sure how well the hyena can actually differentiate between fingers and camel meat at least I didn’t give it a second try. It was a damn cool experience though.The fourth method you’re allowed to feed them is to hold the basket and have a hyena crawl half inside to get out the meat herself. Your holding a basket in which a hyena is furiously snapping for the meat rests hanging between the twigs. It’s the closest you will get to the hyena since it takes it a few seconds to get all the meat out. You can feel all its strength when it’s pushing into the basket and it gives you the opportunity to touch it (although the hyena men don’t like you touching them). Hyenas are fluffy like baby birds.Then the third method (by chronology) is that you kneel down, the hyena men holds a meat strip above you and the hyena will have to jump on or above you to get the meat. They will do that and they’re not very cautious then anymore. Having a hyena jumping on your back is… lacking a proper adjective here. Probably indescribable. They are pretty heavy, have massive strength, claws and are not very picky about their stepping stone. My grey cotton t-shirt and a scratch on the shoulder were the casualties of the heroic battle with the hyenas.</figcaption></figure>
<p>All the while Fabian was taking pictures and after a while I was so excited it didn’t take much effort to convince him to give it a try too. He liked it but I think he wasn’t quite as excited as I was. At least he didn’t give it a second round. Anyway: Hyena feeding rocks and gives you an experience which is worth far more than the price. We discovered that buying food for the animals in the petting zoo of Hellabrunn (Munich’s Zoo) is more expensive than feeding the hyenas face to face in Harar. But well.. I guess the likelihood that a goat will tear off your nose is less too.</p>
<p>If any of our kind readers ever happens to come to Ethiopia (and I would highly recommend this being your next destination) you should not miss the hyenas in Harar.</p>
<p><a href="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4187.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1238" title="IMG_4187" src="http://africabybike.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/IMG_4187-329x494.jpg" alt="" width="329" height="494" /></a></p>
<p>Then we wanted to pay our guide for the two hour mediocre tour he had given us before and taking us to the hyenas. The guide book states that 20 Birr per hour is a decent price with usually 10% tip. That particular guide had shown us around but didn’t tell us anything more than the guide book had before and sadly in worse English. Because he kept quoting the guide book we thought it would be appropriate to offer him the guide book amount and be fine but he (pretended to be) insulted by the offering of 40 Birr. We didn’t want quarrels and since he had also shown us a restaurant and brought us to the hyenas we even went up to 60 Birr but he wouldn’t take anything less than 100 Birr (which would be half-day price).</p>
<p>He kept saying: “give me hundred or keep your money” and we kept saying: “you worked and we want to pay you for what you did but not for more” and since neither gave in (except our 20 Birr extra in hope of bargaining) we kept our money and went to eat.</p>
<p>We thought it was fake, trying to make us have a bad conscience and turn back with a 100 Birr but it seemed to be true since he didn’t run after us. We did have a bad conscience then but we kept comforting us with a bad tour and 100 just being too much.</p>
<p>After we had eaten somebody called Fabian out of a side street and there was Daniel, wanting his 60 Birr please. Bad conscience was gone within a second and we thought the whole thing rather sad but we did give him his 60 Birr and he went off without saying good bye. Oh well… Dodged another trick.</p>
<p>Two pieces on advice for future travelers to Harar:</p>
<p>A)     A tour can be well worth the money (200 Birr for a full day is around 8 Euros per guide) if you have a good guide. Take official guides, check English knowledge and knowledge on Harar before you start. For example ask for stories about the “Hyena Gate” – a hole in the wall which in German equivalents would have hundreds of stories. Our guide didn’t know one other from the one in the guide book.</p>
<p>B)      Go to the tourist office where you find most official guides. If you don’t want to take one there still let them show you their licenses (yes there is tour guide licenses) as a reference if you are approached by guides later. Always have guides show you their licenses and make sure they are original ones.</p>
<p>Provided you have a good guide (or enough sense of adventure to explore on your own) Harar is an amazing place and as with Addis we loved it. We didn’t see much of Ethiopia yet.</p>
<p><strong>And back to Addis…</strong></p>
<p>The above day was our last one in Harar. The next day took us at 5 a.m. back to Addis with the trip taking twelve hours this time. We had booked one class lower (if there is no seat number on your ticket always make sure you arrive at least an hour before departure) which resulted in an overbooked bus. Thanks to Ethiopian culture though we got seats after all. People moved up a little, Kids were placed into the corridor and eventually we got enough place to squeeze ourselves in.</p>
<p>Actually I envied the kids because the woman next to me seemed to be so obese that she covered one and a half seats while I was hanging with a half buttock in the air. I even tried to sit on the floor and have her son go back onto the seat but the whole bus started yelling in terror about what I was doing and I eventually resigned and sat back there (that was not ill thinking but the Kid was constantly hanging on me to talk with its mother and being slimmer than me would have perfectly well fitted into the seat. A win-win situation).</p>
<p>Fabian had more luck: He was in the back row (which in itself isn’t exactly good luck) but he had a window seat and even better tolerant neighbors so he could open his window a bit and had a full seat. Oh luxury! The down (or for him up) side though was that he had to carry the kid who’s place he had taken on his lap. But it seems to have been a cute kid and didn’t vomit or anything <img src='http://africabybike.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>When the first ride was bad this one was plain awful. One interesting thing happened though: We discovered that half of the people in the bus seemed to be smugglers, including my neighbor. Twenty minutes after leaving Harar she tried to give me two cell phones to put into my pocket. I thought she tried to sell them and refused.</p>
<p>Later her son who was wearing ski pants and gloves had to put cell phones in all his pockets as well as into the gloves. The woman started distributing phones amongst her fellow travelers and again tried to give me phones which I this time refused to keep out of trouble. She kept peeking out of the window for police check points. Poor woman must have been too stressed. Poor boy must have been close to a heat stroke.</p>
<p>Even we were close to heatstroke and we were wearing t shirts. I tried to convince the man in front of me who was wiping sweat from his head to open his window because I thought he was in favor of my cause. But he pointed at a baby (dressed in snow suit, sweat shirt and cap) and made a shivering gesture.</p>
<p>The danger probably will come from heat stroke from the baby and not from a cold but I guess that’s a “cultural thing” Africans and Ethiopians among the worst seem to be panically afraid of moving air and keep windows shut in twelve hours in a bus with 60 people all day long while temperatures seem to rise into the upper 30s.</p>
<p>We arrived in Addis. We had a fruit juice (there was no fruit in Harar). We had a salad. We had a beer. We had a custard cake and a nice chat with a coffee vendor and learned more important Amharic phrases.</p>
<p>Today we went to the Sudanese Embassy. In fact we went to two of three Sudanese embassies in Addis in search of the one who issues visa. A run down building next to a highway with an over grown garden and the title “Club Sudan” appeared to be the one we’ve been looking for. We sat in a pavilion in the garden with the embassy employees on a small porch above us amongst a crowd of other applicants and filled out the forms outdoors. Then we went into an office, got a stamp, waited outsides, were called in again, paid hundred dollars and tomorrow we can pick them up!</p>
<p>We still didn’t have a single bad experience in Ethiopia and we still love this place. It’s at least among the “World Top Three” now and definitely the “Africa by Bike Tour Best”. Even Fabian, although not as enthusiastic as I am, seems to have accepted Ethiopia as the best. He’s only not quite sure about what the 800kms to Gonder with by bicycle will bring. Sudan and Egypt will have a hard time against the bundled force of kindness, good food, impressive surroundings, coffee culture and uniqueness Ethiopia offers.</p>
<p>As for our plans: It’s Fabians birthday on Thursday and we want to meet Elli Mama so we will probably be leaving Addis on Saturday or so. To be honest I am everything else than in a hurry to leave Ethiopia, actually I want to stay every single day here I am allowed (which is thirty). The only reason to proceed to Sudan quickly is that the week we would gain by that would enable us to go through the Egyptian desert rather than through the Nile Valley which is supposed to be horror for cycling. So… Skip one week of Ethiopia and gain three weeks of desert but nice Egypt or add one week in Ethiopia and suffer two weeks in Egypt?</p>
<p>Which ever we’ll decide in the end. Happy birthday Fabian and I hope you still like what you read and especially now with the drought in East Africa: Don’t forget to donate once in a while (preferably via this site). If there’s one people who deserve it it’s the ones who we met along this tour, the ones affected by the drought and all the other terrible things happening around us which we luckily seem to avoid.</p>
<p>Tim</p>
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