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Aswan – Baghdad

In Assuan anzukommen war mehr als nur ein Schock. Wir haben mit der Fähre auch Afrika verlassen und sind wieder in „unserer“ Zivilisation angekommen. Die ersten Meter im Ort sind wir an einem KFC vorbeigefahren, an Mc Donald’s Werbeplakaten. Wir sind versehentlich über den Touristen-Bazaar gefahren und vorbei an unzähligen Hotelburgen. Auf dem Nil lag der TUI-Nilcruiser und die Shops am Straßenrand werben mit „No hassle!“ und „True prices! Honest!“. Der erste Ladenbesitzer der uns angeboten hat und beim loswerden unserer Dollars zu helfen war lustig, der zweite zehn Meter weiter schon nicht mehr. Wenn man jemandem sagt man ist Deutsch kommen sofort aus allen Richtungen die passenden Begrüßungen aus der Pistole geschossen.

Sonnenuntergang hinter Tempel, Nil und McDonalds

Wenn man jemandem sagt man kommt aus Troja sind alle verwirrt und fragen „Troy?“ – „Yes. Troy.“ „Troy?“  *kollektives Kopfkratzen während dessen man sich davonstehlen kann*.

Wir hatten seit einer gefühlten Ewigkeit keine Touristen gesehen und in Assuan allein waren wahrscheinlich mehr als in ganz Afrika zuvor – und dabei sind diese Saison 70%-80% weniger Touristen in Ägypten. Die ganze Stadt fokussiert sich allein darauf das Geld aus den Weißen (oder in Ägypten meistens eher Pinken bis Krebsroten) zu melken und es scheint in Strömen zu fließen.

Es versteht sich von selbst, dass uns Assuan nicht gefallen hat und die Hochrechnung daraus auf ganz Ägypten hat düsteres ahnen lassen. Binnen eines Tages hatten wir absolut keine Lust mehr durch Ägypten zu fahren. Das Land war zu einem Transitland verkommen und wir hatten nur das Ziel so schnell wie möglich durch und wieder raus zu kommen.

Zugegebener Maßen allerdings haben wir auch einige dieser Touristenaktivitäten selber mitgemacht – allerdings hauptsächlich wegen Toms negativen Einfluss. Wir sind zwei hundert Meter mit einer Pferdekutsche gefahren und haben ein Fischerboot für zwei Stunden auf dem Nil gemietet. Und danach haben wir Assuan fluchtartig verlassen ohne ein einziges der Monumente anzusehen. Leider haben die uns zu dem Zeitpunkt beide mehr abgeschreckt als interessiert, die Touris auf den Straßen haben uns schon gereicht, da muss man nicht noch zum Hotspot gehen. Und für einen umgefallenen Obelisken schon lange nicht.

Skyline von Assuan: Hotelkomplexe und Kreuzfahrtschiffe

Bevor wir Assuan dann verlassen haben wollten wir noch unsere Rückflüge buchen, was nicht ganz so einfach war wie gedacht. Ich konnte zuerst überhaupt nicht zahlen weil ich seit Äthiopien wieder keine Kredit Karte hatte und Fabians wurde von der Website schlicht nicht akzeptiert. Wir waren dann kurz verzweifelt und hatten die Vision, wie wir bis ans Ende der Zeit in diesem schrecklichen Land gefangen wären, aber dann ist uns eingefallen, dass wir ja jetzt gewiefte Reiseradler sind und wir sind kurzerhand zum EgyptAir Office gegangen und haben unsere Flüge analog gebucht.

Mit der Entscheidung wann wir welchen Flug nehmen haben wir auch die wiederkehrende Sinn- und Motivationskrise überwunden, die uns seit Wadi Halfa verfolgt hat. Wir waren die ganze Zeit hin- und hergerissen zwischen dem Willen  einfach schnell durch Ägypten zu fahren und Ende zu machen und die verbleibende Zeit noch zu nutzen und möglichst weit zu fahren. Vor allem war die Entscheidung aber zwischen: Ätzendes aber etwas kürzeres Niltal, oder schöne Wüste aber… Wüste eben.

Unsere Erfahrungen im Sudan hatten uns die Wüste als solche nicht als besonders angenehmen Ort in Erinnerung gelassen und wir hatten eigentlich kein besonders großes Bedürfnis uns wieder ewig lang die Nächte um die Ohren zu hauen. Mit entscheidend war dann die Tatsache, dass es in Assuan etwa 10° kälter war, als in Halfa und wir haben uns für die Wüste entschieden.

Zwei Tage später sind wir als kleinem Umweg in Luxor angekommen. Zu dem Zeitpunkt war wegen vieler guter Erfahrungen mit lokaler Bevölkerung Ägypten als Land schon teilweise wieder rehabilitiert aber zumindest weit davon entfernt die Hölle auf Erden zu sein.

Luxor war dann natürlich wie Assuan, nur schlimmer. Hotelburgen reihen sich an Hotelburgen und achja… Argh einfach! Das erste Hotel wo wir halbherzig gefragt haben wollte 30$ für das Doppelzimmer und ein Gast in der Lobby hat mir Stein und Bein geschworen wir werden in Luxor nichts günstigeres finden.

Das Zweite hat 25LE die Nacht gekostet, etwa 4$. Der Ort selbst war super, „Boomerang Hotel“ geleitet von einem Australisch-Ägyptischen Ehepaar unter der Devise einen Ort in Luxor haben zu wollen, der Touristen nicht abzockt. Beide waren super freundlich und extrem hilfsbereit. Für unseren zweiten Tag hat uns Muhamad z.B. ein günstiges Motorrad zum „mieten“ organisiert und Mia hat uns geholfen Origianl Internationale-Studienausweise zu bekommen – auf Basis gefälschter bzw. ausgelaufener Dokumente!

Das tolle an den Int. Studiausweisen ist, dass man damit bei jeder Sehenswürdigkeit 50% Rabatt kriegt und bei der schieren Anzahl an Sehenswürdigkeiten ist das Geld für die Ausstellung schnell wieder reingeholt. www.boomerangluxor.com

Und ja: Wir haben uns in Luxor durchgerungen uns die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Es sind dieses Jahr 70%-80% weniger Touristen in Ägypten als sonst und wahrscheinlich sieht man sie nie wieder so „menschenleer“. Trotzdem waren sie noch für unsere Wahrnehmung zum Bersten gefüllt. Wir mussten zwar an Ticketoffices nie Schlange stehen, aber jeder Ort hatte dann so seine 300+ Touris die rumliefen und fotografiert haben und mit kleinen Minizügen die 150m zwischen Ticketoffice und Tempel überbrückt haben.

Interessanter Weise sahen die auch alle gleich aus, weiße Kleidung, Krebsrot, leicht adipös. Mir ging es an dem Tag wegen Kopfschmerzen nicht besonders gut und die Mischung daraus, aus Hitze und aus Touristen hat mir den Tempel von Hatchepsut und das Tal der Könige wohl etwas vergällt. Dazu kommt, dass zur Zeit einfach unsere „Festplatten“ voll sind. Wir haben den Punkt einer Reise erreicht, an dem es schwierig ist noch mehr aufzunehmen und man etwas tristen Alltag braucht um wieder Platz für mehr beeindruckende Erfahrungen zu schaffen. Die Tempel sind in ihrerer Monumentalität einfach schwer zu fassen.

Allerdings hat diese Tempel Exkursion auch eine interessante Erkenntnis gebracht. Für uns nicht ganz neu, aber aus dem Blickwinkel dann doch. Wir sind mittlerweile sehr stark mit der arabischen Kultur assimiliert. Wir mögen zwar keine Vorbilder sein, was das Tragen von langer Kleidung angeht, aber das liegt daran, dass wir in der Wüste Fahrrad fahren. Da mit langer Hose rumzueiern kriegen wir einfach nicht hin und sobald wir Pause machen tragen wir dann auch wieder lang.

Worauf ich hinaus will ist folgendes: In ganz Afrika eigentlich, aber besonders stark in der arabischen Welt, zeigt man in der Öffentlichkeit keine Beine. Man macht es einfach nicht, es gehört sich nicht und ab einem bestimmten Alter trägt man lang, egal was. Uns ist es jedes Mal schrecklich peinlich, wenn wir irgendwo eingeladen werden und dann da in Shorts rumsitzen und ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich versucht habe die kurzen Beine über die Knie zu ziehen.

Der durchschnittliche Pauschaltourist trägt kurze Shorts, ein offenes oder garkein Hemd und eine Sonnenbrille. Die durchschnittliche Pauschaltouristin trägt entweder hotpants oder ein schulterloses Sommerkleid. Im Zweifelsfall zeigt sie noch Rücken oder Bauch.

Diese Kleidung erschien uns absolut unpassend, anstößig! Wie kann man denn so in der Öffentlichkeit rumlaufen!? Das geht doch nicht! Wir haben uns mal wieder für unsere Landsleute und ihre Ignoranz wenn sie in den Tourist-Mode gehen geschämt. Wie kann man in ein arabisches Land fahren, v.a. nach all dem, was zur Zeit an Hetze auf beiden Seiten durch die Medien läuft und sich dann so daneben benehmen? Auf einmal war uns klar wie die Gedankengänge zu Stande kommen, von denen die Extremisten beeinflusst werden. Man muss sich vorstellen, dass man aus einem erzkonservativen kleinen Dorf in der Wüste kommt. Sein ganzes Leben lang sieht der Mann außer seiner Mutter keine einzige unverschleierte Frau, trinkt keinen Alkohol und lebt gesittet und im Einklang mit Koran und Kultur. Und dann kommt er nach Luxor wo das Laster regiert. Frauen zeigen mehr Haut als arabische Frauen beim baden im Meer, Westliche Touristen betrinken sich in Diskos, überall wird mit Geld um sich geworfen. Luxor muss einem erscheinen wie ein Sündenpfuhl und der westliche Tourismus wie ein großes Übel, verderblich für Jugend und Kultur. I don’t support him but I understand him and it is partially or mainly our own fault.

Nach einem weitern Tag Pause haben wir Luxor dann verlassen und sind in die Wüste gefahren. Unser Plan sah vor, dass wir die 60km bis zum Highway mit dem Rad fahren und dann zur ersten Oase hitchen um etwas Zeit zu sparen und gemütlich nach Cairo fahren zu können. Wir sind jetzt in den Slow-Mode übergegangen.So der Plan... Die Umsetzung hat bis Phase II auch hervorragend geklappt. Nach etwa einer Stunde hatten wir einen Pickup angehalten, der uns mitnehmen wollten und dann auf einmal ist dieser Pickup explodiert. Einfach so, ein gigantischer Knall. Eine Rauchwolke. Pickupteile fliegen durch die Gegend. Man sieht den Truck kurz aus seiner eigenen Staubwolke fliegen und hört ihn scheppernd wieder landen.Ein großer LKW ist an uns vorbeigefahren, hat den kleinen PKW gerammt und gute einen Meter in die Luft geschleudert. Die gesamte Ladung von Mehlsäcken ist dramatisch explodiert und hat eine filmreife Staubwolke produziert. Gott sei Dank wurde bei der ganzen Aktion niemand verletzt, aber das Auto konnte man vergessen. Die komplette hintere Hälfte völlig zerstört und verbogen, absolut unbrauchbar und das nur, weil sie uns mitnehmen wollten *seufz*.Wir haben noch einem der uns mitnehmen wollte und sich geschnitten hatte die Hand verbunden und dann das einzige getan, was noch sinnvolles zu tun war: Wir sind weitergefahren. Wir konnten den Leuten da höchstens im Weg stehen, ohne hin kein Wort arabisch sprechen und es wurden minütlich mehr Autos die da am Highway geparkt haben um sich das Spektakel anzusehen. Irgendwie hatten wir Angst, dass gleich noch ein LKW rein rast und eine Massenkaramboulage anrichtet.nicht "unser" Unfall

Vorsichtiger als je zuvor sind wir mit den Rädern in die Wüste gefahren und dann einfach weiter und durch. Zwischenzeitlich wäre uns fast die Nahrung ausgegangen, aber die regelmäßigen Police-Checkpoints haben uns mit mehr oder weniger schimmligen Brot über Wasser gehalten. Und dann… dann sind wir in der ersten Oase, in Baghdad angekommen.

Um Fabians Facebook Status zu zitieren:  „zwar in Bagdad in Aegypten aber wir wurden als Geiseln genommen und erst freigelassen, nachdem wir die kompletten Vorraete aufgegessen hatten … dabei hatten wir nur nach dem Weg zum Baecker gefragt!“

Das trifft die Sache ziemlich genau. Wir müssen ziemlich ratlos ausgesehen haben, als wir in diesem Ort am A* der Welt angekommen sind. In Baghdad wohnen vielleicht 200 Seelen, es war früh Morgens, Ramadan UND Freitag – und abgesehen davon gab es in dem Ort eh keinen Laden. Und wir hatten kein Brot… Aber wir sind Radler und wir brauchen unser Brot. Also standen wir da hilflos in dem Ort vor der geschlossenen Bäckerei und kurz darauf kam ein Mann und hat uns nach dem Problem gefragt.

Nachdem er observiert hatte, dass die Bäckerei geschlossen hat, hat er kurzer Hand seinem 12 Jährigen Sohn die Autoschlüßel in die Hand gedrückt und uns mit zu sich nach Hause genommen. Um uns Brot zu geben, wie wir dachten.

Wir saßen dann da im düsteren Wohnzimmer, vor uns eine gigantische Tüte Brot und haben uns gefragt, wie wir uns jetzt am besten abseilen könnten. Als wir dann auf die Idee gekommen sind das gleiche wie immer zu tun: Aufstehen, überschwänglich bedanken und in Richtung Tür gehen, hat uns unser Gastgeber aber den Weg verstellt und unmissverständlich klar gemacht, dass wir jetzt nicht gehen können. Seine Frau und Tochter bereiten doch noch das Essen für uns zu!Und wieder ein paar Minuten später, wir hatten uns unserem Schicksal ergeben, haben die Frauen ein Wahnsinns Festmahl aufgetischt. Mit X-verschiedenen Soßen, Hähnchen, Brot, köstlichem Knoblauch Schleim und Salat. Danach gab es Tee und dann sollten wir eigentlich noch Mittagsschlaf machen (um 10 Uhr morgens), aber da haben wir uns dann doch geweigert ;-) .Wir haben noch ein wenig mit der achtköpfigen Familie rumgealbert, Fotos und Karten von daheim bzw. Ägypten gezeigt und uns mit Händen und Füßen unterhalten und sind aus dem Bedanken kaum mehr rausgekommen. Irgendwann konnten wir uns dann doch losreißen und sind dann schweren Herzens wieder weiter auf den langen, Gegenwind geprägten Weg nach Cairo.Auf dem Weg nach BAgdAd

Ich finde es immer noch schwer zu fassen, wie man völlig unerwartet und unverhofft Opfer von so überwältigender Gastfreundschaft werden kann. Man muss bedenken, dass gerade Fastenzeit ist und alle uns beim Essen zugesehen haben!
Ägypten hat sich mittlerweile vollständig bei uns rehabilitiert. Wir haben viele kleine unentdeckte Ecken entdeckt. Plätze, an denen nie oder sehr selten Touristen vorbeikommen und an denen das Leben unbeeinflusst von uns weitergeht. In denen alte Männer entspannt unter Dattelpalmen liegen und ihre Wasserpfeife rauchen, wo Esel Wasserpumpen antreiben und Kinder durch die Haine und Plantagen toben. Wo sich alte Lehmhäuser an Felsen reihen und das Leben einen ganz eigenen ruhigeren Fluss hat – eine gewisse Tranquility.

In diesen Orten, wo Ägypten noch das Ägypten ist wie man es sich vorstellen will, ist das Land wunderbar. Es ist atemberaubend, wenn man Ziel der Großzügigkeit und Offenherzigkeit der Bevölkerung wird. Ägypten ist ein tolles Land, sobald man es überhaupt mal findet.Und genauso gut kann es sein, dass man zehn Kilometer von hunderten Schleppern belagert und in den Wahnsinn getrieben wird. Wenn ich eins auf dem Weg nach Baghdad gelernt habe dann ist es: Gib Ägypten eine Chance! (Aber mach es richtig).Wanderduene auf Wanderschaft

We took a wrong turn and have no officially and intendedly reached Baghdad. It’s a small place, not very spectacular and doesn’t seem to host any living beings. We did find humans there though and once again an example of amazing hospitality. But before that, here’s how we got there:

When we arrived in Aswan we were, mildly said, shocked. We hadn’t seen any tourists in I don’t know how long, or at least not in these numbers. The entire city of Aswan seems to be focused solely on the lucrative business of ripping off stupid Faranji. There were hotels everywhere, we crossed by accident the Tourist-Bazaar and before we even had a place to stay we had passed a KFC and a Mc Donald’s advertisement. Shops advertised with “no hassle, have a look!” and “Honesty! Real prices.” The first street vendor who tried to lure us by claiming he could help us get rid of our money was funny, when two meters later another one said exactly the same it wasn’t funny anymore.

En bref: We were shocked. And we did not like Egypt. At all.

Within half a day all our enthusiasm about reaching our final country had vanished, we had decided we would be here solely for transit, wouldn’t look at anything and just rush up the Nile valley as quickly as possible to get to Cairo and out of Egypt as quickly as possible.

We didn’t see any of the sights in Aswan the second day and we left on the third so basically we didn’t see anything. It was a waste, especially since this season there’s about 70%-80% less tourists than normal in these places, but we didn’t have the slightest interest in the places anymore. We couldn’t cope with those remaining numbers of tourists (which were still more in one place than we had seen in all of Africa before) and Tom fittingly said that “your hard drives are full”. I guess that’s a good metaphor.

I have to admit though that we did, mainly due to the influence of Tom and with an ironic attitude, a few of those tourist things in town. E.g. we took a 200m ride on a horse coach and before that a two hour trip on the Nile on a local sailing boat.

Schaedel Rolf, the Harbrbringer of peace

Also in Aswan we decided we had to book our return flights since most recent research had shown that the prices are now rapidly increasing. When we finally had decided on a flight we discovered that I couldn’t pay because I was lacking the credit card and Fabian couldn’t pay because his credit card wasn’t accepted online. For an hour or so we thought we were stuck in that awful place called Egypt but then we decided we were now too seasoned travelers to be rendered helpless by that and just went to the local Egypt Air bureau to book our flight.

With booking the flight we also solved our problem which way to take to Cairo, into the desert again or through the infamous Nile valley. We decided to go through the desert but it took a long long time to make that decision.

It took us two days to reach Luxor and by that time Egypt had already been partly rehabilitated by positive experiences with the local population. Luxor then itself was of course like Aswan – only much worse. The first hotel we looked at I met a man who was convinced that it was the cheapest place in town. 30USD per double.

The next try produced the “Boomerang Hotel”, an Australian-Egyptian Hostel which offers the rooms for reasonable 25EL p.p. (around 4$), the place is clean well kept, empty at the moment and even has WiFi. But most important: The owners are great. It’s run by Muhammad and his Australian wife Mia both which are extremely friendly and helpful. Muhammad organized us a cheap “rental” motor bike for our second day in Luxor which we took to speed down to the other side of the Nile and get a glimpse at some of the monuments. Yes we DID go sight-seeing. Mia then assisted us in getting the original international students ID on basis of fake documents. The advantage of having this ID-card in Egypt is that it cuts the prices of all monuments by 50%. And then they were just friendly and we had a few nice talks. Muhammad by the way speaks fluent German. www.boomerangluxor.com. They run this hostel with the philosophy of wanting to have a place in Luxor where tourists are not going to be ripped off.

The monuments were… well. Nice. They didn’t evolve the magic the pyramids in Sudan did. The sun was too bright, I wasn’t feeling so well and even though you didn’t have to queue to get your entrance tickets the monuments themselves hosted some 300 tourists each.

Tourists in Egypt are generally the type of 7-day all inclusive Egypt for 300€. I really can’t understand these people, can’t connect with them or even feel as I was part of them (which by culture I am). How can the dream of a young man be to take his girlfriend on a two week Egypt holiday while not having any influence on the content and progress at all? That seem awful to me. But then it must be the case…

Oh well. We realized at the temple of Hatchepsut that we were starting to assimilate with Arab culture. We are of course not very good examples of decent clothing. We always wear shorts and most of the time t-shirts but while we feel heavily embarrassed by that when we’re in public there’s simply no way how you can cycle in long trousers in 40°+. And as soon as we’re not cycling for a day we’ll switch into long set. How can you possibly show your legs in public!?

That said we had a totally different view on how the tourists dress. It appeared to me to be absolutely offensive, immodest and awful for women to wear skirts or shorts, shoulder free tops or for men shorts as well and perhaps no shirts at all. We suddenly realized how it might appear to an Arab who all his life in some oasis had only seen women wearing scarfs or burka when outside. Luxor must be a den of sin and filth for everybody who highly values the dress code and since religion has a much higher position and value here than in Europe that might be more people than we would expect. The way our lot behaves when it’s in tourist-mode is awful and ignorant.

We left Luxor for the western desert after another day of rest. We’re taking things slow now, Egypt is our warm down phase. We had decided to hitch the first stretch into the desert to make up for some time and have more flexibility afterwards. That still included cycling 60km into the desert to reach the main highway. After some time a pickup stopped and offered us a lift to the oasis. Fabian came running back to me, where I was standing in the shade and waiting and from behind one of those huge cargo trucks sped up. Then there was a gigantic crash, our pickup flew a meter into the air, a huge dust cloud around it and car parts flying in every direction. The big truck lost control for a few meters and finally came to a stop.When the dust settled we could see the damage. The truck must have rammed the pickup from behind and squashed its entire back. Half of its meal-sacks exploded and gave the crash a movie like dust and smoke excitement. Gladly nobody was hurt although the car was damaged to “Totalschaden”. We bandaged one of our would-be drivers who cut himself on a wrecked piece later and then because we couldn’t do anything else went on. Seeing what had happened to the pickup we decided to be even more careful around the big trucks also we decided hitching wasn’t such a good idea after all and we just cycled into the desert.Worked perfectly fine of course, the place is beautiful and although we almost ran out of food we got a few pita breads from each police check point which brought us through.And then we arrived in Baghdad, the first town of El Kharga Oasis. It is tiny, perhaps 200 souls living there and we needed to stock up on food, namely bread. The problems were: The place was so small it didn’t have a shop, even if it had a shop it was Friday and then it was early in the morning and it’s Ramadan. Short: It was impossible to get our hold on some Choubs on the normal way (i.e. buying it in a shop or bakery). We must have looked rather helpless because a few minutes after we stopped a man approached us and asked us what the matter is. Then he told us the bakery was closed and we should follow him. While his twelve year old son drove the car home he walked with us to his place and invited us inside. After two minutes his wife had brought a bag with dried bread for us to take with us. We decided we should try to leave so we wouldn’t stress the people too much but of course they wouldn’t let us go anymore. Once you’re invited into a home there’s no way you can leave before you have gone through at least most of the hospitality ceremony. Drinking, eating, Chai (and sleeping). After some time wife and daughter brought that huge meal with amazing sauces and fried pasta and we had a very bad conscience about eating while everybody else was fasting but there’s not much we could do about it. And anyway, we enjoyed ourselves and the food very much.We later showed the family our pictures and maps and everybody had a great time. I especially liked Muhameds wife, a very lively and intelligent woman who grasped the English bits and our names extremely fast.Later that day on our way to El Kharga a man in a car would stop just to give us a few dates. And along our trips in Egypt we discovered several small and remote places, totally unaffected by mass tourism where people live a “traditional” lifestyle. Or perhaps more than traditional a lifestyle which is not focused on making money out of foreigners by selling useless crap.Egypt in the touristy places is awful and although I keep telling myself there could be 80% more tourists in normal years there’s still too many. But as soon as you have the possibility and time to discover the Egypt which is not influenced by these millions of Westerners it is a beautiful and lovely place with hospitality and kindness which will easily live up to what we experienced in Sudan.Schlafplatz in der Sahara

3 Comments

  1. Paul

    War`s das jetzt? Oder kommt noch die Schlußetappe? Ich finde, das Happy End haben wir auch verdient zu lesen…

    Gruß von Paul

    • Leo

      Finde ich auch! Die Fangemeinde wartet, auch wenn schon weiß, dass es ein Happy End gab! Lieber ein kurzer Abriss der Ereignisse als das erfolglose Warten auf die perfekte “Unvollendete” auf der letzten Etappe.

  2. Gerrit

    Sind die beiden denn schon wieder zurück?